SVP zur städtischen Klimastrategie: «Ideologische Propaganda»
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SVP-Kantonsrat und Präsident der städtischen SVP, Dieter Haller, spricht gerne Klartext. (Bild: Facebook)

Partei übt harsche Kritik SVP zur städtischen Klimastrategie: «Ideologische Propaganda»

2 min Lesezeit 5 Kommentare 14.08.2021, 10:41 Uhr

Am Freitag hat der Luzerner Stadtrat seine Pläne für die Klima- und Energiestrategie veröffentlicht. Ganz und gar nicht begeistert zeigt sich die SVP Stadt Luzern darüber. Der Bericht sei «unüberlegt und realitätsfremd».

An diesem Freitag hat die Stadt Luzern den 236 Seiten umfassenden Bericht zur Klima- und Energiestrategie präsentiert. Dieser zeigt auf, wie Luzern die Treibhausgasemissionen bis 2040 auf 0 Tonnen reduzieren will (zentralplus berichtete). Grüne und SP haben bereit mitgeteilt, dass ihnen der Bericht zu wenig weit geht (zentralplus berichtete).

Zu weit geht der Bericht hingegen für die Stadtluzerner SVP, die nun harsche Kritik übt. Der Stadtrat setze «mit einem unüberlegten, realitätsfremden, durch Steuergeld finanzierten 200-seitigen Bericht und Antrag einmal mehr auf Klientel-Propaganda», teilt die Partei mit.

Der Stadtrat missachte Abstimmungsergebnisse, wie die Ablehnung des CO2-Gesetzes oder die Abstimmung des Parkplatzkompromisses vom 13. Juni, dies scheine ihm gar «gleichgültig» zu sein, so die städtische SVP. Sie fragt sich rhetorisch: «Zeugt es von Arroganz oder Unwissen, sich über kantonale Gesetze stellen zu wollen, indem man fossil angetriebene Fahrzeuge, welche in der Stadt Luzern immatrikuliert sind, verbieten möchte?» Die Partei findet, dass der Luzerner Stadtrat Antworten schuldig sei – wie er die Zentrumsfunktion der Stadt Luzern im Kanton wahrnehmen möchte oder wie die EWL nach wirtschaftlichen Grundsätzen künftig geführt werden soll.

«Die Stadt Luzern läuft mit einer Umsetzung dieser Klima- und Energiestrategie Gefahr, dass sie für ihre Bevölkerung künftig nicht mehr so sein wird, wie wir sie heute kennen», so die Partei. Sie befürchtet: Aufgrund einer «erdrückenden Schuldenlast» werde sich die Stadt viele Dinge nicht mehr leisten können – wie das Bildungssystem, Unterstützung für Kultur oder moderne Infrastrukturen inklusive gut ausgebautem öV.

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5 Kommentare
  1. Hanswurst, 14.08.2021, 18:49 Uhr

    Der Mensch unterscheidet sich vom Tier u.A. dadurch, dass er Probleme in der Zukunft erkennen und entsprechend planen kann. Wenn jemand etwas erreichen will – wie der Stadtrat-, steckt er die geplanten Ziele oft hoch an, um wenigstens ein lohnendes Teilziel erfüllen zu können. Ob dieses in der vorgestellten Höhe politisch geschickt war, zeigt die Zukunft. Die Natur aber kennt kein Pardon. Und die globale Erwärmung wird Flüchtlingsströme erzeugen, wie wir sie nicht kennen. Mahnendes Beispiel sei der 30jährige Krieg, dannzumal allerdings nass und kalt. Dies an die Adresse der Rechtspopulisten. Mir scheint, die Menschheit als gesamte wird leider unfähig sein, diese Probleme lösen zu können. Zu egoistisch, mangelnde Empathie.

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    1. Manuela Lienhart, 15.08.2021, 09:30 Uhr

      Das Praktische an «hochgesteckten» Zielen ist doch, dass die Leute, die diese propagieren, längst nicht mehr im Amt sind, wenn es darauf ankommt, für die Konsequenzen die Verantwortung zu übernehmen. Das gilt für Leuthards Energiewende wie für die Klimastrategie des Stadtrats.

      Eine Regierung einer Kleinstadt glaubt (!), sie könne das Weltklima beeinflussen. Das ist nicht nur lächerlich, sondern Ausdruck von Hybris und Arroganz. Wer Ländern wie Nigeria, Libyen, Russland, Mexiko, Venezuela, Brasilien etc. verbieten will, ihr Erdöl/-gas/Kohle zu nutzen und zu verkaufen, der wird erleben, was echte Armut und somit die wirklichen Flüchtlingsströme sind!

      Was ist das für eine neokolonialistische westeuropäische Überheblichkeit, andere Länder für die Ausbeutung ihrer fossilen Ressourcen zu kritisieren. Und gleichzeitig von der 3. Welt Lithium, Kobalt, Kupfer und seltene Metalle für die angeblich sauberen Batterieautos zu fordern. Und da wären noch die Sonnenfänger und Windräder, ebenfalls nicht aus Europa und mit erheblichem Anteil an grauer Energie.

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      1. remo.genzoli, 15.08.2021, 16:06 Uhr

        @Lienhart
        Hoppla, was genau wollen Sie uns mit Ihrem Rübe-ab-Kopf-ab-alles-ab-Kommentar mitteilen? Einfach nichts machen, weiterwursteln, business as usual…oder haben Sie konkrete Lösungen? Oder finden Sie etwa die SVP-Strategie zielführend? Oder bangen Sie etwa um Ihren persönlichen Wohlstand? Ich wähle nur noch Politikerinnen und Politiker, die sich in Ihrem politischen Handeln an den statistisch signifikanten Fakten orientieren die besagen, dass die Menschheit aktuell daran arbeitet, ihre Lebensgrundlage an die Wand zu fahren, eigentlich ganz simpel. Das hat nichts mit Neokolonialismus, Arroganz und was Sia da alles noch zusamnenreimen, zu tun.

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    2. Onegin E., 15.08.2021, 09:40 Uhr

      Genau, die Zeit des 30 jährigen Krieges (1618-1648) raffte Millionen von Menschen dahin, aber in erster Linie infolge der kleinen Eiszeit, wo es gar im Juni schneite und die Leute verhungerten und erfroren. Damals gabs noch keine Autos und Oelheizungen die CO2 ausstiessen. Da das Ende der kleinen Eisszeit (ca. 1850) heute als Referenz für die Klimaerwärmung genommen wird, ist es nichts als logisch, dass es heute wärmer ist. Während der römischen Wärmeperiode war es aber gar durchschnittlich 1° C wärmer als heute. Wir sind noch immer in der Klimaanstiegsphase vom Ende der kl. Eisszeit auf Normalniveau und wir Menschen können das nur minim beeinflussen. Dies an die Adresse an die Gläubiger der Religion der MENSCHENGEMACHTEN Klimaveränderung.

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      1. remo.genzoli, 15.08.2021, 17:45 Uhr

        @Onegin
        Als Vertreter Ihrer der oben mir angedichteten Religionsgemeinschaft staune ich nicht schlecht über so viel Ingnoranz und kruder Interpretation historischer Ereigisse. Woher haben Sie diesen Quatsch? Vermutlich gehören Sie eher einer Glaubensgemeinschaft von Menschen an, die resistent gegenüber den statistisch signifikanten Fakten einer noch nie da gewesenen, raschen Klimaveränderung, welche, ebenfalls faktisch belegt, aktuell von Menschenhand inszeniert wird. Solche Kommentare können einem Angst machen, sind sie doch Zeugnis von Einsichts- und Bereitschaftslosigkeit, irgend etwas zu verändern.

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