Studi-Olympiade soll in Luzern den Tourismus beflügeln
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Luzern wird 2021 die Winteruniversiade durchführen.

Keine neue Infrastruktur notwendig für den Anlass Studi-Olympiade soll in Luzern den Tourismus beflügeln

3 min Lesezeit 14.03.2017, 05:32 Uhr

Im vergangenen Frühling hat die Zentralschweiz den Zuschlag für die Winteruniversiade 2021 erhalten. Luzern und Zug werden ihren Beitrag an den zweitgrössten Mulitsportanlass der Welt aus der Spezialkasse bezahlen. Vom Anlass erhofft sich die Luzerner Regierung einiges.

Zu gross, zu teuer, zu aufwändig: Grosse Sportanlässe haben es in der Schweiz nicht leicht. Erst letzten Februaur bodigten die Graubündner die Olympia-Pläne 2026 an der Urne. Kein Problem hat hingegen das das vergleichsweise kleine Hochschul-Equivalent, die Winteruniversiade. Sie wird 2021 in Luzern stattfinden (zentralplus berichtete).

Die Grüne Luzerner Kantonsrätin Monique Frey meinte letztes Jahr: «Die Winteruniversiade ist nicht mit den Olympischen Winterspielen vergleichbar.» Man könne in diesem Fall die vorhandenen Anlagen nutzen und müsse für die Athleten und Betreuer keine Extradörfer aufbauen.

Eissportzentrum muss angepasst werden

Das bestätigt nun der Regierungsrat in der Antwort auf Freys Anfrage: Für den Wintersport-Anlass werden keine zusätzlichen Sportstätten, Übernachtungsmöglichkeiten oder Parkplätze gebaut. Die Teilnehmenden werden in den Luzerner Hotels untergebracht, die entsprechenden Kapazitäten habe man bereits reserviert.

Aus Sicht der Regierung wird sich der Anlass positiv auf den Wintertourismus auswirken und gibt Impulse in der Sportförderung. Zudem biete er dem Bildungsstandort Zentralschweiz die Chance, sich zu profilieren.

In Luzern selbst werden laut Planung die Disziplinen Eiskunstklauf, Speed Skating, Short Track im Eissportzentrum Luzern (REZ) und Eishockey Frauen in Sursee durchgeführt. Da das REZ den Anforderungen noch nicht vollständig genüge, werde es punktuell angepasst.

Zusätzliche Personalkosten bezahlt der Kanton

Bereits bekannt sind die Rahmenbedingungen: Es werden rund 2500 Studenten von 540 Hochschulen aus 50 Ländern teilnehmen, die Gesamtkosten betragen 33,5 Millionen Franken. Die Zentralschweizer Kantone und die Stadt Luzern als Gastgeberstadt (Host City) beteiligen sich mit 13 Millionen Franken an den Kosten – für den Rest muss sich die Universiade andere Geldgeber suchen.

Für die Organisation des Grossevents haben die sechs Kantone einen Trägerverein gegründet, den Zuschlag für die operative Umsetzung hat die Messe Luzern erhalten. Der Kanton und Stadt haben dem Verein laut Regierungsrat 5,5 Millionen Franken zugesichert. Die Kantone Luzern und Zug werden ihren Beitrag aus dem Lotteriefonds bezahlen. Falls grössere zusätzliche Personalleistungen für das Organisationskomitee anfallen, werden diese vom Kanton entschädigt, schreibt der Regierungsrat weiter.

Die Stadt Luzern hat beschlossen, lediglich eine Million als Direktzahlung an den Grossanlass zu bezahlen, eine Hälfte der beantragten Gelder. Das hat aber laut Regierungsrat keinen Einfluss auf den Finanzierungsschlüssel der Kantone.

Eintritt kostenlos

Gegenüber der Fédération internationale du sport universitaire (FISU) haben sich die Bewerber aus der Zentralschweiz verpflichtet, ein Nachhaltigkeitskonzept zu erarbeiten. Für die Erarbeitung dieses Konzepts wurde eigens eine Stabstelle geschaffen. Konkrete Massnahmen und Ziele werden laut der Regierung bis Ende 2019 erarbeitet. 

Bezüglich Eintritten planen die Organisatoren, dass der Besuch der Events kostenlos sein wird. Ein erklärtes Ziel des Organisationskomitees ist es, Publikum für die vielen verschiedenen Events zu mobilisieren. Neben den Sportevents soll dieses auch durch ein abwechlungsreiches Rahmenprogramm und einen Universiade-Park angesprochen werden.

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