Stadt Zug soll ab 2030 alle Gebäude nachhaltig betreiben
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Geht es nach ALG, GLP und CSP, soll die Stadt Zug ab 2030 nur noch mit erneuerbaren Energien heizen.

ALG, GLP und CSP reichen Vorstoss ein Stadt Zug soll ab 2030 alle Gebäude nachhaltig betreiben

2 min Lesezeit 30.01.2020, 07:01 Uhr

Die Stadt Zug soll vorwärts machen und ihre Liegenschaften bis 2030 möglichst komplett auf erneuerbare Energien umrüsten. Dies ist der ambitionierte Plan von ALG, GLP und CSP. Damit möchte man die Ziele des Pariser Klimaabkommens früher erreichen als bislang vorgesehen.

«Die Stadt Zug betreibt sämtliche Liegenschaften spätestens ab 2030 ausschliesslich mit Energie aus erneuerbaren Quellen. Dabei produziert sie mindestens 20 Prozent des Strombedarfs selbst durch eine konsequente Nutzung von Dach- und Fassadenflächen, die für die Stromproduktion geeignet sind.» So lautet die Forderung einer Motion, welche die Parteien ALG, CSP und GLP am Donnerstag eingereicht haben.

Da neben dem Verkehr, dem Handel und der Industrie insbesondere der Bau und der Betrieb von Gebäuden sehr viel Energie benötige, entstünden grosse CO2-Emmissionen, sofern diese aus fossilen Energieträgern gewonnen werden, so die drei Parteien.

«Finanzielle Mittel sind vorhanden»

Zug solle so mit einem guten Beispiel vorangehen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens von Netto-Null Emmissionen 2025 zu erreichen. «Um Erfahrungen zu sammeln und insbesondere um die Machbarkeit aufzuzeigen, ist es sinnvoll, wenn die Stadt Zug beim eigenen Gebäude- bestand vorangeht und versucht, das Ziel deutlich früher zu erreichen», heisst es in dem Vorstoss. Die Stadt Zug verfüge über ausreichend finanzielle Mittel, um in dieser Hinsicht rasch tätig zu werden.

«Während dem die Wasserkraft im Kanton Zug wie auch in der ganzen Schweiz schon fast vollständig ausgeschöpft ist, gibt es insbesondere für die Solarenergie noch grosses Potenzial. Hier soll die Stadt Zug vorangehen und durch konsequente Stromsparbemühungen einerseits, durch das Ausnutzen möglichst vieler geeigneter Dach- und Fassadenflächen der eigenen Liegenschaften für Photovoltaikanlagen andrerseits, bis 2030 eine Eigenproduktionsquote (übers Jahr gerechnet) von mindestens 20% erreichen», lautet die klare Forderung der drei Parteien.

Unabhängig vom Öl werden

Bei vermieteten Objekten sei ausserdem gemeinsam mit dem Energiedienstleister ein Modell –wie die Mieter zu günstigen Konditionen Solarstrom von der jeweiligen Liegenschaft beziehen können. Unter anderem mit dieser Massnahme könne man unabhängig vom Erdöl werden, das meistens in nicht-demokratischen Staaten gefördert werde.

Folglich fordern CSP, GLP und ALG vom Stadtrat eine Liste mit den Gebäuden erstellen, die mit Gas oder Öl beheizt werden und aufzeigen, bis wann er diese Liegenschaften energietechnisch sanieren möchte.

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