Stadt Luzern soll neue Badeorte schaffen
  • Regionales Leben
Auch im Inseli könnte gebadet werden. Es soll von der Stadt als zusätzlicher Badeplatz geprüft werden. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

SP hat auch private Wiesen im Visier Stadt Luzern soll neue Badeorte schaffen

2 min Lesezeit 5 Kommentare 25.05.2020, 09:55 Uhr

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und diese sollen in der Schweiz verbracht werden. Die städtische SP-/Juso-Fraktion verlangt nun, dass die Stadt zusätzliche, leicht zugängliche Badeplätze schafft – etwa im Inseli oder am Churchill-Quai.

Luzernerinnen gehen wieder nach draussen und das Sommerwetter wird wohl auch zahlreiche einheimische Touristen nach Luzern locken. Weil gemäss heutigem Wissen die Social-Distancing-Regeln auch den Sommer über gelten, würden die Kapazitäten der Freibäder und der weiteren ufernahen Bereiche rasch erschöpft sein. Die städtische SP-/Juso-Fraktion fordert nun, dass die Stadt die Aufenthalts- und Bademöglichkeiten in diesem Sommer erweitern soll. SP-Grossstadtrat Cyrill Studer Korevaar hat nun namens der SP-/Juso-Fraktion ein dringliches Postulat eingereicht. In diesem fordert er, dass die Stadt zusätzliche, leicht zugängliche Badeplätze schaffen soll.

Dabei sollen der Car-Spitteler-Quai ab Höhe Rössliwiese, Richtung Lido, der Luzernerquai, der General-Guisan-Quai / Lido-Wiese, der Churchill Quai, das Inseli, das Tribschenhorn und die Richard-Wagner-Wiese sowie der Schönbühlstrand als Örtlichkeiten geprüft werden.

Auch Private sollen Wiesen öffnen

Zudem soll die Stadt abklären, ob benachbarte Privatgrundstücke als Aufenthalts- und Liegewiesen zu bestimmten Zeitfenstern durch die Öffentlichkeit genutzt werden können. Dies gegen eine Pauschalentschädigung durch die Stadt, fordert die Luzerner SP-/Juso-Fraktion. Konkret sind das die Wiese nördlich des Luzernerquais (Hausematte), die Wiese südlich der Tribschenbadi und die Wiesen entlang des Schönbühlweges und Schönbühlstrandes.

Wo nötig sollen WC-Kabinen aufgestellt werden

Wo es aus Sicherheitsgründen sinnvoll sei, soll die Stadt die Zugänge zum Wasser optimieren oder Bojekmarkierungen gegenüber dem Schiffsverkehr anbringen. Auch solle die Stadt wo nötig mobile WC-Kabinen aufstellen und allenfalls Badewachen zu Spitzenzeiten bereitstellen, beispielsweise durch Lebensretter, welche auf Booten sind. Allenfalls könnten auch kioskähnliche Dienstleistungen angeboten werden.

Weil vor allem Familien und ältere Personen auf die gute Infrastruktur und die Badewachen angewiesen seien, sollen die städtischen Badeanlagen vor allem von ihnen genutzt werden können, heisst es im dringlich eingereichten Postulat. Die Stadt soll deswegen entsprechende Steuerungsmöglichkeiten prüfen.

Erst vergangene Woche hat der Luzerner Stadtrat bekanntgegeben, dass er die Infrastruktur bei öffentlichen Badeplätzen nicht aufwerten will (zentralplus berichtete). Die Luzerner SP will hingegen, dass die Stadt fortlaufend öffentliche Badeplätze den sich verändernden Bedürfnissen anpassen solle.

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5 Kommentare
  1. Maria Egli, 25.05.2020, 22:44 Uhr

    Das wäre ja Super!!!!!!!!!!!!!!
    Die schönsten Plätze Richard Wagner Park und Churchill-Park wurden durch Pseudo Hunde-Freilaufzonen verschandelt.Und dies für Listenhunde aus der ganzen Schweiz .4 Generationen Kinder Jugendliche Senioren alle würden sich sehr freuen über die Rückgabe vom schönsten Platz Quai um die gewonnene Lebensqualität.

  2. Elbs Elmar und Charlotte, 25.05.2020, 17:34 Uhr

    Wir finden es mehr als richtig, dass der Churchillpark und das Tribschenhorn für Personen zum Relaxen und Schwimmen eingerichtet wird. Und die Hundefreilaufzonen gehören überhaupt nicht in einen Park. Allein schon aus sicherheitstechnischen und hygienischen Gründen.
    Die schönsten Parks von Luzern sollen der Erholung dienen und nicht durch Hundegebell gestört sein.

    1. Dunning-Kruger, 26.05.2020, 13:08 Uhr

      Ich stimme 100% zu! Diese Zwängerei mit den Hundefreilaufzonen schafft mehr Probleme als dass sie löst. Hundefreilaufzonen gehören per se nicht in Parkanlagen! Diesen eklatanten Denkfehler hat man bei der Stadt Luzern immer noch nicht bemerkt. Die Friktionen, die so entstehen, werden noch jahrelang zu Missmut und Unbehagen führen!

  3. Joseph de Mol, 25.05.2020, 10:15 Uhr

    Bravo! Ein längst überfälliger Schritt! Warum sich Private öffentlichen Eigentums bemächtigen und dafür noch eine Baubewilligung von den Behörden erhalten können, ist mir ehrlich gesagt höchst schleierhaft!

  4. Hans Hafen, 25.05.2020, 10:13 Uhr

    Wichtiger, guter und nötiger Anstoss. Gerne gebe ich zu bedenken, dass Uferzonen in der gesamten Schweiz per Verfassung NICHT privatisiert werden dürfen. Ab Schönbühlstrand ist die Uferzone in der Stadt Luzern allerdings nicht mehr begehbar und privatisiert, abgeriegelt. Der Öffentlichkeit entzogen, obwohl sie per Verfassung mit dem Recht ausgestattet ist, diese uneingeschränkt zu benützen. Skandalös! In der Westschweiz ist seit Jahren der Verein „rives publiques“ darum bemüht, bereits privatisierte Areale (ein ganz grosses Dankeschön auch an alle Gemeinde, die dies widerrechtlich ermöglicht haben) und auch politisch zu sensibilisieren. Vielleicht sollte die SP dort die Kooperation oder Beratung suchen. Bin sicher, die können mit ihren Erfahrungen (auch bis vor Bundesgericht) in der Sache behilflich sein!

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