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Stadt Luzern überprüft Hochwasserschutz am Gerlisbergbach
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Die Wassermassen des gerlisbach setzten dem Würzenbachquartier zu. (Bild: Leserfoto)

Nach Überschwemmungen Stadt Luzern überprüft Hochwasserschutz am Gerlisbergbach

2 min Lesezeit 1 Kommentar 13.07.2020, 13:56 Uhr

Der Gerlisbergbach überflutete nach den heftigen Regenfällen Anfang Juli das Würzenbachquartier. Nun prüft die Stadt offenbar, ob der Hochwasserschutz verbessert werden soll.

Die Gebäudeversicherung Luzern zählte 400 Schadensmeldungen und schätzt die Schäden auf fast 2,5 Millionen Franken: Die starken Regenfälle von Anfang Juli hielten Feuerwehr und Polizei in Luzern auf Trab (zentralplus berichtete). Insbesondere, dass gleich zwei Mal hintereinander innert kurzer Zeit viel Regen fiel, überforderte die Siedlungsentwässerung mancherorts.

In der Stadt Luzern häuften sich vor allem im Würzenbachquartier, wo der Gerlisbergbach über die Ufer trat, die Schadensmeldungen. Rund 40 Meldungen und ein geschätzter Schaden von «mehreren Hunderttausend Franken», wie ein Experte der Gebäudeversicherung Luzern sagt, sind das Resultat. Nun will die Stadt Luzern die Situation offenbar überprüfen, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Überrascht – aber nicht unvorbereitet

Man sei überrascht gewesen, ob der Wassermassen, die mit dem Gerlisbergbach hinunterkamen sagt Miriam Asanger, Bereichsleiterin Siedlungsentwässerung und Naturgefahren der Stadt Luzern gegenüber der Zeitung.

Aktuell gehe es um die Instandstellung, doch man wolle die Ereignisse anschliessend auch analysieren und vergleichen. Weitere Massnahmen würden auch davon abhängig sein, wie hoch die Gefahr eines Wiedereintretens eines solchen Falles eingeschätzt wird. Klar ist: Die starken Regenfälle von Anfang Juli waren ein kleinräumiges Ereignis, das sehr schwer voraussehbar war.

Die Experten sagen schliesslich, man sei zwar überrascht gewesen, ob der Kraft, die der Bach entwickelt hat, aber nicht unvorbereitet. So werden beim Gerlisbergbach regelmässig Geschiebeansammlungen entfernt, um den Bachlauf frei zu halten. Stadt und Kanton werden nach der Ereignisanalyse entscheiden, was allenfalls getan werden kann, um die Situation am Gerlisbergbach zu entschärfen.

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1 Kommentare
  1. Wildwasserschwimmer, 13.07.2020, 21:22 Uhr

    Man war überrascht ? Hat die Stadt noch nicht bemerkt, dass dieser Bach mindestens einmal pro Jahr über den Geschiebsammler tritt? Übrigens wurde dieser Sammler letztes Jahr neu erstellt und beim ersten heftigen Gewitter hat sich seine tolle Wirkung gezeigt, hat wohl der Lehrling geplant oder wie?

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