Stadtrat Luzern will 1,6 Millionen für neuen Fluhmühlepark
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So soll der neue Park aussehen (Bild: Visualisierung: Ulrike Pürschel Dipl. Ing. für Landschaftsarchitektur)

«Meilenstein für Quartierentwicklung» Stadtrat Luzern will 1,6 Millionen für neuen Fluhmühlepark

3 min Lesezeit 5 Kommentare 09.09.2021, 11:07 Uhr

Der Stadtrat beantragt beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 1,63 Millionen Franken für den Neubau des Quartierparks Fluhmühle. Er soll den Park ersetzen, der wegen Bauarbeiten an der Kantonsstrasse geschlossen werden musste.

Die Hauptstrasse zwischen Reussbühl und Kreuzstutz wird zurzeit saniert und verbreitert, damit Radwege und in Richtung Emmenbrücke eine Busspur realisiert werden können. Diese Arbeiten hatten auch Auswirkungen auf den Fluhmühlepark bei der Einfahrt in den Fluhmühlerain. Der Park wurde 2011 im Rahmen des Quartierentwicklungskonzepts realisiert und musste Anfang 2021 geschlossen werden. Der Kanton benötigt das Grundstück als Baustelleninstallationsplatz für die Sanierung der Kantonsstrasse.

Die Stadt hat sich deshalb für einen Ersatz eingesetzt. «Da ein grosszügiger Park in der Fluhmühle aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsvorstellungen der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer vorläufig nicht realisiert werden kann, will der Stadtrat im Bereich der Bahnunterführung von der Fluhmühle zur Lindenstrasse einen Park in reduzierter Form realisieren», heisst es in einer Mitteilung.

Teil eines grösseren Aufwertungsprojekts

Der Grosse Stadtrat hat im Juni 2021 dem Bebauungsplan Lindenstrasse und den entsprechenden Änderungen der Bau- und Zonenordnung Littau zugestimmt, und damit die planungsrechtliche Grundlage geschaffen, um an diesem Standort einen neuen Grünraum zu schaffen. Für den Erwerb des Grundstücks und die Erstellung des Parks beantragt der Stadtrat nun beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von
1,63 Mio. Franken. Das Parlament wird voraussichtlich am 11. November 2021 über den Baukredit entscheiden.

«Da der alte Fluhmühlepark bereits letztes Jahr geschlossen werden musste, soll der neue Quartierpark möglichst schnell realisiert werden», schreibt der Stadtrat. Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten im Sommer 2022 beginnen und Ende 2022 beendet sein.

Quartierbewohner konnten mitreden

Die Gestaltung des Parks wurde in einem partizipativen Prozess mit der Quartierbevölkerung erarbeitet. «Die zentrale Herausforderung war, das Areal trotz Hanglage zu einem attraktiven und identitätsstiftenden Begegnungsort zu machen», blickt der Stadtrat auf den Prozess zurück. Die Hauptattraktion des Parks solle eine Holzkonstruktion mit Netzen und Seilen zum Klettern, Balancieren und Schaukeln sein. «Sie kann von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermassen genutzt werden – als Spielgerät, als Sitzgelegenheit oder um sich in den Netzen und Hängematten zu erholen und die Natur zu geniessen», skizziert die Stadt die Idee.

Weiter solle ein Kiesplatz mit Picknicktischen und Bänken entstehen, auf dem wie von der Quartierbevölkerung gewünscht Boule und Boccia gespielt werden kann. Zudem würden bauliche Massnahmen umgesetzt, die dem Schutz des neuen Quartierparks vor Naturgefahren dienen.

Visualisierung: Ulrike Pürschel, Dipl. Ing. für Landschaftsarchitektur

«Meilenstein für die Aufwertung des Quartiers»

Gemäss Stadtrat gibt die vorgesehene Gestaltung der Stadt Handlungsspielraum, um auf zukünftige Entwicklungen im Quartier reagieren zu können. Auch eine spätere Erweiterung des Parks sei folglich nicht ausgeschlossen. «Für den Stadtrat ist der neue Fluhmühlepark ein weiterer Meilenstein für die Aufwertung des Quartiers Fluhmühle-Lindenstrasse», heisst es aus dem Stadthaus.

Seit der Fusion von Littau und Luzern 2010 hat die Stadt Luzern mit Beteiligung der Quartierbevölkerung und den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zahlreiche Projekte realisiert. Neben dem Fluhmühlepark sind dies unter anderem die Quartierarbeit mit einem Büro an der Lindenstrasse, das Frauencafé, Spielnachmittage für Kinder, das Quartierfest, das Lindenstrassenfest, Urban Gardening sowie die Baumpflanzungen an der Lindenstrasse.

Mit dem Bebauungsplan Lindenstrasse und den entsprechenden Änderungen der Bau- und Zonenordnung Littau wurden planungsrechtliche Grundlagen geschaffen, die Aufwertung des Quartiers weiter voranzutreiben. Zusammen mit der geplanten Umgestaltung der Lindenstrasse, der Aufwertung des Kinderspielplatzes und mit der Gesamtsanierung der Fluhmühle-Passerelle wird der neue Quartierpark Fluhmühle das Erscheinungsbild des Quartiers nachhaltig verändern und die Lebensqualität im Quartier steigern.

Visualisierungen: Ulrike Pürschel, Dipl. Ing. für Landschaftsarchitektur

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5 Kommentare
  1. Rentner, 10.09.2021, 09:45 Uhr

    Hm ist das nicht das Slum Quartier das nun zu Luzern gehört ,und Erholen Autobahn, Flugzeuge, Eisenbahn, sollte man da nicht besser eine Schall Dichte Kugel um den Park, machen,

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  2. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 09.09.2021, 13:34 Uhr

    Das wird der neue Görlitzer Park von Luzern!

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  3. Pascal, 09.09.2021, 12:25 Uhr

    Ist zwar nur am Rand Thema im Artikel, aber warum werden die Busspuren zwischen Kreuzstutz und Schiff stadtauswärts realisiert und nicht stadteinwärts?

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    1. mvonrotz, 09.09.2021, 13:12 Uhr

      Weil der möglichen Maximalbreite der Strasse von der Eisenbahnlinie auf der einen Seite und den bestehenden Häusern und Felsen auf der anderen Seite ein Limit gesetzt ist.

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      1. Pascal, 09.09.2021, 13:36 Uhr

        Beides geht nicht, ja, aber eine Bussspur stadteinwärts würde gleich viel Platz benötigen wie eine Busspur stadtauswärts. Und in der Vergangenheit staute sich der Verkehr inkl. Bus primär stadteinwärts…

        1 👍 Gefällt mir 0 👏 Applaus 0 🤔 Nachdenklich 0 👎 Daumen runter
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