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Steht Simion kurz vor der Vertragsverlängerung mit dem EVZ?
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Die Zeichen stehen gut, dass Dario Simion (verfolgt vom Berner Marc Kämpf) auch nächste Saison das Dress der Zuger tragen wird. (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Sportchef Reto Kläy meldet gegenseitiges Interesse Steht Simion kurz vor der Vertragsverlängerung mit dem EVZ?

4 min Lesezeit 05.11.2019, 16:54 Uhr

Während der Nati-Pause verlagert sich das Geschehen vom Eis der Bossard-Arena ins Büro von EVZ-Sportchef Reto Kläy: Wer kommt neu? Wer muss gehen? Wer bleibt? Bei den Stürmern Dario Simion (25) und Sven Leuenberger (20) scheint sich eine Vertragsverlängerung abzuzeichnen.

Was hat Simion einigen Teamkollegen im EVZ voraus? Er weiss, wie Meister geht. Diese wichtige Erfahrung haben nur noch Goalie Leonardo Genoni, Goalgetter Grégory Hofmann, Sven Senteler, Jan Kovar und Oscar Lindberg gemacht. Und Jérôme Bachofner sowie Erik Thorell zumindest als Ergänzungsspieler.

Jetzt kann man aber sagen, dass der seit Beginn der letzten Saison unter Vertrag stehende Simion bei den Zugern längst nicht immer meisterlich aufgespielt hat. In Zahlen ausgedrückt: In der abgelaufenen Meisterschaft brachte es der Tessiner Flügel in 58 Spielen auf 12 Tore und 9 Assists, in der aktuellen hält er sich bei 3 Toren und 5 Assists in 17 Spielen.

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Kläy: «Es passt zwischen ihm und dem Trainer»

In der Gedankenwelt von EVZ-Sportchef Reto Kläy ist das Potenzial bei der Bewertung eines Spielers der entscheidende Parameter. Er sagt deshalb über Simion: «Er hat alles, um ein Topspieler in der Liga zu sein. Er hat die Härte, um sein Spiel durchzusetzen. Er kann Powerplay, er kann Tore schiessen und eine hohe Intensität gehen.»

Seine Worte lassen auf ein gesteigertes Interesse der Zuger an einer Verlängerung der Zusammenarbeit über die laufende Saison hinaus schliessen. Aber wie sieht es auf Spielerseite aus? Kläy: «Das Interesse ist beidseitig. Unsere Erwartungshaltung deckt sich mit jener des Spielers, was die sportliche Zukunft betrifft. Zudem passt es in der Zusammenarbeit zwischen dem Spieler und dem Trainer.»

Auch wenn der EV Zug zu einer sportlich attraktiven Adresse im Schweizer Eishockey geworden ist – am Ende gibt nicht selten die Höhe des Entgelts den Ausschlag für die Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier.

Wie weiter mit den Schweizer EVZ-Centern?

Hoch im Kurs steht bei der sportlichen Führung der Zuger auch Sven Leuenberger. Der Vertrag des 20-jährigen Centers, der in den letzten Playoffs bis in den Final seinen Mann stand, läuft allerdings nicht am Ende dieser Saison aus. Sondern erst 2020/21.

«Spätestens bis in einem Jahr kann ich mir noch Zeit lassen und dabei die Weiterentwicklung des Spielers beobachten.»

EVZ-Sportchef Reto Kläy

Zeitlich betrachtet besteht also kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Dennoch hat sich Kläy überlegt, bei Leuenberger vorzeitig Nägel mit Köpfen zu machen, was eine Verlängerung der Zusammenarbeit über die nächste Saison hinaus betrifft. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der EVZ jeweils Bedarf an mindestens fünf Mittelstürmern hat, um eine lange Saison ohne grössere Personalsorgen durchzustehen.

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Ab nächster Saison besitzen mit Sven Senteler, der seinen Vertrag am Anfang dieser Woche verlängert hat (zentralplus berichtete), Yannick-Lennart Albrecht, Sven Leuenberger und Yannick Zehnder gleich alle vier Schweizer Center einen auslaufenden Vertrag. Dazu sind in der Personalplanung der Zuger für gewöhnlich zwei ausländische Mittelstürmer vorgesehen: Oscar Lindberg hat eine beidseitig einlösbare Option für nächste Saison – und Jan Kovar mit Kläy einen grossen Bewunderer seiner bisweilen überragenden Spielkunst.

Kläy lässt sich noch Zeit mit Leuenberger

Kommt dazu, dass ein Perspektivspieler wie Leuenberger Begehrlichkeiten von Liga-Konkurrenten wecken kann. Trotz all den Gesichtspunkten, die eigentlich für ein zügiges Handeln im Falle von Leuenberger sprechen, kam Kläy zum Schluss, sich Zeit zu nehmen: «Ich muss mich ja erst bis in einem Jahr entscheiden und kann dabei erst noch die Weiterentwicklung des Spielers beobachten.»

«Bis jetzt habe ich jedenfalls noch keine Abwanderungsgelüste seinerseits signalisiert bekommen.»

Für Leuenberger, so glaubt der EVZ-Sportchef, komme das Thema Vertragsverlängerung in diesem Herbst noch zu früh. Er verbindet seine Ansicht mit dem Fakt, dass auch der Vertrag von Trainer Dan Tangnes zum Ende der übernächsten Saison auslaufe.

Wer wird Zugs Übungsleiter ab der Saison 2021/22 sein? Für einen Spieler ist es in der Tat nicht unerheblich zu wissen, mit welchem Cheftrainer er künftig zusammenarbeiten wird.

Kläy kennt Leuenberger als «geerdeten Typen, der im Hier und Jetzt lebt. Er konzentriert sich darauf, seine letzte Saison zu bestätigen. Bis jetzt habe ich jedenfalls noch keine Abwanderungsgelüste seinerseits signalisiert bekommen.»

In der National League gibt es ausserhalb von Zug nicht mehr viele Adressen, wo man sich als junges Talent spielerisch weiterentwickeln und Meister werden kann.

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