Wenn «fremde» Kinder vom Spielplatz weggewiesen werden
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Weil sie in der gegenüberliegenden Strasse wohnt, wo der Spielplatz ist, wurde eine Mutter mit ihren Kindern von einem privaten Spielplatz weggewiesen. (Symbolbild: Unsplash/Johnny Cohen)

Streit um privaten Spielplatz in Horw Wenn «fremde» Kinder vom Spielplatz weggewiesen werden

2 min Lesezeit 6 Kommentare 10.04.2021, 18:42 Uhr

Im Horwer Gemeindemagazin «Blickpunkt» gibt in einem Leserbrief ein privater Spielplatz zu reden. Eine Mutter sei mit ihren zwei Kindern von einem Vater weggeschickt worden, weil sie nicht in derselben Strasse wohnen.

Eigentlich wollte die Mutter mit ihren beiden Kindern nur kurz raus, an die frische Luft – und einen Spielplatz in der Nähe besuchen.

Doch ganz so einfach war das nicht. Wie die Mutter aus Horw in ihrem Leserbrief im Horwer Gemeindemagazin «Blickpunkt» schreibt, handle es sich um einen kleinen, eingezäunten Spielplatz in einem Horwer Quartier. An der Eingangstüre stehe ein Schild mit den Worten «Privat».

Als die Mutter mit ihren zwei Kindern auf dem Spielplatz eingetroffen sei, trafen sie auf einen telefonierenden Vater mit seiner Tochter.

Das Mädchen habe gerade mit ihrem Sohn zu spielen begonnen, die Tochter setzte sich auf die Schaukel, als der Mann sein Gespräch beendete und die Mutter fragte, ob sie in dieser Strasse wohne.

Die Mutter schreibt im Leserbrief, dass sie verneinte. Sie wohne gleich gegenüber. Der Mann habe sie daraufhin des Spielplatzes verwiesen. «Der Spielplatz gehöre nur dieser Strasse», so die Mutter im Leserbrief. Darüber ärgerte sie sich. Denn: «Man muss dazu sagen, dass in dieser Strasse sehr wenige Häuser stehen. Dort wohnen höchstens noch drei bis vier Kinder, die überhaupt in Frage kommen könnten, den Spielplatz zu benutzen.»

Diese Begegnung habe die Mutter sehr traurig gestimmt, wie sie schreibt. Sie fände es bedauerlich, «dass man in einem so wohlhabenden, friedlichen Quartier nicht normal und etwas grosszügiger miteinander umgehen kann.» Und weiter: «Es ging nur um eine Demonstration von Privilegien und Macht.»

Sie würde sich freuen, wenn man wieder freundlicher und etwas grosszügiger miteinander umgehen würde. «Und uns nicht in dieser für uns alle schwierigen Zeit das Leben völlig unnötig noch komplizierter machen.»

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6 Kommentare
  1. Michel von der Schwand, 11.04.2021, 16:01 Uhr

    Der Mann wollte sicher gerne mal Chef sein! Jetzt helikoptert er seine Mitmenschen herum.

  2. Schon Richtig, 11.04.2021, 14:29 Uhr

    Ich kann den Mann verstehen! Heute haben viele das Gefühl, alles gehöre allen und alles müsse für alle frei verfügbar sein. Fakt ist, der Spielplatz gehört zu einer Überbauung und die Mieter dieser Überbauung bezahlen für den Spielplatz. Habe (oder bekomme) ich Kinder, so muss ich mir überlegen, ob der aktuelle Wohnort für meine Kinder ideal ist. Möchte ich, dass sie einen schönen Spielplatz haben, so miss ich in eine Überbauung umziehen, welche einen schönen Spielplatz hat. Es ist frech, einfach davon auszugehen, dass die Kinder dann halt einfach fremdes Eigentum benutzen können.

    1. Manuel, 11.04.2021, 16:09 Uhr

      Da spricht einer der keine Ahnung hat wie es mit Kindern ist. Kinder schließen schnell Kontakte und spielen miteinander, aber dir kommt wohl die Coronazeit ohne soziale Kontakte sehr entgegen….

    2. Schon Richtig, 11.04.2021, 17:11 Uhr

      @Manuel – Es geht in diesem Beitrag nicht um Kinder, welche mit ihren «Gspändli» auf einem Spielplatz spielen, sondern um eine fremde Frau, welche das Gefühl hat, ein Spielplatz einer fremden Überbauung gehöre auch ihr und sie könne sich mit Ihrem Kind einfach auf den Spielplatz einer fremden Überbauung begeben, um da zu spielen. Sorry, aber das ist definitiv ein Unterschied und geht meiner Meinung nach zu weit.

  3. Egli Fisch, 11.04.2021, 10:38 Uhr

    Finde ich sehr traurig…meine Meinung: alle vier Beteiligten haben in dieser Situation verloren.
    Allem voran die Kinder. Dann lieber keine Spielplätze, als so etwas zu lernen.

  4. paul, 11.04.2021, 08:09 Uhr

    dieser mann hätte doch nur gerne einen eigenen garten. seine kinder jedoch haben sicher gerne freunde

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