Stadt sperrt Apothekergärtli bei der Ufschötti an Wochenenden
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Das Apothekergärtli auf dem Dach der Motorboothalle bei der Ufschötti bleibt bis 16. August an Wochenenden nachts gesperrt. (Bild: Andreas Busslinger / AURA)

Zu viel Party Stadt sperrt Apothekergärtli bei der Ufschötti an Wochenenden

2 min Lesezeit 10 Kommentare 06.08.2020, 07:59 Uhr

In der kleinen Parkanlage wird nachts an Wochenende vor allem eines gemacht: Lärm und Abfall. Auch der Drogenkonsum ist ein Grund, warum die Stadt Luzern nun durchgreift.

Abfallberge, Vandalismus und nächtlicher Lärm: Die Ufschötti bereitet der Stadt Luzern Sorgen. Deshalb hatte sie bereits öffentlich darauf hingewiesen, dass Littering strafbar ist. Besonders nach sommerlichen Wochenendabenden haben die Mitarbeiter des Strasseninspektorats viel zu tun.

Doch nun hat die Stadt reagiert. Denn auch das Dach der Motorboothalle, die direkt an die Ufschötti grenzt, ist ein beliebter nächtlicher Treffpunkt. Littering und Lärm sind nicht die einzigen Probleme: Auch Drogenkonsum findet in der Grünanlage statt.

Abfall, Lärm, Drogen

«Die Polizei hat uns am 27. Juli um eine temporäre, ausserordentliche Sperrung des Apothekergärtlis bei der Ufschötti ersucht», sagt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern, der «Luzerner Zeitung». Grund seien Klagen über Nachtruhestörungen und Littering gewesen. Die Polizei selbst habe bei Kontrollen zudem festgestellt, dass vermehrt Drogen konsumiert würden – legale und vermutlich auch illegale.

Am Wochenende bleibt die Grünanlage von 22 Uhr bis 6 Uhr gesperrt. Tagsüber ist sie zugänglich. Die temporäre Sperrung gilt bis zum Ende der Sommerferien am 16. August.

Das Problem besteht offenbar seit Wochen: Laut Polizeisprecher Urs Wigger hat sich das Apothekergärtli auch wegen der relativ schlechten Beleuchtung zu einem Hotspot entwickelt. Mitte Juli habe der Park sogar einmal ganz geräumt werden müssen. Wigger betont allerdings, dass die Ufschötti nicht der einzige Ort in der Stadt ist, an dem schon Gruppen weggewiesen werden mussten. Auch an diesem Wochenende soll es wieder schön und heiss werden. Zumindest im Apothekergärtli dürfte es dann aber ruhig bleiben.

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10 Kommentare
  1. Oliver Heeb, 07.08.2020, 11:06 Uhr

    Ich möchte auf folgenden Beitrag hinweisen, der kürzlich in der NZZ erschienen ist:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/die-cafeterrasse-ist-tot-es-lebe-der-party-krawall-ld.1569489?mktcid=smsh&mktcval=LinkedIn

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  2. Billie Holiday, 06.08.2020, 14:24 Uhr

    Des Stadtrats bevorzugte Tätigkeitsfelder: Sperren von öffentlichem Raum, Aufpoppen von öffentlichen Räumchen. Konsequenterweise kann man der kulturell bereichernden Festgesellschaft eigentlich nur raten, sich mal auf den Pop-Up-Parks umzusehen. Da geht bestimmt noch was.

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  3. paul, 06.08.2020, 13:53 Uhr

    @ hugo ball
    sehe ich auch so. somit gehen diese leute an neue orte und benehmen sich dort wie sie wollen. problem verschoben und nicht gelöst! ganz schwach.
    finde es schön wenn die leute drausen feiern … aber das mit dem müll und dem randalieren kann i ch nicht begreifen.

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  4. Hugo Ball, 06.08.2020, 08:43 Uhr

    Was soll das bringen? Die Betroffenen werden einfach in die reguläre Ufschötti oder das Alpenquai verschieben. Die nächtlichen Lärmbelästigungen, die krassen Verschmutzungen und der legale und illegale Drogenkonsum werden dann einfach dort stattfinden. Diese grösstenteils gesellschaftlichen Probleme können nicht mit noch mehr Zäunen, immer noch grösseren Abfallkübeln oder Verboten angegangen und gelöst werden, weil wirkungslos.

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    1. Andy Bürkler, 06.08.2020, 13:24 Uhr

      @Ball: Den Zaun würde ich nicht pauschal als wirkungslos taxieren.
      Er müsste halt ziemlich lang sein.
      In Ceuta und Melilla wirkt er schliesslich auch.

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    2. A. Mygdala, 07.08.2020, 09:24 Uhr

      @Andy Bürkeler: Klar, dass noch ein fremdenfeindlicher Kommentar kommen musste. Er zeigt schön, wie eindimensional solche Positionen sind. Ihre Antwort auf die schweizweite Müllproblematik am Nationalfeiertag lautet vermutlich auch «Ausländer raus»…

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    3. Oliver Heeb, 07.08.2020, 11:12 Uhr

      @ A. Mygdala: Zäune hin oder her. In der Stadt Luzern konnten in den letzten Wochen 9 Messerstechereien verzeichnet werden. In einem Fall war ein Schweizer der Täter. Nicht ganz so krasse Proportionen finden wir bei den Insassen in unseren Gefängnissen. Das hat mit Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun. So sehen die Fakten aus. Haben sie einen Lösungsansatz?

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    4. Dunning-Kruger, 07.08.2020, 13:12 Uhr

      Nun, verifizierbare Tatsachen und ideologisch gefärbte und unterminierte Ansichten liegen meistens diametral auseinander und können deshalb unmöglich zu einer kongruenten, faktenbasierten Meinung führen!

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    5. Peter Bitterli, 07.08.2020, 16:28 Uhr

      Aber hallo, Amygdala!
      Das ist stark unterkomplex. Schlagworte und hinkende Vergleiche. Da Sie selbst offenbar über ein sogenanntes „Weltbild“ verfügen, vermuten Sie bei allen Anderen auch ein solches. Es gibt aber Leute, die sich einfach auf der Basis der sie umgebenden Realität Fragen stellen. Braucht man kein Weltbild zu. Zugegeben: Die Antworten sind dadurch etwas schwieriger zu finden.

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    6. A. Mygdala, 07.08.2020, 17:58 Uhr

      @Oliver Heeb: Haben Sie den Artikel gelesen, unter dem Sie hier kommentieren? Es geht darum, dass sich ein urbaner Freiraum zu einem Party-Hotspot mitsamt den zu erwartenden Konflikten entwickelt hat. Viel mehr gibt der Artikel eigentlich nicht her – so weit, so gewöhnlich. Bürklers Ruf nach europäischen Aussengrenzen impliziert in diesem Kontext, dass ImmigrantInnen für die Situation im Apothekergärtli verantwortlich seien. Diese Behauptung ist weder durch den Artikel noch sonstwie belegt, weil es wohl auch einfach Quatsch ist. Es bleibt also ein pauschalisierender und abwertender Kommentar. In meinen Augen ein typisches Beispiel für fremdenfeindliche Ressentiments.

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