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Strassenmusikfestival soll Seetalplatz beleben
  • Kultur
Das «Magazin» am Seetalplatz feiert das ganze Wochenende seine Eröffnung. (Bild: zvg )

«Buskers» erstmalig auch in Luzern Strassenmusikfestival soll Seetalplatz beleben

3 min Lesezeit 14.05.2019, 15:26 Uhr

Erstmals in Luzern wird lokalen Strassenmusikern eine Bühne geboten. Am «Buskers Emmen» bespielen rund um den Seetalplatz unter anderem Cello Inferno oder Tres Roots verschiedene Orte. Damit sollen vor allem auch Luzerner nach Emmen an die Zwischennutzung gelockt werden.

Ob am Bahnhof, in der Luzerner Altstadt oder auf einen kurzen Besuch in der Beiz: Strassenmusiker tauchen auf, um wenig später in derselben Manier mit einigen Fränkli mehr in der Tasche wieder zu verschwinden. Wo und wann die oftmals stadtbekannten Musikerinnen auftauchen, ist nicht absehbar – bis auf dieses Wochenende.

Denn zum ersten Mal findet in Luzern das Strassenmusikfestival «Buskers» statt. Künstlerinnen wie Pink Spider oder der etwas härtere Sound von Cello Inferno werden rund um den Seetalplatz mehrere Orte bespielen. Eine Neuheit, die es in diesem Rahmen in Luzern noch nie gab.

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Andere Schweizer Städte als Vorbild

Was in Städten wie Bern oder Lugano bereits seit mehreren Jahren im grossen Stil stattfindet, wird am 18. und 19. Mai auch rund um den Seetalplatz gefeiert. Während in Bern der Andrang jedes Jahr immens ist und sich auf Facebook mehrere Tausend Personen für den Anlass interessieren, scheint die Nachfrage in Luzern mit rund 300 Interessenten noch relativ bescheiden.

Dies liege jedoch nicht daran, dass das Strassenmusikfestival nicht auf Anklang stosse, meint Andreas Gantner, einer der Organisatoren. Er trat selbst bereits mit seiner Country-Band an einem «Buskers» in Lugano auf und kann von der Stimmung vor Ort nur schwärmen.

«Die faulen Luzerner sollen zum Feiern nach Emmen gelockt werden.»

Andreas Gantner, Organisationskomitee des «Buskers Emmen»

Ganz so gross werde es jedoch in Luzern, zumindest bei dieser ersten Ausgabe, nicht werden. «Das ‹Buskers Emmen› wird in einem viel kleineren, lokaleren Rahmen stattfinden als zum Beispiel in Bern.» Dies sei unter anderem dem fehlenden Budget zuzuschreiben.

Diesen Samstag fand die Eröffnungsparty der Zwischennutzung auf dem Seetalplatz statt.

Das erste Strassenmusikfestival «Buskers» versucht, den Seetalplatz in Emmen vermehrt zu beleben.

(Bild: Robin Schnider)

Wie viele Personen tatsächlich kommen, sei schwer abzuschätzen. Zusätzliche Infrastruktur wie Transportmittel seien wohl nicht nötig. Dafür sei die Nachfrage dann wahrscheinlich doch zu klein, schätzt Gantner. Ein stückweit auch, weil das Festival nicht unmittelbar im Zentrum Luzerns, sondern etwas nördlich durchgeführt wird: «Der Nordteil der Stadt Luzern soll durch das Festival belebt werden.»

Infos zum «Buskers Emmen»

Das «Buskers Emmen» findet am 18. und 19. Mai rund um den Luzerner Seetalplatz statt. Die Strassenkünstlerinnen werden von 13 bis 17 Uhr beim Nordpol, Tramhüsli, Bahnhof Emmenbrücke und auf dem Sonnenplatz spielen. Ab 17 Uhr finden die Konzerte auf der Brache des NF49 am Seetalplatz statt. Am Sonntag wird ab 10 Uhr ein Brunch und Musik im Magazin angeboten.

«Die faulen Luzernerinnen sollen zum Feiern nach Emmen gelockt werden.» Deshalb benannten die Organisatorinnen das Festival auch bewusst «Buskers Emmen» und nicht «Buskers Luzern». Schliesslich gebe es nicht nur rund um den Luzerner Bahnhof Kultur zu sehen, so der 33-Jährige.

Nur der Anfang einer langen Veranstaltungsreihe

Auch die Künstlerinnen selbst seien meist aus Emmen oder Reussbühl. «Von eher harter Musik über Hip-Hop bis zu Singer-Songwritern ist alles dabei», sagt Gantner. «Das Kriterium war vor allem, dass die eigenen Instrumente einfach auf- und abzubauen sind.» Riesige Verstärker oder grosses Equipment sei dabei eher fehl am Platz.

«Bei schlechtem Wetter ist wohl unser Improvisationstalent gefragt.»

Andreas Gantner, Organisationskomitee «Buskers Emmen»

Immerhin wäre, je nach Wetter, auch schnelles Umdisponieren angesagt. «Bei schlechtem Wetter ist wohl unser Improvisationstalent gefragt», so Gantner. Vieles könne ins Magazin am Seetalplatz oder zum Beispiel ins Tramhüsli verlegt werden. Bei den anderen Konzerten wie zum Beispiel am Nordpol müsste man sich spontan etwas einfallen lassen.

Das diesjährige Festival soll nur der Anfang vom «Buskers» in Luzern sein. «Ziel wäre, dass das Buskers auch die nächsten Jahre stattfindet», so Gantner. Falls alles gut laufe, auch im grösseren Stil.  

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