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Stadtrat sagt Ja zur offenen Regenbogenstadt Luzern
  • Politik
Die BDP der Stadt Luzern will Luzern zur offenen Regenbogenstadt machen. (Bild: Montage les)

Beitritt zu Netzwerk wird jedoch abgelehnt Stadtrat sagt Ja zur offenen Regenbogenstadt Luzern

2 min Lesezeit 25.05.2018, 16:00 Uhr

Die BDP engagiert sich in Luzern stark für LGBTI-Themen. Mit einem Bevölkerungsantrag wollte sie die Stadt Luzern dazu bewegen, dem «Rainbow Cities Network» beizutreten. Der Stadtrat signalisiert zwar Offenheit bei diesem Thema, lehnt ein Beitritt zu diesem Netzwerk jedoch aus Ressourcengründen ab.

Luzern soll eine Übereinkunft unterzeichnen, welche Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung bekämpft. Dies fordert die BDP Stadt Luzern in einem Bevölkerungsantrag (zentralplus berichtete). Mit dem Beitritt zum «Rainbow Cities Network» soll ein Zeichen der Offenheit und gelebten Gesellschaftsliberalität gesetzt werden.

Nun hat sich der Luzerner Stadtrat mit dem als Postulat zu behandelnden Antrag auseinandergesetzt. Er teile die generellen Ziele der Rainbow Cities. Als Zentrumsstadt soll und will Luzern diesbezüglich Offenheit signalisieren und leben. «Die Stadt verpflichtet sich der Achtung von Vielfalt», heisst es in der Antwort. 

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Ein Beitritt zum Netzwerk lehnt die Stadt jedoch wegen zu hohem Ressourcenbedarf ab. Eine Mitwirkung würde personelle Aufstockungen notwendig machen. Sinnvollerweise würden zugleich Pensen für die Gleichstellung von Mann und Frau gesprochen, da in gewissen Teilbereichen Schnittstellen bestehen. Der Stadtrat hat bisher davon Abstand genommen. 

Luzern mit grossem Angebot 

In Anbetracht der grossen Engagements verschiedener lokaler Organisationen erscheint es dem Stadtrat angemessen, die Möglichkeit zu prüfen, wie diese spezifisch gefördert werden könnten. Diese Unterstützung soll über die bisherige Veranstaltungsförderung hinausgehen. Zudem zeigt sich der Stadtrat bereit, die konkreten finanziellen und personellen Folgen für die Stadt Luzern bei einer Mitgliedschaft des Rainbow Cities Network zu prüfen.

Als Beispiele für das Engagment im LGBTI-Themenfeld nennt die Stadt Luzern folgende Projekte: Milchjugend, Kopfkino, Queer Office, Pink Panorama, FELS, GGL – das andere Schulprojekt, Queer Bad und die Milchbar. Nach Einschätzung von Exponenten der Community dürfte das Angebot in Luzern als besonders gross eingeschätzt werden.

BDP hofft auf Öko-Allianz

Die BDP des Kantons Luzern reagiert zum einen erfreut, dass der Stadtrat den Bevölkerungsantrag der BDP teilweise entgegennimmt. Dennoch hätte es die Partei, die im Stadtparlament nicht vertreten ist, lieber gesehen, der Stadtrat wäre einen Schritt weiter gegangen. Nun setzt die BDP ihre Hoffnungen auf die Mehrheit von SP, Grünen und GLP im grossen Stadtrat, damit der Beitritt beschlossen und eine fehlende Gleichstellungsstelle für alle geschaffen wird, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Die BDP Luzern engagiert sich stark im LGBTI-Bereich (zentralplus berichtete). Erst kürzlich lancierte die Partei auch eine Kampagne dazu:

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