Suizide: Psychiatrie Luzern startet neues Projekt
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Hauptgebäude auf dem Klinikgelände der Luzerner Psychiatrie in St. Urban. (Bild: zvg)

Prävention neu organisiert Suizide: Psychiatrie Luzern startet neues Projekt

1 min Lesezeit 11.03.2021, 06:23 Uhr

Die Luzerner Psychiatrie lanciert ein neues Projekt, um Suizide zu verhindern. Es umfasst vier Massnahmen – darunter eine App.

Die Luzerner Psychiatrie (Lups) hat Anfang Jahr gemeinsam mit der Gesundheitsförderung Schweiz und weiteren Partnerorganisationen das Projekt «Suizidprävention Einheitlich Regional Organisiert» (Sero) lanciert.

Ziel des Projekts: Die Zahl der Suizide und Suizidversuche und die damit zusammenhängenden Spitaleinweisungen in Obwalden, Nidwalden und Luzern senken. Dazu setzt die Lups auf vier Masnahmen.

  • Einsatz eines Sicherheitsplans, der von den Fachleuten zusammen mit den gefährdeten Personen gemeinsam ausgefüllt wird. Dieser hält persönliche Gründe fest, die für das Leben sprechen. Aber auch Frühwarnzeichen, bewährte Strategien, Vertrauenspersonen und Anlaufstellen. 
  • Durchführung von Kursen, in denen Angehörigen beigebracht wird, erste Hilfe bei einer Suzidgefährdung zu leisten.
  • Entwicklung einer Selbstmanagement-App.
  • Etablierung einer Methode zur zuverlässigen Einschätzung des Suizidrisikos (PRISM-S-Methode).

Wie die Luzerner Psychiatrie in einer Mitteilung schreibt, passiert ein Suizidversuch oftmals in einem psychischen Ausnahmezustand. Viele Gefährdete wollten nicht sterben, sondern hielten ihr Leben im Moment nicht aus. Diese Krisen seien meist vorübergehend und jede und jeder könne davon betroffen sein. Mit dem neuen Projekt sollen Gefährdete und ihre Angehörigen besser unterstützt und die Koordination in der Region optimiert werden.

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