Stadtrat will den Bau einer Luftseilbahn durch die Stadt Zug prüfen
  • Politik
Die ALG wollte die Zugerbergbahn verlängern - der Stadtrat hat noch grösseres vor. (Bild: Facebookseite Zugerberg Bahn)

Pendeln in luftiger Höhe? Stadtrat will den Bau einer Luftseilbahn durch die Stadt Zug prüfen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 16.04.2020, 18:01 Uhr

Eine Verlängerung der Zugerbergbahn, hatte die ALG gefordert. Der Zuger Stadtrat lehnt dies zwar ab, überrascht nun aber mit einer noch gewagteren Vision.

ALG-Parlamentarier Patrick Steinle hatte in einem Postulat gefordert, dass die Zugerbergbahn bis zur Stadtbahnhaltestelle Oberwil verlängert wird. Eine Zwischenstation sollte die Verknüpfung ans Quartier und die Buslinie gewährleisten, so die Idee.

Der Zuger Stadtrat hat dafür kein Gehör, wie nun aus seiner Antwort auf den Vorstoss hervor geht. Man wolle den Massentourismus auf dem Zugerberg nicht auch noch fördern, schreibt er sinngemäss. Zudem werde kostentragender Betrieb der Bergbahn aufgrund des Schneemangels im Winter immer schwieriger.

Zukunftsträchtiges Verkehrsmittel?

Die Stadtregierung überrascht nun aber mit einer Vision, die weit über die Forderung der ALG hinaus geht. Wie sie im zweiten Teil des Berichts schreibt, möchte sie gerne ein Luftseilbahnsystems im Sinne eines alternativen, zukunftsträchtigen Verkehrsmittels für die Stadt Zug prüfen.

Dem Stadtrat schwebt ein Luftseilbahnsystem auf den wichtigsten Pendlerstrecken von und in die Stadt vor. Diese Routen befänden sich jedoch nicht zwischen der Schönegg und Oberwil, sondern eher zwischen den Gemeinden im Geviert Cham, Baar, Steinhausen, Zug und allenfalls zwischen den Berggemeinden und Zug, wie es im Bericht heisst.

Zwar wäre ein solche Projekt städtebaulich und technisch sehr anspruchsvoll und teuer. Und auch der Landschaftsschutz brächte grosse Herausforderungen mit sich. Trotzdem: «Im Rahmen des Mobilitätskonzepts könnte dieses zukünftige Luftseilbahnsystem näher geprüft und das Potenzial ausgelotet werden», finder der Stadtrat. Er ist demnach bereit, eine Vorstudie inklusive Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu machen.

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1 Kommentare
  1. Paul Stopper, 17.04.2020, 14:06 Uhr

    Liebe Stadtväter und -mütter
    Ich begreife nicht, weshalb Sie gegen den sinnvollen Vorschlag für eine Verlängerung der Zugerbergbahn sind. Der Anschluss an die Zuger Stadtbahn – ein Vorzeigeobjekt – wäre sehr sinnvoll.
    Die Luftseilbahn-Ideen müsst ihr begraben. Das wird zu gar nichts als zu Planungskosten für ein Phantom führen. Oder wollen Sie eigentlich gar nichts und vertrösten auf ein zum Vorne herein aussichtsloses Unterfangens? Zürich hat solche Spinnereien schon vor Jahren untersucht und kommt zu negativen Schlüssen, aber auch andere Städte (Konstanz, etc.). Muss jetzt Zug nochmals prüfen? Die arbeitslosen Planungsbüros wird’s freuen!
    Von welchem Beamten stammt auch diese – sorry – „Furz“-Idee? Die Fasnacht und der 1. April sind doch vorbei.
    Luzern hat dasselbe Problem. Die dortigen grünen Stadträte wollen eigentlich auch nichts und vertrösten immer auf das Gesamtkonzept. Ausser der Ablehnung der Metro haben Sie aber noch gar nichts erreicht – und das seit bald 50-60 Jahren – seit der Aufhebung des Trams. Wenn nicht Herr Büttikofer und sein Vorgesetzter Regierungsrat die vernünftige Zuger Stadtbahn errichtet hätten, hätte auch die Region Zug nichts.

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