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SVP Luzern: «Spange Nord steigert Lebensqualität in Quartieren»
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Der Stadtluzerner SVP-Kantonsrat Dieter Haller. (Bild: zvg)

Partei kritisiert Quartiervereine in offenem Brief SVP Luzern: «Spange Nord steigert Lebensqualität in Quartieren»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 12.05.2018, 17:23 Uhr

Die SVP Stadt Luzern steht klar hinter der Spange Nord. Doch sie will in den Dialog mit den betroffenen Quartierbewohnern treten, das Projekt trage zur Steigerung der Lebensqualität bei. Doch im offenen Brief attackiert Präsident Dieter Haller auch die Quartiervereine und den Stadtrat.

Am vergangenen Dienstag sprach sich der Luzerner Kantonsrat mit klarer Mehrheit für einen Sonderkredit von 6,5 Millionen Franken für die Planung der Spange Nord aus. In den betroffenen Stadtquartieren ist man jedoch gar nicht erfreut über den Autobahnzubringer. Jetzt will die SVP, welche die Spange Nord unterstützt, in den Dialog mit den Anwohnern treten.

In einem offenen Brief an die Quartiervereine schreibt der Stadtluzerner SVP-Präsident und Kantonsrat Dieter Haller unter anderem, der Kanton prüfe Varianten, welche die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer erhöhen würde, indem der Verkehr flüssig abliessen kann. «Ein flüssiger Verkehr bedeutet einen ÖV zu haben, der planmässig verkehren kann, eine höhere Wirtschaftlichkeit durch weniger Staustunden hat und vor allem kein Schleichverkehr mehr durch die Quartiere», schreibt Haller weiter. Und steigert sich zu einem Satz, den wohl viele Bewohner am Schlossberg und im Maihof vehement bestreiten würden: «Für Sie bedeutet dies eine Steigerung der Lebensqualität in ihren Quartieren.

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Stadtrat «getrieben von persönlichen Ideologien»

Haller betont ausserdem, dass für den Stadtrat Luzern die Spange Nord bis 2016 immer von zentraler Bedeutung war, da er die Innenstadt vom Verkehr entlaste aber auch quartierverträglicher sei, als die Situation heute. In seiner heutigen Konstellation sei die Stadtregierung jedoch kein verlässlicher Partner mehr.

Er sei nicht bereit, sich zum Wohle von Stadt und Agglomeration zukunftsweisend einzusetzen. Stattdessen, so Haller, sei « der Stadtrat getrieben von eigenen persönlichen Ideologien». Er mache Stimmung gegen ein Entlastungsprojekt, indem er Polemik betreibe, sich einer sachlichen Diskussion verweigere und nicht zu einem Konsens beitrage.

SVP kritisiert Quartierverein

Die SVP hingegen setzte sich ein für eine prosperierende Stadt Luzern mit hoher Lebensqualität, lebendigen und sicheren Quartieren und Projekten, welche für uns alle eine Entlastung bringen würde. Deshalb will Haller den Dialog mit den mit Einwohnern führen, um die Bedürfnisse bestmöglich während der Projektierung im Kanton einzubringen.

Doch der SVP-Kantonsrat schlägt auch andere Töne an. Er greift auch die Spitze der Quartiervereine an. Deren offener Brief von Ende April gegen die Spange Nord an die Adresse der Kantonsräte basiere nicht auf einer Mitgliederumfragen in den Quartiervereinen. Gespräche in den Quartieren, welche die SVP Stadt Luzern persönlich gemacht habe, zeigten ein anderes Bild, als welches die Quartiervereine mit dem Schreiben an die Kantonsräte erweckt haben.  

 

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1 Kommentare
  1. Samuel Kneubühler, 13.05.2018, 21:01 Uhr

    Hier tobt einer, der das Prädikat “Wohnstadt” nicht versteht. Der Stadtrat entschied anders als 2016. Ja, weil die Zahlen des Kantons unterdessen lächerlich sind in Bezug auf erwartete Entlastung!