Skepsis gegenüber erneuten Pop-Up-Parks in der Stadt Luzern
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An der Moosmattstrasse in Luzern befand sich letztes Jahr einer der Pop-Up-Parks in Luzern. (Bild: chb)

FDP zweifelt Kosten-Nutzen-Verhältnis an Skepsis gegenüber erneuten Pop-Up-Parks in der Stadt Luzern

2 min Lesezeit 14 Kommentare 28.02.2021, 18:02 Uhr

Der Luzerner Stadtrat möchte auch dieses Jahr wieder Parkplätze zu sogenannten Pop-Up-Parks umnutzen. Doch die FDP betrachtet die Pläne skeptisch – und denkt dabei an das Gewerbe.

Sie waren im vergangenen Sommer ein Novum im Strassenbild der Stadt Luzern: Die kleinen Pop-Up-Parks, die wegen Corona kurzerhand auf sechs Parkplätzen in der Innenstadt installiert wurden. Die Stadt zog ein positives Fazit, weshalb solche kleine Projekte auch dieses Jahr wieder möglich sind. Interessierte können sich bei der Stadt melden und einen Holzboden sowie ein Geländer anfordern. Zudem gibt es eine Anschubfinanzierung von 1’000 Franken pro Park.

Geräuschlos geht das Ganze allerdings nicht über die Bühne. So hat die FDP im Stadtparlament einen Vorstoss eingereicht, der vom Stadtrat Antworten auf einige kritische Fragen verlangt. So möchten die Freisinnigen zum Beispiel wissen, wie hoch der Arbeitsaufwand und somit die Gesamtkosten für die Stadt sind, wie man sich die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bei den engen Platzverhältnissen vorstellt oder wie gross die Akzeptanz dieser Anlagen in den betroffenen Quartieren ist. Zudem will die FDP in Erfahrung bringen, ob es wie angekündigt bei den sechs dafür vorgesehenen Parkplätzen bleibt.

Grünflächen oder Parkplätze fürs Gewerbe?

Insbesondere beim letzten Punkt äussert die FDP Skepsis. «Wir sind der Meinung, dass die Pop-up-Parks nicht zwingend auf Parkplätzen entstehen sollen, sondern dass andere Plätze allenfalls besser geeignet wären», schreibt FDP-Grossstadträtin Sandra Felder-Estermann auf Anfrage. Sie warnt vor möglichen Konflikten bei der Nutzung von Parkplätzen. «Das Ziel bleibt aber dasselbe, nämlich das Quartier aufzuwerten und zu beleben. Dies unterstützen auch wir.»

Skepsis äussert sie auch dahingehend, dass der Stadtrat die Pop-Up-Parks nun zwei anstatt wie im letzten Jahr einen Monat zur Umnutzung freigeben will. «Wie gross das Bedürfnis und das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Pop-up-Parks sind, zeigen dann hoffentlich die Antworten des Stadtrates auf unsere Interpellation», so Felder-Estermann. Fragen zu hängigen Vorstössen beantwortet der Stadtrat gegenüber den Medien jeweils nicht.

Felder-Estermann und die FDP hoffen weiter, dass die unkomplizierte Umnutzung von Parkplätzen, wie sie im letzten Sommer neben den Pop-Up-Parks auch für Beizen möglich war, nicht zu einer «fixen Forderung» wird. «Wir wollen nicht, dass eine temporär angedachte Hilfe zum Nachteil für die Unternehmer und Gastrobetriebe wird, weil wichtige Kundenparkplätze fehlen.»

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14 Kommentare
  1. simon.occur, 01.03.2021, 18:08 Uhr

    Was kann man noch gegen E-Autos haben? Kein Lärm, kein CO2, kaum Bremsstaub. Der Platz ist das neue Argument der Bio-Kommunisten gegen Autos. Und darauf zielen die Aktionen ab! Luzern verpasst es gerade massiv eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik voranzutreiben. Die Lösung heisst mit- bzw. nebeneinander und eben nicht Verbote und Ideologie-Utopie!

    1. lucifer, 01.03.2021, 21:39 Uhr

      sie autonazis drehen wieder mal am rad🥸

  2. Peter Bitterli, 01.03.2021, 00:56 Uhr

    Fein! Dann gehe ich natürlich wieder mit meinem therapeutischen Renate-Müller-Nilpferd auf den Park poppen. Da die Freiheitlich Demokratische Partei offenbar der Meinung ist, dass wir auch im Sommer noch Abstands- und Hygieneregeln zu beachten haben, ist das sicherlich mehr als nachvollziehbar.

    1. lucifer, 01.03.2021, 13:40 Uhr

      ach herr bitterli…wieder mal
      haessig heute….

    2. Peter Bitterli, 01.03.2021, 14:01 Uhr

      Sie stören hier, ach lucifer, wenn die Erwachsenen miteinander reden. Ausser Rempeleien haben Sie nichts zu bieten. Der intellektuelle Gehalt Ihres Outputs strebt gegen Null. Schon mancher dachte, er sei ein Lichtbringer und war doch nur ein blakendes Funzellichtchen. Es ist Ihnen die Ehre widerfahren, dass ich Ihnen das gesagt habe, obwohl ich sonst mit Pseudonymchen nicht spreche. Das wär‘s dann auch.

    3. Paul Bründler, 01.03.2021, 14:05 Uhr

      Ach lucifer, wieder nichts inhaltliches von Ihnen?

    4. lucifer, 01.03.2021, 15:07 Uhr

      sehr gut…sie kommen auf betriebstemperatur 😃

    5. Silvan Studer, 01.03.2021, 17:17 Uhr

      Ich denke auch, dass zentralplus sich klar werden sollte, wo hier das Niveau eingependelt wird.
      Ich finde es wichtig, dass alle ihre MEINUNG zu einem Thema sagen können.
      Ob links oder rechts oder sonstwo. Das ist gut und wichtiger denn je!
      Aber es gibt ein Level, welches man einfach als Pöbelei oder argumentum ad hominem bzw. ad personam einordnen muss.
      Ich glaube nicht, dass die Meinungsfreiheit dadurch gefährdet wäre, ein gewisses Niveau im Umgang zu gewährleisten, indem man nicht jeden «Rülpser» veröffentlicht.
      Kommentatoren ohne Argumente würden dann vielleicht «ausgegrenzt» aber ich denke, dieses Risiko müsste man eingehen.

  3. Paul Bründler, 28.02.2021, 20:42 Uhr

    Die Pop-Up-Parks sind doch nur ein Feigenblatt.
    Kein Mensch braucht Pop-Up-Parks.
    Es geht doch nur darum, Parkplätze zu blockieren und die Menschen (Gewerbetreibende, Autofahrer…) zu quälen..
    Um gar nichts anderes geht es.

    1. Sämi Gallati, 01.03.2021, 07:46 Uhr

      Das ist einfach Ihre Meinung, meine sieht ganz anders aus! Meine Frau betreibt einen kleinen Laden in der Stadt und freut sich über diese Abwechslung, über die vielen Menschen die in diesen Strassencafes sitzen und mehr Leben in’s Quartier bringen als wenn dort ein Auto stehen würde.
      Und wenn wir mit dem Auto in die Stadt gehen ( wir wohnen in der Agglo) dann wird der Charre in einem Parkhaus platziert und es geht zu Fuss weiter. Für schwere Sachen gibt‘s immer eine Lösung ganz in der Nähe zu parkieren.
      Kein Problem also..

    2. lucifer, 01.03.2021, 08:07 Uhr

      ach herr bruendler….warum sehen sie immer alles als frindseeligkeit gegenueber autofahrer? parkplaetze hats in luzern mehr als genug. herzlichst velo- und autofahrer lucifer.

    3. Paul Bründler, 01.03.2021, 10:58 Uhr

      Ach lucifer. Wenn Sie doch wenigstens Argumente hätten…
      Was ist denn der Sinn von mit Blumentöpfen verstellten Parkplätzen?
      Richtig, ausser Parkmöglichkeiten wegzunehmen gibt es keinen.
      Es ist ausschliesslich eine Machtdemonstration linksgrüner Ideologen.
      Und kommen Sie mir nicht mit «Begegnungszonen».
      Die ganze Altstadt, das ganze Reuss- und Seeufer inkl. Inseli und Aufschütte etc. sind «Begegnungszonen».
      So viele «Begegnungswillige» gibt es gar nicht, wie es in Luzern Begegnungszonen gibt.

    4. Paul Bründler, 01.03.2021, 14:06 Uhr

      @Sämi Gallati: Pop-Up-Parks sind keine Strassencafés.
      Es sind nur nutzlose Parkplatzblockaden.

    5. Andreas Klausing, 01.03.2021, 17:32 Uhr

      Lieber Herr Bründler, als Auto- und Velofahrer und in der Stadt wohnhafter Mensch empfinde ich Autos, auch ihres, als sinnlose Platzblockierer.

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