Stadt Luzern verteilt Gutscheine für Vegi-Burger und Co.
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Die Stadt Luzern wirbt für eine Reduzierung des Fleischkonsums.

Aktion für klimafreundliche Ernährung Stadt Luzern verteilt Gutscheine für Vegi-Burger und Co.

2 min Lesezeit 8 Kommentare 01.09.2021, 13:44 Uhr

Mit einem «Genussmonat» will die Stadt Luzern die Bevölkerung dazu anregen, sich klimafreundlicher zu ernähren. Dazu organisiert die Stadt verschiedene Events – und verteilt hunderte von Gutscheinen für nachhaltige Essensangebote.

Mit der 2020 lancierten Kampagne «Wir leben Klimaschutz» will die Stadt Luzern die Bevölkerung zu einem klimafreundlicheren Verhalten motivieren. Im September 2021 liegt der Fokus auf der Ernährung. Diese hat einen grossen Einfluss auf das Klima: Zirka 15 Prozent der von der Schweizer Bevölkerung verursachten Treibhausgas-Emissionen gehen zu Lasten der Ernährung, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Darum will die Stadt die Luzerner Bevölkerung im September mit verschiedenen Aktionen zu klimafreundlicheren Essgewohnheiten anregen.

Mit diesem Plakat wirbt die Stadt Luzern für den «Genussmonat».

Während dieses «Genussmonats» verteilt die Stadt 500 Gutscheine für vegetarische Burger in verschiedenen Lokalen oder für Backwaren der «Äss-Bar», um Food Waste vorzubeugen. Gerade das Thema Fleischkonsum polarisiert in Luzern derzeit sehr, nachdem die Mensa der Universität Luzern entschieden hat, nur noch vegetarische und vegane Gerichte anzubieten (zentralplus berichtete).

Zudem verteilt die Stadt auch Gutscheine für emissionsarme Transportmittel für Einkäufe, wie beispielsweise das Velo-Shopping-Taxi oder für ein Elektro-Cargo-Bike.

Alle Informationen zur Gutschein-Aktion finden sich unter diesem Link. Das Angebot gilt nur für Personen, die in der Stadt Luzern wohnen und nur solange der Vorrat reicht.

Diverse Veranstaltungen zum Thema

Nebst der Gutschein-Aktion organisiert die Stadt Luzern eine Reihe von Veranstaltungen und Exkursionen, um der Bevölkerung das Thema der klimafreundlichen Ernährung näherzubringen. Die Veranstaltungen sind divers, es werden beispielsweise eine Besichtigung eines Bio-Weingutes, das Mosten mit stadteigenen Äpfeln oder eine Pilzexkursion angeboten. Auch Veranstaltungen wie Vorträge oder Podien zu Nachhaltigkeits-Themen stehen auf der Agenda.

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8 Kommentare
  1. remo genzoli, 02.09.2021, 10:38 Uhr

    @rashid dostum
    Aha, etwas pointiert ausgedrückt, würde also gemäss Ihrer Darstellung das «intrinsische» Eigenverantwortungsparadies ausbrechen, wenn nur dieser störende Staat nicht im Weg stünde.
    Und richtig, der Staat kann nicht Eigenverantwortung ersetzen und verordnen, es geht hier aber um «nudging», stupsen. Ihre süffige Replik und die aufgeführten Beispiele tönen zwar überzeugend und einleuchtend, greifen aber in ihrer Pauschalisierung und in ihren simplen Vergleichen zu kurz, Geschichte ist doch schon etwas komplizierter…Fakt ist, dass vermutlich genau so viele historische Beispiele gefunden werden können, bei denen sich Ihr propagiertes «Eigenverantwortungs-Gefühl», trotz lascher staatlicher Intervention, nie «intrinsisch» eingestellt hat und es sich ebenso gut eine «Interpendenz» zwischen wenig Staat und wenig Eigenverantwortung feststellen liesse, Sie müssen da eigentlich gar nicht so weit suchen….
    Die Politik und der Staat müssen doch daran interessiert sein, die «eigenverantwortliche Kompetenz» ihrer Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und zu fördern, d.h. sie für politische Teilnahme zu motivieren und betroffen zu machen? Ihr neoliberaler Ansatz gibt mir zu denken.

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  2. Markus Huber, 02.09.2021, 10:04 Uhr

    Frage mich schon, ob es der Auftrag einer Stadt ist, Gutscheine für vegetarische Burger in Lokalen zu verteilen. Von der Politik erwarte ich eine mittel und langfristige Strategie, nicht solch kurzfristigen Aktionismus.

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  3. remo.genzoli, 02.09.2021, 08:20 Uhr

    Kein Problem, Sie dürfen getrost darauf verzichten, der «Staat» hat sicher nichts dagegen.. Haben Sie nicht noch «und-das-mit-meinen-Steuergeldern» Narrativ vergessen?
    Und da es ja mit der Eigenverantwortung manchmal nicht so klappt, finde ich es ganz ok, dass der «Staat» zwischendurch ein bisschen stubst. Natürlich dürfen Sie auch das als ideologische Einmischung interpretieren…..oder geht es Ihnen nicht so um die Sache, sondern eher darum, diesem elenden rot-grünen städtischen Diktat wieder einmal einen ans Bein zu pinkeln?

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    1. Rashid Dostum, 02.09.2021, 08:51 Uhr

      Dabei ist es in der Praxis längst erprobt und bewiesen: Je mehr Staat, desto weniger Eigenverantwortung tritt zu Tage. Die Förderung eigenverantwortlicher Kompetenzen kann gerade NICHT durch den Staat passieren, sondern muss aus eigenen Überlegungen und intrinsisch passieren. Werfen Sie einen Blick zurück in die Geschichte: Hat Eigenverantwortung in der UdSSR gut funktioniert? In der DDR? In China? In Kambodscha? Offenbar besteht eine Interdependenz zwischen viel Staat und gering ausgebildetem Eigenverantwortungs-Gefühl. Es besteht schlicht nicht die Notwendigkeit nach Eigenverantwortlichkeit, da der Staat ungefragt und stellvertretend überall längst entschieden hat. Auch interessant dazu: Max Webers Gesetz der Bürokratisierung.

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      1. Michel von der Schwand, 02.09.2021, 09:58 Uhr

        Darüber lässt sich wohl streiten, ob in der DDR, UdSSR eine so genannte Eigenverantwortung tatsächlich bestand. Vielleicht hilft ein realistisches Beispiel dazu, Eigenverantwortung in der DDR besser zu verstehen. Die DDR orientierte sich beim Aufbau des Gesundheitswesens an den Prinzipien des sozialistischen Gesundheitsschutzes, unter anderem an dem der staatlichen Verantwortung für die Gesundheit der Bürger. Natürlich galt in der DDR auch die persönliche Verpflichtung, selbst für seine Gesundheit Sorge zu tragen und bei gesundheitlichen Problemen zu deren Beseitigung oder Minderung beizutragen. Diese individuelle Verantwortungsbereitschaft wurde jedoch durch das Kollektiv kontrolliert. Heisst, dass das Denunziantentum – die gegenseitige Bespitzelung – die «Eigenverantwortung» garantierte und somit keine eigentliche Eigenverantwortung in dem Sinne bestand.
        Was das eigentliche Thema anbelangt, kann man selbstverständlich anderer Auffassung sein. Ob es nun Aufgabe des Staates ist, sich um die Gesundheit der Bürger zu kümmern, bleibt wohl offen. Der Staat hat sich jedoch dafür einzusetzen, dass jede Person an der sozialen Sicherheit teilhaben kann und für ihre Gesundheit die notwendige Pflege erhält. Er muss also dafür sorgen, dass Krankenkassenprämien bezahlbar bleiben. Es gibt verschiedene Massnahmen, wie man bezahlbare Prämien erreichen kann. Die effektivste Massnahme ist, wenn die Bürger eines Staates gesund sind und es auch bleiben. Eine gesunde Ernährung trägt zur Gesundheit eines Menschen nachweislich bei. Wie diese gesunde Ernährung aussehen soll, kann man diskutieren. Es gibt ein paar Grundsätze, die sind unumstritten. Hier geht es dem Staat lediglich darum, Bürger zu sensibilisieren, auf das Thema aufmerksam zu machen. Was der einzelne Bürger daraus macht, bleibt ihm überlassen. Der Linksgrüne-Bashing-Fetischismus ist in diesem Zusammenhang peinlich.

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      2. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 02.09.2021, 13:03 Uhr

        @ von der Schwand: Wenn die Volksgesundheit doch oberste Priorität hatte, wie erklären Sie sich dann, dass in der DDR eine desaströse Umweltverschmutzung billigend in Kauf genommen wird, ja gar gefördert wurde. Das korrespondiert ja dann nicht mit der Absicht, dass der Staat seinen Bürgern für eine gute Gesundheit die besten Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt. Oder sehe ich das falsch?
        Apropos: Von linksgrünem Bashing kann ich nirgends Spuren feststellen! Offenbar handelt es sich dabei bei Ihnen um einen konditionierten Abwehrreflex, sobald auch jemand nur in Verdacht gerät, rot-grüne Entwicklung kritisch betrachten zu wollen. Eine sachlich vorgetragene Kritik wird sofort mit einer Kritik an der Ideologie gleichgesetzt. Was kommt als nächstes: Die pathologisch anmutende Angst vor den Konterrevolutionären?

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  4. Hugo Ball, 01.09.2021, 17:10 Uhr

    Ist es primär die Aufgabe eines Staates, gewisse Ernährungsweisen (und damit verbundene Weltbilder, man neigt dazu, es als Ideologie benennen zu müssen) zu fördern und widerum andere den Leuten unliebsam zu machen? Auf dieses «nudging», das bei der Stadt Luzern seit zwei, drei Jahren hoch Kurs zu sein scheint, kann ich getrost verzichten!

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    1. Marc Wieser, 02.09.2021, 14:53 Uhr

      Sie dürfen selbstverständlich auch darauf verzichten, nehmen Sie sich nicht so wichtig, die Stadt führt diese Aktion nicht nur für Sie durch.

      Ausserdem ist es meiner Ansicht nach dem Stadtrat hoch anzurechnen, dass er die Erreichung des «Klimaziels Null» auch mit witzigen und spontanen Aktionen fördern will.

      Es kann nicht schaden, auf die Vorteile von regionaler und emissionsarm produzierter Ernährung hinzuweisen. Der Wandel zu nachhaltigerem Verhalten kann auf viele Arten angestossen werden.

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