Regionales Leben

Verhärtete Fronten in Kriens
Streit um Busspur auf dem Sonnenberg flammt neu auf

  • Lesezeit: 2 min
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Hier soll die neue  Buslinie durchführen. Das Problem mit den spielenden Kindern auf der Strasse vor dem Spielplatz ist leicht erkennbar.
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Hier soll die neue Buslinie durchführen. Das Problem mit den spielenden Kindern auf der Strasse vor dem Spielplatz ist leicht erkennbar. (Bild: Swisstopo / bfu)

Giftige Kommentare, harte Vorwürfe an die Stadt Kriens und ein tief gespaltenes Quartier: Die Pläne für eine durchgehende Busspur am Sonnenberg sorgen für hitzige Diskussionen. Der Ausgang des Konflikts scheint jedoch absehbar.

Runde Tische werden einberufen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen, voneinander abweichende Interessen zu klären und Kompromisse zu finden. Ein runder Tisch wurde Ende November auch in Kriens einberufen. Der Grund dafür: Die Buslinien 11 und 15 sollen zusammengelegt werden. Die neue Busspur am Sonnenberg wird voraussichtlich einen kleinen Spielplatz an der Sonnenbergstrasse tangieren, was den Unmut mancher Anwohner mit sich zog (zentralplus berichtete).

Von einer Klärung oder einem Kompromiss ist man nach diesem runden Tisch aber noch weit entfernt. Im Gegenteil – die Fronten scheinen weiter verhärtet und das Quartier tiefer gespalten. Was ist dort oben beim Krienser Sonnenberg los?

Spielplatz liegt mitten auf der Route der Busspur am Sonnenberg

Zur Erinnerung: Mit dem Fahrplanwechsel auf 2023 will man das ÖV-Angebot entlang der Krienser Sonnebergflanke drastisch verbessern. Statt zwei Linien, die von Kriens und Luzern aus den Berg verkehren, soll eine durchgehende Busspur das hoch gelegene Krienser Quartier Obersteinhof-Dattenberg-Grossweid-Oberhusrain direkt mit dem Bahnhof Luzern verbinden.

Die Krux: Die Pläne sehen vor, dass die Route via Sonnenbergstrasse geführt wird. Diese ist jedoch nicht durchgängig. An einer Stelle wird die Strasse von einem Spielplatz unterbrochen. Lediglich Fusgänger und Velofahrerinnen können die Stelle passieren. Die beiden Quasi-Sackgassen neben dem Spielplatz nutzen Kinder zudem ebenfalls zum Spielen.

Die Visualisierung zeigt, wo die Busroute das Umfeld des Spielplatzes tangieren würde:

Infoveranstaltung lief aus dem Ruder

Die Stadt Kriens hat mehrere Optionen zur Lösung dieses Problems ausgearbeitet und im vergangenen Mai den Anwohnern und anderen interessierten Parteien präsentiert. Die elektronisch gehaltene Infoveranstaltung lief jedoch schnell aus dem Ruder, wie Mitglieder des Quertiervereins im Nachgang gegenüber zentralplus berichteten. Zu aufgebracht, aggressiv und kaum konstruktiv sei die Tonalität im entsprechenden Chat gewesen (zentralplus berichtete).

Die Stadt bemühte sich dennoch, die geäusserten Anliegen aufzunehmen – insbesondere jene, welche die Verkehrssicherheit rund um den Spielplatz thematisierten. So wurde von der nationalen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ein sogenanntes vereinfachtes «Road Safety Audit» angefordert. Darin prüft die BFU geplante Infrastrukturmassnahmen auf deren Verkehrssicherheit.

Strasse wird nicht mehr zum Spielen taugen

Die Stadt Kriens hat mittlerweile den Bericht der BFU veröffentlicht, welcher auch Gegenstand des eingangs erwähnten runden Tisches war. Der Bericht spricht sich klar für eine der drei von der Stadt ausgearbeiteten Optionen für eine Busspur neben dem Spielplatz aus. Bei dieser würde der heutige Gehweg auf zwischen 5 und 3,5 Meter verbreitert. Senkpoller sollen zudem verhindern, dass andere motorisierte Fahrzeuge diese Durchfahrt nutzen können.

Die Visualisierung zeigt, wo die Busroute das Umfeld des Spielplatzes tangieren würde:

Situation_Sonnenberg_Buslinie_ÖV_Sonnenbergstrasse
Diese Pläne hat die Stadt Kriens für den Ausbau der Sonnenbergstrasse.

Die BFU macht im Bericht auch konkrete Vorschläge für Massnahmen, die umgesetzt werden müssen, um die heutige Verkehrssicherheit trotz neuer Busspur am Sonnenberg beizubehalten. Beispielsweise eine Optimierung der Sichtverhältnisse im Bereich des Spielplatzes. Eine Verbesserung der Sicherheit bietet jedoch keine der bisher ausgearbeiteten Optionen, so der Befund.

Was der Bericht ebenfalls zeigt: Die Strasse wird künftig nicht mehr eine Verlängerung des Spielplatzes sein. «Hinsichtlich des Velo- und öffentlichen Verkehrs wird unter Einhaltung der Verkehrsregelverordnung zukünftig das Spielen bei den vorgesehenen, unangepassten Varianten auf der Strasse kaum mehr über einen längeren Zeitraum möglich sein», heisst es zum Schluss des BFU-Berichts.

Vorwurf: Stadt habe irreführend kommuniziert

Die Befunde und Einschätzungen der BFU vermögen zumindest teilweise zu erklären, weshalb die Aussagen darüber, wie der runde Tisch verlief, stark auseinandergehen. «Insgesamt stützt eine Mehrheit der Teilnehmenden am runden Tisch die geplanten Massnahmen», schreibt die Stadt Kriens in einer Mitteilung (zentralplus berichtete).

«Der Runde Tisch wird dazu missbraucht, irreführend eine Zustimmung des Quartiers zu suggerieren.»

Gegendarstellung der IG Spielplatz Sonnenberg

Ganz anders sieht dies die IG Spielplatz Sonnenberg, die sich gegen das Vorhaben wehrt. In einer zentralplus vorliegenden Gegendarstellung wirft die IG der Stadt vor, irreführend zu kommunizieren. Dass eine Mehrheit der Teilnehmer am runden Tisch den Massnahmen zustimmte, sei falsch. Die Anliegen der Anwohnerinnen seien nicht kommuniziert worden. «Im Gegenteil – der runde Tisch wird dazu missbraucht, irreführend eine Zustimmung des Quartiers zu suggerieren», schreibt die IG.

«Es liegt uns fern, den Dialog mit den Anspruchsgruppen zu missbrauchen.»

Maurus Frey, Stadtrat Kriens

Für die Stadt Kriens ist es ein «Spagat»

Auf Anfrage von zentralplus entgegnet Stadtrat und Bauvorsteher Maurus Frey: «Es liegt uns fern, den Dialog mit den Anspruchsgruppen zu missbrauchen.» Es sei für die Stadt ein Spagat zwischen einer ÖV-Verbesserung für den gesamten Sonnenberg und einer verträglichen Lösung im Bereich der Durchbindung. 

«Die Topografie und die historisch gewachsene Strassengestaltung lassen uns leider keine Lösung, die ohne Eingriff erstellt werden kann. Unser oberstes Ziel ist die Verbesserung des ÖV am Sonnenberg», erklärt Frey. «Einerseits möchten wir endlich eine Direktverbindung nach Luzern für grosse Teile des Sonnenbergs schaffen und andererseits die Quartiere miteinander verbinden. Nur so kann die Nachfrage gesteigert und die Linie langfristig gesichert werden.»

Stadtrat Frey beteuert jedoch, dass eine Mehrheit der Teilnehmenden die Idee stützt, die Linien 11 und 15 zu verbinden. «Differenzen bestehen weiterhin, wie dies genau erfolgen soll.» Die Stadt Kriens nehme die geäusserte Kritik an der Linienführung, der Sicherheit im Bereich des Spielplatzes und der rechtlichen Grundlagen für das Auflageprojekt auf, das noch in diesem Jahr erarbeitet werden soll. «Unter anderem sollen weitere Abklärungen für die eine allfällige Linienführung über die Obere Dattenbergstrasse gemacht werden. Bei dieser Variante ist die Fahrbahnbreite über rund 300 Meter sehr kritisch.»

Legitimation des Quartiervereins angezweifelt

Gemäss der Gegendarstellung der IG Spielplatz Sonnenberg habe sich am runden Tisch einzig der Quartierverein für die von der Stadt Kriens geplante Routenführung ausgesprochen. «Diese Meinung hat jedoch keinerlei demokratische Legitimation, da sie lediglich auf einem Vorstandsbeschluss beruht», schreibt die IG dazu.

«Der Vorstand ist handlungsfähig und durch die Statuten in seinem Handeln als Vertretung des Quartiers legitimiert.»

Jo Hürlimann, Präsident des Quartiervereins

Quartiervereinspräsident Jo Hürlimann widerspricht dieser Darstellung: «Der Vorstand ist handlungsfähig und durch die Statuten in seinem Handeln als Vertretung des Quartiers legitimiert.» Hürlimann war ebenfalls Teilnehmer am runden Tisch mit der Stadt Kriens. Er verweist darauf, dass sich die Strassengenossenschaft Sonnenberg & obere Dattenbergstrasse – eine weitere Gruppe, die am runden Tisch teilnahm – im Grundsatz für eine durchgehende Busspur am Sonnenberg ausspreche. Diese Anwohnergruppe plädiert jedoch dafür, die Variante einer Busspur via Obere Dattenbergstrasse ebenfalls vertieft zu prüfen.

Eine Kompromissfindung sei an diesem ersten runden Tisch nicht möglich gewesen, sagt Hürlimann. Die Tatsache, dass die IG direkt mit einem Anwalt präsent war, habe jegliche Diskussionsansätze schnell versanden lassen. «Die Anliegen wurden nun wiederum aufgenommen und werden beim nächsten runden Tisch hoffentlich sachlich diskutiert», sagt Hürlimann vorausblickend.

Backlash online

Ein Blick auf die Kommentare zur Berichterstattung von zentralplus zeichnet momentan ein anderes Bild. Die Diskussion ist rege, aber auch giftig. Dem Widerstand einiger Anwohner wird mit gemischter Resonanz begegnet. Neben verständnisvollen Voten – insbesondere mit Blick auf die spielenden Kinder – hagelt es auch einiges an Kritik.

«Von Verkehrberuhigung sprechen, gleichzeitig wohl überwiegend zwei Autos besitzen und stets den MIV nutzen, um Arbeit, Einkäufen oder Sport nachzugehen – schrecklich egoistisch», lautet etwa ein solcher Kommentar. Als «wohlstandsverwahrloster Hüslischwizer» und «Helikoptereltern», titulieren andere Kommentatoren die Anwohnerinnen. Oder: «Ein tolles Projekt und ein Fortschritt beim ÖV-Angebot für viele in den Städten Kriens und Luzern. Wie jedoch einige Anwohner ihre persönlichen Privilegien über die Bedürfnisse der Allgemeinheit stellen, ist schon bemerkenswert.»

Spielplatz ist ein Provisorium

Tatsache in diesem Knatsch ist, dass die Karten aktuell ziemlich klar verteilt sind. Die Pläne werden nun von der Stadt weiter ausgearbeitet. Sobald diese öffentlich aufliegen, kann das Instrument der Einsprache genutzt werden. Die Chancen einer erfolgreichen Einsprache stehen wohl aber eher schlecht.

Insbesondere deshalb, weil der Spielplatz gemäss dem entsprechenden Gestaltungsplan aus dem Jahr 1976 klar als Provisorium ausgewiesen wird. Das notwendige Land für die Realisierung einer Verbindungstrasse müsse «zu gegebener Zeit kostenlos» abgetreten werden, heisst es darin weiter. Das kann natürlich auf juristischem Weg angefochten werden. Bei heutigem Wissensstand scheint dies aber ebenfalls wenig aussichtsreich.

Ob die Busspur am Sonnenberg bis zum Fahrplanwechsel im Dezember realisiert werden kann, bleibt noch abzuwarten. Dass sie kommt, ist aber absehbar. Das wird das Gesicht der Sonnenbergstrasse unweigerlich verändern. Bei einem Fahrplantakt, der voraussichtlich zwischen 30 und 15 Minuten alterniert, wird das Spielen auf der Strasse kaum mehr möglich sein. Mit der Fortsetzung der Steinhofhalde bis zur Sonnenbergstrasse 76 und dem oberen Abschnitt des Dattenbergrains bestehen in unmittelbarer Nähe zwei echte Quartierstrassen, auf die die Kinder wohl ausweichen müssen. Das letzte Wort in dieser Sache ist aber noch längst nicht gesprochen.

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26 Kommentare
  1. Klar Text, 15.01.2022, 09:22 Uhr

    Um die Relationen bei diesem Thema nicht aus den Augen zu verlieren, scheint mir wichtig, die folgenden Punkte in Erinnerung zu rufen:

    Erstens ist die Sonnenbergstrasse jetzt keine verkehrsfreie Strasse. So wie einige Anwohner die Situation schildern, könnte man meinen, dass nur Fussgänger und fröhlich spielende Kinder auf dieser Strasse verkehren. Weit gefehlt!

    Zweitens reden wir von zukünftig 4 bzw. 8 Busfahrten pro Stunde und nicht von einer Autobahn. Einige Kinder würden sich wohl einen Schranz in den Bauch lachen, wenn sie wüssten, wie sich ihre Eltern im Kampf gegen diese Buslinie aufführen.

    Drittens geht es hier um ein Projekt von öffentlichem Interesse. Die Anzahl Menschen, welche dank dieser neuen Buslinie einen Nutzen haben, ist um ein x-faches grösser als die, welche mit ein paar wenigen und überschaubaren Einschränkungen leben müssen.

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  2. Thomas Furrer, 13.01.2022, 17:11 Uhr

    An alle Ewiggestrigen: Auf Strassen kann und soll durchaus gespielt werden. In der Stadt Bern existieren z.B. bereits mehr als 90 Begegnungszonen, die meisten davon in Wohnquartieren. Auf der Website der Stadt Bern steht: «In Begegnungszonen für Wohnquartiere können Kinder sicher auf der Strassenfläche spielen.» Und der VCS schreibt: «Nur allzu oft fehlt dieser wertvolle Freiraum direkt vor der Haustüre, um mit Nachbarskindern spontan herumzutollen oder die Fahrkünste auf dem Laufrad zu verbessern. Dank tiefer Fahrgeschwindigkeit ist der Sicherheitslevel hoch, die Kommunikation zwischen Autolenkenden und spielenden Kindern klappt.»

    Also hört doch bitte auf, mit euren veralteten Sprüchen. Die galten vielleicht noch in den 70er Jahren… da kommt auch der Gestaltungsplan her!

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    1. Klar Text, 13.01.2022, 17:42 Uhr

      Sie schreiben ja selber, dass die Kommunikation zwischen Autolenkenden und spielenden Kindern klappt. Genau das Gleiche gilt auch für die Busfahrer. Deshalb ist die Buslinie über die Sonnenbergstrasse kein Widerspruch zum Freiraum vor der Haustüre für die dortigen Bewohner. Sehr guter Punkt, danke!

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      1. Thomas Furrer, 14.01.2022, 07:48 Uhr

        Hallo? Für den Bus wird die Sackgasse aufgehoben. Das Road Safety Audit der Stadt sagt selber, dass Spielen dann nicht mehr möglich sein wird…

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    2. Klar Text, 15.01.2022, 09:19 Uhr

      Ja, hallo, aufwachen bitte und nicht vergessen: es geht in diesem Projekt um ein übergeordnetes Interesse und nicht um Sie!

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  3. Christoph, 12.01.2022, 20:27 Uhr

    Die Lösung wäre doch so einfach: Spielplatz in die Obere Dattenbergstrasse verschieben, damit diese als neue Sackgasse endlich vom MIV-Schleichverkehr aus den Quartieren Bergstrasse, Weinhalde, Zumhof und Oberhusrain usw. entlastet wird. Damit bleibt der Spielplatz im Quartier, die Kinder und Eltern freuts und der neuen Busspur auf der Sonnenbergstrasse steht nichts mehr im Wege.

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    1. Ruth Wicki, 13.01.2022, 17:13 Uhr

      Gerne. Wo soll er denn dort hinkommen, der Spielplatz? Bezahlen Sie den Umzug?

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  4. Rentner Ruedi, 12.01.2022, 11:20 Uhr

    Mein Senf noch dazu, in ZH vor Langer Zeit kam ein Stadtrat der in Quartieren Schilder Aufstellen lies Vorsicht Spielende Kinder auf der Strasse,, ihr kennt die, nun da zu noch vor und noch der Quartierstrasse Schwellen so musste man vom Tempo Runter, später bekam er den Namen den Schwellen Ruedi,.. auch lies er versetzte Blumen Klötze hinstellen,.. ich meine wenn man sich Fragt braucht es den Bus, kann man mit Schwellen was machen, hier in Littau kann man Froh sein passieren nicht mehr Unfälle es hat Schulhäuser, Spielende Kids und Stark Verkehr, vielleicht sollte man Quartier Buse mit Rotem Blinklicht und Sirenen Ausrüsten, im Ernst was habt ihr für Probleme.

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  5. Philipp, 11.01.2022, 20:44 Uhr

    Wenn ich nur schon lese dass es ein Problem sein soll dass man dann auf der Strasse nicht mehr spielen kann, krausen sich die Haare auf meiner Glatze. Eine Strasse ist kein Ort zum spielen. Egal ob Durchgangsstrasse, Privatstrasse oder Sackgasse. Eine Strasse ist ein Ort wo Verkehr stattfindet. Punkt aus.

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  6. Kein ÖV-Schleichverkehr am Sonnenberg, 11.01.2022, 16:34 Uhr

    Leider fokussiert die Diskussion rund um die Zusammenlegung der Buslinie zu stark auf den Spielplatz. Tatsache ist, dass die Busse in den Stosszeiten im Naherholungsgebiet Sonnenberg auf der Gabeldingenstrasse in einem 7.5-Minutentakt (!) verkehren würden. Es kann und darf nicht sein, dass zwei Quartiere über ein Naherholungsgebiet resp. die Gabeldingenstrasse (wer kontrolliert eigentlich heute das tagsüber geltende Fahrverbot…?) erschlossen werden, das täglich von hunderten Spaziergängern/Joggern/Schulkinder usw. genutzt wird. Wollen wir tatsächlich die letzten Naherholungszonen dem Verkehr opfern? Soll unser schöner Sonnenberg noch mehr durch Verkehr belastet werden? Diese neue Buslinie in dieser Intensität wäre nichts anderes als ÖV-Schleichverkehr, d.h. Verlagerung von Verkehr zwecks Zeitgewinn von den Hauptachsen auf Nebenachsen resp. In diesem Fall in den Naherholungsraum auf Kosten Erholungssuchener. Ein Konsens müsste in die Richtung gehen, dass die Buslinie vom Zumhof auf die Hauptachse und ab Schappe als Schnellkurs (ohne/sehr wenige Haltestellen) via Schachenstrasse, Eichhof, Taubenhausstrasse direkt zum Bahnhof geführt würde. ÖV-Linien gehören auf Hauptachsen, und nicht in Naherholungsräume!

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    1. Anna Stofer, 13.01.2022, 15:07 Uhr

      Sie haben absolut recht! Vielen Dank für diesen Beitrag.

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    2. Klar Text, 13.01.2022, 17:04 Uhr

      ÖV-Linien gehören dahin, wo die Menschen wohnen. Und das sind mit den Quartieren in den Gebieten Zumhof, Obere Weinhalde, Amlehn, Bergstrasse, Grossweid, Dattenbergrain etc. sehr viele Personen und deshalb macht die geplante Buslinie absolut Sinn. Diese Bewohner bekommen nebst dem Anschluss ins Zentrum Kriens neu einen Direktanschluss in die Stadt Luzern.

      Schon heute verkehrt der Quartierbus über die Gabeldingenstrasse, ohne dass dies ein Problem darstellen würde. Dass das Fahrverbot, welches von 7:30 bis 17 Uhr gilt, auf dieser Strasse aber von Auto- und Rollerfahrern sehr oft missachtet wird, stimmt leider. Hier schläft die Politik und die Polizei schaut tatenlos zu. Würde dieses Verbot endlich durchgesetzt, würde der Verkehr auf der Gabeldingenstrasse massiv abnehmen und die zusätzlichen Busfahrten wären im Vergleich dazu ein Klacks.

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  7. Anonym, 11.01.2022, 12:30 Uhr

    Mir fällt in diesen Kommentaren auf, dass persönliche Beschimpfungen v.a. von den Befürwortern des Projekts kommen. Wieso wohl?

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    1. Tobias Mueller, 11.01.2022, 16:01 Uhr

      Ich bin die bisherigen 11 Kommentare durchgegangen, und konnte keine persönliche Beschimpfung finden. In Ihrem Fall wäre sowas eh nicht möglich, da Sie sämtliche Beiträge buchstäblich anonym verfassen.

      Aber es geht auch ganz nüchtern: Bucheli Busbetriebe haben die Obere Dattenbergstrasse seit jeher als Zufahrt zum Depot benutzt. Deshalb verdient auch diese Variante nochmals eingehende Prüfung.

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  8. Klar Text, 11.01.2022, 08:49 Uhr

    Und weiter geht das Gejammer von ein paar Erwachsenen. Zur Erinnerung: wir sprechen hier von einem Spielplatz, welcher nur als Provisorium bewilligt wurde – das wissen die Anwohner haargenau. Genauso wissen sie, dass rechtlich eine Durchfahrt von den Behörden durchgesetzt werden kann.

    Gute ÖV-Verbindungen sind heute so wichtig wie nie zuvor und auch wenn eine rechtliche Bestimmung bald 50 Jahre alt ist, so ist sie heute immer noch gültig. Zum Glück hatte man damals diese Weitsicht und diese Bestimmung getroffen.

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier einige Erwachsene ihre egoistischen Interessen durchzusetzen versuchen, indem sie Interessen von Kindern vorschieben und damit eine wichtige ÖV-Verbindung blockieren. Ziemlich beschämend, dieses Gebaren.

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    1. Anonym, 11.01.2022, 12:11 Uhr

      Tja, ein 46-jähriges Provisorium ist halt nicht mehr so wirklich provisorisch, vor allem wenn es eine breit akzeptierte Variante via Obere Dattenbergstrasse gibt.

      Aber Sie beschimpfen halt lieber die Anwohner, welche für die einzige Spielzone weit und breit kämpfen.

      ÖV ist wichtig! Quartierleben aber ebenso! Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass beide Interessen bedient werden könnten, wenn man nur will…

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      1. Klar Text, 12.01.2022, 10:24 Uhr

        In der Hitze des Gefechts kann ein Kommentar, welche von der eigenen Meinung abweicht, durchaus mal mit einer persönlichen Beschimpfung verwechselt werden. Es sei ihnen verziehen. Aber es macht ihre Kommentare in keiner Weise glaubwürdiger und zeigt, dass sie einen aussichtslosen Kampf gegen diese Buslinie führen und wenig bis gar keine legitimen Argumente dagegen haben.

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  9. Anonym, 11.01.2022, 07:25 Uhr

    Fakt ist:

    – Sowohl der Spielplatz als auch die weiteren Spielflächen sind in Privatbesitz.
    – Der Gestaltungsplan, auf den sich die Stadt Kriens bezieht, ist aus dem Jahr 1976 (!). Damals sah die Welt auf dem Sonnenberg noch komplett anders aus…
    – Würde diese Überbauung heute gebaut, müsste die Spielfläche von Gesetzes wegen viel grösser sein.
    – Auf dem Spielplatz und den Weganlagen ist der Gestaltungsplan NICHT eingetragen und somit auch nicht gültig.

    Noch Fragen?

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    1. Manuel Schaub, 11.01.2022, 12:09 Uhr

      Sie vertreten einen subjektiven Standpunkt (höchstwahrscheinlich als Direktbetroffener) – das Recht nach eigenem Gutdünken ausgelegt – und keine objektive Meinung. Das typische Gerede eine Anwaltes, resp. einer Person, die in der Defensive ist und genau weiss, dass die eigene Ansicht rechtlich nicht verhält. Warten wir mal ab… Fragen stellen sich dann.

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      1. Anonym, 11.01.2022, 12:26 Uhr

        Sie klingen wie jemand, der die Fakten entweder nicht im Detail kennt oder diese nicht wahrhaben will.

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      2. Manuel Schaub, 11.01.2022, 14:26 Uhr

        Wenn Sie sich so sicher sind, brauchen Sie dies hier nicht zu kommentieren. Widmen Sie Ihre Zeit lieber der Gartenpflege. Ergebnis abwarten.

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  10. An Wohner, 10.01.2022, 16:32 Uhr

    Hallo Sonnen Bergler
    Einige Gedanken zu Ihrem Kommentar:
    Ein gewisser Groll ist ihrem Kommentar zu entnehmen. Wieso egoistisch abschieben, wenn die alternative Route von der oberen Dattenbergstrasse gar selbst ins Spiel gebracht wurde und somit also mehr als akzeptiert ja gar erwünscht wird?
    Der Spielplatz ist zum spielen da. Die Sackgassen halt eben doch auch. Dort wurde seit Anbeginn der Erbauung des Quartiers bereits immer gespielt – aber nicht nur da, nein stellen Sie sich vor – sogar im ganzen Quartier. Ihre offenkundige Empathielosigkeit um nicht zu sagen Kaltherzigkeit lässt erahnen dass Sie wohl kinderlos sind und daher gar kein Verständnis für die Anliegen der anwohnenden Familien aufbringen können. Das ist verständlich. Eine globale Beschuldigung sämtlicher hier wohnenden Eltern als Taxi-Eltern u.Ä zu bezeichnen ist dann doch fehl am Platz. Kennen Sie diese denn alle persönlich? Ihre Haltung zu Erziehung der Kinder. Ihr Verhalten und Handeln? Diese Aussage ist also eher unangebracht.

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    1. Klara Obermüller, 10.01.2022, 16:54 Uhr

      Falsch. Strassen sind nie zum Spielen da, auch Sackgassen nicht.

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      1. Cinderella, 10.01.2022, 20:22 Uhr

        Liebe Klara Obermüller
        Überall versucht man die Quartiere vom Verkehr zu entlasten. Hier versucht man Kindern die Gelegenheit ohne Probleme zu spielen zu nehmen. Und übrigens, die Sonnenbergstrasse ist an der besagten Stelle (Nr. 49 bis 76) eine PRIVATSTRASSE!

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      2. Thomas, 12.01.2022, 16:23 Uhr

        @cinderella
        Ich bin auch in einer Privatstrasse aufgewachsen. Trotzdem wurden wir von unseren Eltern korrekterweise immer darauf hingewiesen, dass die Strasse KEIN Spielplatz ist. Genau so lerne ich das auch meine Kinder. Auch auf einer Privatstrasse gibt es Verkehr. Anwohner, Besucher, Handwerker, Müllabfuhr usw. kommen und gehen. Eltern die Ihre Kinder zum spielen auf die Strasse schicken handeln komplett verantwortungslos. Zum spielen gibt es Gärten, Schulhausplätze, Spielplätze, Vereine usw. Die Strasse, egal was für eine, ist zum spielen weder gedacht noch geeignet.

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  11. Sonnen Bergler, 10.01.2022, 14:07 Uhr

    Die Busverbindung via Sonnenbergstrasse ist perfekt und fördert den Umstieg auf den ÖV! Doch lieber ganz egoistisch weiterhin den provisorischen Spielplatz einfordern und den Bus auf andere Anwohner abschieben. Ganz nach dem Prinzip – Hauptsache nicht an meinem Haus vorbei. Die Strasse ist KEIN Spielplatz! Lehrt die Kinder besser den Umgang mit dem Verkehr. Ein Wunder, dass es entlang der Schachen-, Luzerner- und Horwerstrasse noch Kinder «überleben». Es liegt einzig und allein in der Verantwortung der «Hüsli»-Besitzer, ihren eigenen Kindern (auf eigene Kosten) einen geeigneten Spielplatz auf ihrem Grundstück zur Verfügung zu stellen. Muss bei jeder anderen Überbauung auch so realisiert werden (siehe Stirnrüti Horw etc.). Andernfalls können die Kinder den neu am Haus vorbei fahrenden Bus benutzen, um zum Spielplatz Gabeldingen zu gelangen. Privilegiert, wer sowas kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt! Zudem, sieht es positiv, vielleicht müsst Ihr alle dank der neuen Busverbindung nicht mehr eure Kinder zur Schule fahren (Sprichwort Eltern-Taxi).

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