Mail-Affäre: Zuger Kaderpolizist verlässt das Korps
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Auszug aus dem Mailverkehr, der zentralplus zugestellt wurde. (Bild: ber)

Untersuchung der Zuger Polizei sistiert Mail-Affäre: Zuger Kaderpolizist verlässt das Korps

2 min Lesezeit 3 Kommentare 16.12.2020, 10:34 Uhr

Ein Zuger Kaderpolizist soll eine Mitarbeiterin gestalkt haben. Dieser Vorwurf ging aus einem Mailverkehr hervor, der vertrauliche Informationen beinhaltete. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eröffnete daraufhin ein Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung. Dieses wurde nun sistiert.

Zwei Frauen haben im Dezember 2019 in E-Mails schwere Vorwürfe gegen einen Kadermann der Zuger Polizei erhoben. Von einer Emailadresse der Zuger Polizei aus wurden Mails an Redaktionen und über 350 Privatpersonen weitergeleitet. Darin wird ein Kadermann der Zuger Polizei beschuldigt, eine Frau gestalkt zu haben.

In der Folge wurden die Polizistin und der Polizist, die ein Verhältnis gepflegt haben sollen, vom Dienst suspendiert (zentralplus berichtete). Die Zuger Polizei hat daraufhin eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, welche durch Zürcher Strafverfolgungsbehörden geführt wurde.

Die Zuger Strafverfolgungsbehörden halten fest, dass keine Hinweise gefunden werden konnten, dass die Mitarbeiterin die E-Mail-Nachricht versendet hat. Die Ermittlungen nach einer Drittperson als Absender haben zu keinem Ergebnis geführt.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat deshalb das im Dezember 2019 eröffnete Strafverfahren sistiert, wie sie am Mittwoch mitteilt.

Im Fokus der polizeilichen Ermittlungen stand die Frage, ob die Mitarbeiterin das E-Mail tatsächlich versendet und dadurch eine Amtsgeheimnisverletzung begangen hat oder ob eine Drittperson durch unbefugtes Eindringen in eine Datenverarbeitungsanlage für den Versand
verantwortlich ist.

Zeitgleich teilte die Sicherheitsdirekton mit, dass der Chef der Sicherheitspolizei des Kantons Zug seine Stelle «im gegenseitigen Einvernehmen» verlässt.

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3 Kommentare
  1. grubma, 16.12.2020, 20:28 Uhr

    Schlicht skandalös! Und dafür braucht man 12 Monate um zu solch einem Resultat zu kommen? Was läuft bei den Zuger Behörden alles noch schief? Da füttert man diese 3 noch ein Jahr durch und er darf dann gehen. Was läuft mit der Sekretärin und der Polizistin? Die Sicherheitsdirektion gilt mehr als nur befangen. Wenn dann eben der vorstehende Regierungsrat ja auch eigene Sexeskapaden zu verzeichnen hatte, so scheint das in dieser Direktion einfach nur „normal“ zu sein. Vielleicht gilt es auch schon als „chic“, sich so zu benehmen. Fortsetzung folgt!

  2. Gery Weber, 16.12.2020, 12:15 Uhr

    Beweise wofür? Dass keine Beweise gefunden worden sind? Das wird naturgemäss etwas schwierig… Glauben tu ich an diese Darstellung allerdings nicht.

  3. Josef Bettonagli, 16.12.2020, 11:59 Uhr

    Aus dieser Sache geht nicht hervor was eigentlich abgelaufen ist??
    Wenn schon im Internet veröffentlicht wird erwarte ich auch Beweise!

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