Wegen Sturm: Feuerwehr stand mit 500 Leuten im Einsatz
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Sturmschäden von Petra: Um 3 Uhr hat die Kaltfront vom Sturmtief Petra den Nordwesten der Schweiz erreicht. (Bild: wia)

Petra fegte mit 122 km/h über Luzern Wegen Sturm: Feuerwehr stand mit 500 Leuten im Einsatz

3 min Lesezeit 04.02.2020, 06:58 Uhr

In der Nacht auf Dienstag hat das Sturmtief «Petra» die Schweiz erreicht. In Luzern fegte das Sturmtief mit 122 Kilometer pro Stunde durch die Strassen, auf dem Pilatus blies der Wind mit 138 Kilometern pro Stunde. Bei der Luzerner und Zuger Polizei gingen mehrere Meldungen wegen umgestürzter Bäume ein.

Um 3 Uhr hat die Kaltfront vom Sturmtief Petra den Nordwesten der Schweiz erreicht. In Luzern fegte das Sturmtief mit 122 Kilometer pro Stunde durch die Strassen, auf dem Pilatus blies der Wind mit 138 Kilometern pro Stunde, wie «SRF Meteo» mitteilte. In Zug waren es 103 Kilometer pro Stunde.

Luzerner Polizei: Über 55 Meldungen

Bei der Luzerner Polizei gingen insgesamt 55 Meldungen ein. Dabei handelte es sich hauptsächlich um umgestürzte Bäume, umgestürzte Baugespanne oder abgedeckte Gebäude. Es standen über 500 Angehörige von 22 Feuerwehren im ganzen Kantonsgebiet im Einsatz. Meldungen über verletzte Personen liegen keine vor, wie die Luzerner Polizei weiter mitteilt.

Zuger Polizei: ein Dutzend Meldungen

Auch in einzelnen Gemeinden des Kantons Zug hat das Sturmtief «Petra» für einige Einsätze von Polizei und Feuerwehren gesorgt.

Rund ein Dutzend Meldungen gingen bei der Einsatzzentrale zwischen 03:15 und 07:30 Uhr ein. Bei der Mehrheit der Meldungen handelte es sich um umgestürzte Bäume sowie abgebrochene Äste. Im Frauental in der Gemeinde Cham musste die Wytistrasse sowie die Frauenthalstrasse wegen umgestürzter Bäume für die Aufräumarbeiten vorübergehend gesperrt werden. Mittlerweile sind die Strassen wieder offen.

Weiter wurde in der Gemeinde Hünenberg eine Gemüsefeldabdeckung auf die Strasse geweht und in der Stadt Zug (Vorstadt) mussten einige Blumentöpfe von der Strasse entfernt werden. Personen wurden keine verletzt, wie die Zuger Polizei am Dienstag mitteilte.

Das Sturmtief Petra sorgte auch in Zug für umgestürzte Bäume.

Auswirkungen auf Verkehr

Wie die Luzerner Polizei mitteilt sind derzeit noch die folgenden Strassen gesperrt:

  • Krumbacherstrasse, zwischen Krumbach – Sursee
  • Hitzkirchstrasse, zwischen Retschwil – Römerswil
  • Kleinwangenstrasse, zwischen Hochdorf – Kleinwangen
  • Vogelsangstrasse, zwischen Vogelsang – Schenkon

Wegen des Sturms ist offenbar der Verkehr teilweise eingeschränkt, an anderen Orten ist der Verkehr laut «Viasuisse» überlastet:

  • Kantonsstrasse St. Urban – Glashütten: Beide Fahrtrichtungen sind gesperrt. Grund sind Sturmschäden
  • Auf der A2 – Basel Richtung Luzern: Zwischen Sempach und der Verzweigung Rotsee gibt’s stockenden Verkehr, Grund ist eine Verkehrsüberlastung
  • A2 – Gotthard Richtung Luzern: zwischen Hergiswil Süd und Hergiswil Nord gibt’s stockenden Verkehr, Grund ist eine Verkehrsüberlastung

Bahnverkehr:

  • Der Bahnverkehr zwischen Steinhausen und Knonau ist unterbrochen. Pendler müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen. Es verkehren Ersatzbusse zwischen Steinhausen und Knonau. Grund ist eine Fahrleitungsstörung, bis mindestens 10 Uhr ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Sturmböen bis 23 Uhr

Auch an diesem Dienstag wird Petra für kräftigen Wind sorgen. In der Agglomeration Luzern ist zeitweise bis am Dienstagabend um 23 Uhr mit Sturmböen der Warnstufe Gelb zu rechnen. Die maximale Tagestemperatur beträgt laut «SRF Meteo» 11 Grad Celsisus.

Vor zwei Jahren fegte der Sturm «Burglind» über die Schweiz. Damals wurden auf dem Bantiger in Bern 172 Kilometer pro Stunde gemessen. Dieses Jahr waren es da 171 Kilometer pro Stunde – also eine ähnliche Stärke wie bei Burglind.

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