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Spatenstich der Trolleybus-Verlängerung steht an
Stiller Protest: Ebikoner Bürgerliche sind sauer auf VBL

  • Lesezeit: 2 min
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<p>29 Doppelgelenk-Trolleybusse fahren auf dem VBL-Netz.</p>
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29 Doppelgelenk-Trolleybusse fahren auf dem VBL-Netz. (Bild: Wikimedia/Zurflchr)

In einem Brief, den sie der Verkehrsbetriebe Luzern zukommen liessen, zeigen sich bürgerliche Kommissions- und Parteipräsidenten von Ebikon empört über die Verlängerung der Trolleybus-Verlängerung der Linie 1. Als Zeichen des stillen Protests bleiben sie dem bevorstehenden Spatenstich fern.

«Wir sind nach wie vor klar der Überzeugung, dass der Trolleybus mit seinen Oberleitungen kein zukunftsweisendes System mehr ist und nicht nach Ebikon fahren sollte!», das schreiben bürgerliche Kommissions- und Parteipräsidenten von Ebikon in einem Brief, den sie der VBL zukommen liessen.

«Undemokratisch und befremdend»

Im Januar 2018 beschloss der Luzerner Kantonsrat mit 84 zu 28 Stimmen die Trolleybus-Linie vom Maihof bis zur Mall of Switzerland zu verlängern (zentralplus berichtete).

Auch wenn der Luzerner Kantonsrat im Januar 2018 einen demokratischen Investitions-Entscheid gefasst habe, seien die Unterzeichnenden des Briefes an die VBL der Ansicht, dass dabei die Meinung der betroffenen Bevölkerung übergangen worden sei: «Leider konnten die Ebikoner Stimmbürger nie zu diesem für unsere Gemeinde einschneidenden Projekt Stellung nehmen. Das finden wir sehr undemokratisch.»

In der Vergangenheit sind deshalb bereits zahlreiche Einsprachen eingegangen (zentralplus berichtete).

Dass die VBL nach Ebikon kommt, um den Baustart mit einem öffentlichen Spatenstich zu feiern, befremde sie sehr. In dem Brief melden sie sich deshalb für den Spatenstich ab «und werden als Zeichen des stillen Protestes dem Spatenstich fernbleiben.»

«‹Wäschleinen werden Hauptstrasse noch stärker trennen»

Bestärkt würden sich die bürgerlichen Kommissions- und Parteipräsidenten durch die weiteren Fortschritte in der Entwicklung von batteriebetriebenen Elektrobussen mit Schnellladesystemen fühlen. «Die ‹Wäschleinen› der von der VBL verwendeten konventionellen Elektrobusse jedoch werden unsere Hauptstrasse, die bereits jetzt schon unsere Gemeinde stark halbiert, optisch noch stärker trennen», schreiben die sie in ihrem Brief.

Seit Jahren sei es den Ebikonern ein grosses Anliegen, das Zentrum durch eine bessere Strassengestaltung aufzuwerten. «Dieses Anliegen wird mit dem Erstellen der wuchtigen Oberleitung, die fast 200 neue Masten erfordert, in Zukunft nur schwierig zu erfüllen sein. Das gibt uns zu denken.»

Die Unterzeichnenden seien sich sicher, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren gute alternative Systeme auf dem Markt geben werde. Weder die Besuchersituation der Mall of Switzerland noch das prognostizierte Wachstum in Rontal erfordere ein rasches Vorgehen in Sachen Busssystemen.

Unterzeichnet wurde der Brief von Doris Mattmann-Berchtold (Präsidentin Controlling-Kommission), Patrick Gunz (Co-Präsident CVP Ebikon), Christian Straub (Präsident PUEK), René Friedrich (Präsident FDP Ebikon), Stefan Bühler (Präsident SVP Ebikon) und Alex Fischer (Co-Präsident CVP Ebikon).

 

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1 Kommentare
  1. Markus Gehrig, 29.09.2018, 15:14 Uhr

    Leider konnten die Luzerner Stimmbürger nie zur Mall of Switzerland, diesem für unsere Region einschneidenden Projekt Stellung nehmen. Das finde nämlich ich sehr undemokratisch!

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