Stadt Luzern sucht Mitdenker beim Durchgangsbahnhof
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Der Durchgangsbahnhof wird die Stadt verändern – für die Stadtplanung eine Herausforderung. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Testplanung wird ausgeschrieben Stadt Luzern sucht Mitdenker beim Durchgangsbahnhof

2 min Lesezeit 13.12.2019, 10:12 Uhr

Die Stadt Luzern führt eine Testplanung zum Durchgangsbahnhof durch. Welche Nutzungen und Funktionen rund um den Bahnhof sind in Zukunft gewünscht und sinnvoll? Welche Lösungsansätze führen zu einer ausgewogenen Gesamtsicht zwischen den Themen Mobilität, Siedlung und Freiraum?

Der Durchgangsbahnhof Luzern soll voraussichtlich 2040 in Betrieb genommen werden. Die Planung des Infrastrukturprojekts wird unter Federführung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vorangetrieben. Das BAV, die SBB, die Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden, der Verkehrsverbund Luzern, die Zentralbahn und die Stadt Luzern arbeiten als Partner im Projekt eng zusammen.

Ziel der Stadt Luzern ist es, die Entwicklungen rund um das Infrastrukturprojekt proaktiv zu begleiten. Um eine Vorstellung zu entwickeln, welche Nutzungen und Funktionen rund um den Bahnhof in Zukunft räumlich sinnvoll sind und welche Lösungen es dazu braucht, startet 2020 eine Testplanung. Interdisziplinär zusammengesetzte Teams erhalten die Aufgabe, in einem Zukunftsbild aufzuzeigen, wie der Bahnhof und seine Umgebung mit höherer Kundenfrequenz weiterhin als Mobilitätsdrehscheibe der Stadt und Region funktionieren, wie eine repräsentative Ankunftssituation geschaffen und der Bahnhof attraktiv über verschiedene Eingänge dezentral erschlossen werden kann.

Ein Ziel der Testplanung ist auch aufzuzeigen, wie die flächen- und energieeffizienten Verkehrsmittel (Fuss-, Velo- und Busverkehr) gefördert und die Innenstadt weiter vom Autoverkehr entlastet werden kann. Und dann braucht es bei all den Entwicklungen auch Massnahmen, um die Aufenthaltsqualität aufrechtzuerhalten.

Der neue Bahnhof wird eine Fläche der Luzerner Altstadt frei spielen. Dies lässt die Herzen der Stadtplaner höher schlagen (zentralplus berichtete).

Wer mitreden will, kann sich bewerben

Für die Testplanung sucht die Stadt Luzern drei interdisziplinäre Teams, die sehr gute Kenntnisse in den Fachbereichen Städtebau/Stadtplanung, Mobilität, Bauingenieurwesen und Freiraumplanung mitbringen. Interessierte Teams können ihre Bewerbungsunterlagen bis 7. Februar 2020 einreichen. Die Testplanung wird von einem Gremium begleitet, in dem Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur, Mobilität, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und Soziologie sowie weitere verwaltungsinterne und -externe Fachleute vertreten sind.

Die Testplanung wird im April 2020 gestartet. Die Teams müssen ihre Ergebnisse bis Ende Oktober 2020 einreichen. Die Empfehlungen der Fachleute werden anschliessend in einem öffentlichen Mitwirkungsprozess diskutiert. Die Erkenntnisse aus der Testplanung und der öffentlichen Diskussion fliessen in ein Entwicklungskonzept, das dem Grossen Stadtrat Ende 2021 vorgelegt wird.

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