Sturmtief in Luzern und Zug: Jetzt geht’s ans Aufräumen
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Am Montag und am Dienstag zieht das Sturmtief «Sabine» über die Zentralschweiz. Bereits sind erste Schäden bekannt.

Wind bläst mit 143 Stundenkilometer auf dem Pilatus Sturmtief in Luzern und Zug: Jetzt geht’s ans Aufräumen

3 min Lesezeit 10.02.2020, 07:52 Uhr

Das angekündigte Sturmtief «Sabine» hat am Montagmorgen die Zentralschweiz erreicht. Es kam zu umgestürzten Bäumen, Verkehrseinschränkungen und Zugausfällen. Eine Person wurde verletzt.

Bei der Luzerner Polizei sind bis am Montag um 14 Uhr rund 100 Meldungen eingegangen. Bei der Zuger Polizei waren es rund ein Dutzend Meldungen. Hauptsächlich betrafen diese umgestürzte Bäume. Mehrere Strassen sind weizterhin gesperrt. Insgesamt waren allein in Luzern 31 Feuerwehren mit über 630 Personen im Einsatz.

Derzeit seien noch vier Feuerwehren mit Aufräumarbeiten beschäftigt, teilt die Luzerner Polizei mit.

In Rickenbach wurde eine Person von einem Tor getroffen und verletzt. Der Mann war laut Luzerner Polizei beim Ausladen eines Lagercontainers, als der Wind das Tor zuschlug und den Mann traf. Er wurde durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

Baum auf dem Zuggleis der Zentralbahn

Auf den Zugstrecken der Zentralbahn zwischen Horw und Hergiswil sowie im Seetal kam es am Montagmorgen zu ersten Einschränkungen im Bahnverkehr. Wie die «Luzerner Zeitung» vermeldet, stürzte zwischen Baldegg und Hitzkirch ein Baum auf die Geleise, was zu Verspätungen führte. Der Baum wurde mittlerweile wieder weggräumt.

Auf der Zentralbahnstrecke lag ein weggewindeter Gegenstand auf dem Trassee. Zwischen Stans und Luzern fielen um 8.19 Uhr deshalb ein Zug komplett aus. Weiterhin muss mit Verspätungen gerechnet werden. Der Bahnverkehr zwischen Andermatt und Tschamut-Selva ist ebenfalls unterbrochen. Es gibt keinen Ersatz.

Wer heute mit dem Zug nach Deutschland fahren wollte, hat ebenfalls Pech. Zahlreiche Züge nach Hamburg und Berlin fallen wegen des Unwetters aus. Auch der Flugverkehr ist betroffen.

Skigebiete schliessen ihre Bahnen

Der Strassenverkehr in der Region ist von den Auswirkungen des Sturms Sabine wie folgt betroffen:

  • Laut Radio Pilatus liegt auch ein Baum auf der Kantonsstrasse zwischen Sursee und St. Erhard. Eine Umleitung ist signalisiert.
  • In Sursee ist die Sonnhaldestrasse wegen Sturmschäden gesperrt.
  • Die Kantonsstrasse Mosen – Beromünster ist zwischen Mosen und Schwarzenbach in beiden Richtungen gesperrt.
  • Die Aegeristrasse in Zug wurde für Aufräumarbeiten zwischen Moosrank und Nidfuren vorübergehend gesperrt werden. Mittlerweile ist die Strasse wieder offen und normal befahrbar.
  • Weiterhin gesperrt bleibt die Knonauerstrasse zwischen Steinhausen und Knonau, dies ebenfalls wegen umgestürzter Bäume.

Derweil vermeldet das Skigebiet Sörenberg, dass alle Anlagen wegen des Sturm den ganzen Montag geschlossen bleiben. Gleiches gilt auf Melchsee-Frutt, der Klewenalp, dem Pilatus und dem ganzen Skigebiet Engelberg-Titlis. Auch der Schiffbetrieb auf dem Vierwaldstättersee wird infolge von «Sabine» den ganzen Tag eingestellt.

Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

«SRF Meteo» rechnet für Montag im Flachland mit Sturmböen zwischen 90 und 130 Stundenkilometern. Laut Meteonews wurden auf dem Pilatus schon Windgeschwindigkeiten von 143 Stundenkilometer gemessen. Bis am Mittag soll es zudem kräftigen Regen geben. Die Temperaturen sind sehr mild mit zwischen 9 und 14 Grad.

Im Verlaufe der Nacht werden weitere Winde erwartet. Die Polizei empfiehlt weiterhin:

• Gehen Sie nicht in den Wald

• Halten Sie Abstand zu beschädigten Gebäuden oder Stromleitungen

• Sichern Sie bewegliche Gegenstände im Freien (z.B. Blumentöpfe, Gartenmöbel, Fahrräder usw).

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