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Stadt soll Bike-Boom in richtige Bahnen lenken
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Mountainbike ist im Trend, seit der Coronakrise umso mehr. (Symbolbild: Unsplash/Frans Ruiter)

Trend wirft in Luzern Fragen auf Stadt soll Bike-Boom in richtige Bahnen lenken

2 min Lesezeit 4 Kommentare 12.07.2020, 14:30 Uhr

Immer mehr Menschen entdecken das Mountainbiken als Hobby – auch in Luzern. Die SP will deshalb wissen, ob die Stadt weitere Trails plant und wie sie den Trend so steuern könnte, dass nicht Wald und Wild darunter leiden.

Es ist ein Trend, der dank Corona zusätzlichen Schub erfahren hat: das Velofahren. Besonders Mountainbikes gehörten in den letzten Monaten zu den begehrtesten Objekten im Handel. Auch, weil es immer mehr Produkte mit einem Elektromotor gibt (zentralplus berichtete).

Der Trend hinterlässt auch in der Stadt Luzern Spuren. Im Bireggwald gebe es immer mehr Spontanrouten mit entsprechenden Fahrfurchen, beobachtet SP-Grossstadtrat Cyrill Studer Korevaar, der zum Thema eine Interpellation eingereicht hat. Er vermutet, dass diese oft auf eine falsche Bremstechnik mit blockiertem Hinterrad zurückzuführen seien. Dadurch werde die sensible Waldoberfläche verletzt und bei heftigem Regen entstünden Gräben. «Ausserdem führen Fahrten abseits der dafür vorgesehenen Wege zu zusätzlichem Stress für das Wild.»

Vom Stadtrat will Studer Korevaar deshalb wissen, wie stark die städtischen Naherholungsgebiete durch Bike-Fahrer beansprucht werden und was der Stadtrat unternimmt, um den Trend in die richtigen Bahnen zu lenken.

Gibt’s weitere Trails?

Der SP-Grossstadtrat macht gleich selber Vorschläge: Indem man gewisse Gebiete attraktiv gestalte, könne man dafür sorgen, dass andere Flächen unbefahren bleiben. Als Beispiel nennt Studer Korevaar den Gigeliwald Trail, der vor zehn Jahren realisiert wurde. Der Stadtrat soll darlegen, welche Erfahrungen seither gemacht wurden und ob Trails in weiteren Wäldern vorgesehen sind.

Studer Korevaar betont, dass der Bike-Trend aus Sicht der Gesundheitsförderung und der Naherholung wünschenswert sei. Mit seiner Interpellation will er aber verhindern, dass das boomende Hobby ein störendes Ausmass annimmt.

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4 Kommentare
  1. Tell, 12.07.2020, 22:37 Uhr

    Biker haben im Wald und auch auf Wanderwegen gar nichts verloren. Die sollen sich auf den Strassen austoben.

    1. paul, 13.07.2020, 09:17 Uhr

      auf den strassen …. genau… darum hat man ein mtb. heisst ja auch strassenvelo! ich glaube da fehlt ein bizeli die ahnung von der sache.

  2. paul, 12.07.2020, 20:45 Uhr

    komme gerade vom bireggwald (joggen) ….. waldstrassen werden ausgebaut. neuer kies eingebracht und verbreitert , abgewalzt (für rollerblades?)……. na ja …. hoffe es kommt nicht noch eine belagsmaschine. beim sturmschaden wurde auch mit grossen geräten gearbeitet bei sehr nassen böden …. schäden sieht man heute noch ….. alles wird zugänglich gemacht , ausgebaut, „schöner“ … wie auch immer … ich glaube für die biker finden wir sicher ein zwei drei schöne wege für traills (nicht gewalzte steinstrassen)

    1. Bobi, 12.07.2020, 22:43 Uhr

      Nein, keine Trails. Die Biker haben mit ihrem frevlerischen und rücksichtslosen Verhalten den Goodwill der Bevölkerung und der Behörden verspielt. Der Wald ist keine Turnhalle.

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