Stadt Zug: Wohin kommt der neue Ökihof?

2 min Lesezeit 03.02.2016, 16:39 Uhr

Die Stadt muss die Suche nach einem neuen Standort für den Ökihof erneut wieder aufnehmen: Die angedachte Zusammenarbeit mit den Wasserwerken Zug im Gebiet Unterfeld kann nicht realisiert werden. Grund dafür ist, dass die WWZ ihr Grundstück für eine Zentrale des Energieverbunds Zug benötigen.

Rund 40’000 Menschen besuchen jeden Monat den Ökihof beim Güterbahnhof der Stadt Zug. Doch ob dieser Standort längerfristig erhalten werden kann, ist ungewiss. Deshalb sucht die Stadt schon seit längerer Zeit einen neuen Standort. Eine Projektgruppe mit Vertretern aus Stadtregierung, Parlament und Verwaltung hat verschiedenen Optionen geprüft, unter anderem auch den Bau eines Ökihofs durch die WWZ beim neuen Unterwerk Herti, welchen die Stadt im Sinne einer Privat-Public-Partnership gemietet hätte.

Projekt gescheitert

Doch in der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass sich dieses Vorhaben nicht realisieren lässt, schreibt die Stadt Zug in einer Mitteilung. «Die WWZ planen einen grossen Energieverbund in Zug. Die Projektierung schreitet zügig voran», erklärt Andreas Widmer, CEO der WWZ. Der Energieverbund Zug wird massgeblich zum Erreichen der Energieziele der Stadt beitragen, so Widmer. «Doch die Standortsuche für den Bau der nötigen Energiezentralen ist im dicht besiedelten städtischen Gebiet anspruchsvoll. Wir haben daher entschieden, unser Land beim Unterwerk Herti für den Energieverbund Zug zu nutzen. Ein Ökihof wäre zwar grundsätzlich noch möglich, aber mit hohen Mehrkosten für die Stadt verbunden.»

«Wir müssen alternative Wege prüfen. Das kostet Zeit und ist bedauerlich», sagt Stadtrat André Wicki, Vorsteher Baudepartement. «Gleichzeitig sehen wir die Sachzwänge der WWZ. Und es ist auch im Sinne der Stadt, dass der Energieverbund, den ich als Generationenprojekt betrachte, rasch voranschreitet.»

Gebiet Göbli rückt in den Fokus

Nun treibt das Baudepartement die erneute Suche nach einem Ökihof-Standort voran. Im Fokus steht das Gebiet Göbli, wo die Stadt strategische Landreserven besitzt. Andererseits sind auch am bisherigen Standort am Güterbahnhof die Würfel noch nicht gefallen. Dort kann der Ökihof sicher bis 2019 betrieben werden. Danach wollen die SBB dieses Areal überbauen (zentral+ berichtete). Der Grosse Gemeinderat hat jedoch eine Motion überwiesen, welche eine Überbauung des Areals verhindern soll.

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