Stadt Luzern muss sich um freien Seezugang kümmern
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Einige Uferbereiche zwischen den Hotels Hermitage und Seeburg am Vierwaldstättersee sind nur für Private zugänglich. (Bild: Google Maps)

SP-Postulat überwiesen Stadt Luzern muss sich um freien Seezugang kümmern

1 min Lesezeit 7 Kommentare 26.03.2021, 07:46 Uhr

Die SP will das ganze Luzerner Ufer des Vierwaldstättersees der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ein entsprechender Vorstoss wurde gestern entgegen dem Willen der Stadtregierung überwiesen.

Der Stadtrat hatte argumentiert, dass der See bereits heute vergleichsweise gut zugänglich sei. Man setze das Recht auf freien Seezugang nach den Möglichkeiten des Raumplanungsgesetzes um (zentraplus berichtete). Zudem gewichte man die ökologische Gestaltung bereits heute sehr hoch und treibe verschiedene Aufwertungsprojekte voran.

Die Uferzugänglichkeit bei Privatgrundstücken zu gewährleisten, sei hingegen schwierig: Solche gibt es vor allem im Abschnitt zwischen der Seeburg und Hermitage sowie beim Matthofstrand. Dort könne ein freier Seezugang nur durch «einen starken Eingriff in das Eigentum» erreicht werden.

Aus diesen Gründen lehnte der Stadtrat das Postulat von Simon Roth, Yannick Gauch und Cyrill Studer Korevaar von der SP-/Juso-Fraktion im Luzerner Stadtparlament ab (zentralplus berichtete). Das Parlament entschied nun gestern aber anders: Es überwies den Vorstoss an der Sitzung vom Donnerstag vollständig.

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7 Kommentare
  1. Rudolf 1, 27.03.2021, 15:49 Uhr

    Die Seen gehören dem Kanton. Zu den Seen gehört auch das Ufer. Das haben sich die privaten Eigentümer angeeignet und hoffentlich noch nicht ersessen …

  2. Hans Hafen, 26.03.2021, 13:30 Uhr

    Der Seezugang kann de facto gar nie ins Eigentum übergehen, da er (der Uferbereich) per Bundesgesetz de iure nicht privatisiert werden kann!

  3. Fam. Schön-Bühl, 26.03.2021, 13:15 Uhr

    «Einige Uferbereiche zwischen den Hotels Hermitage und Seeburg am Vierwaldstättersee sind nur für Private zugänglich.» Könnte man diese Liste noch durch das Gebiet Matthofstrand ergänzen? Danke!

  4. Michel von der Schwand, 26.03.2021, 09:31 Uhr

    Der Enteignungs-Fetischismus der ganz Linken ist äusserst besorgniserregend. Als linker Wähler sind Roth und sein Kollege Studer Korevaar nicht mehr wählbar. Diesen beiden Herren hätte ein Aufenthalt in der damaligen DDR sehr gut getan und hätte ihnen wohl aufgezeigt, welche Konsequenzen staatliche Eingriffe haben. Der Staat soll sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Freier Seezugang gehört nicht dazu.

    1. Rudolf 1, 27.03.2021, 15:52 Uhr

      Herr Roth wird auch ohne Sie in den Nationalrat gewählt werden, Herr von der Schwand.

    2. Peter Bitterli, 28.03.2021, 22:23 Uhr

      @ Rudolf 1:
      Es ist richtig, dass ein Herr Roth alles daran setzt, in den Nationalrat gewählt zu werden.
      Es ist falsch, dass es sich dabei um den im Text erwähnten Herrn Roth handelt. Es handelt sich um dessen Bruder.
      Es ist richtig, dass es uns noch sehr sehr grosse Freude bereiten wird, den abenteuerlichen Verrenkungen und delikaten Eiertänzen zuzusehen, die der nationalratswillige Herr Roth wird vollführen müssen, um das Frauenargument zu umsteuern.
      Es ist daher richtig, Herr Rudolf 1, dass ich bereit bin, darauf zu wetten, dass kein Herr Roth in den Nationalrat gewählt werden wird.

  5. Hannes Estermann, 26.03.2021, 08:53 Uhr

    …nur durch einen starken Eingriff in das Eigentum.Weshalb nicht-sind denn so viele Politiker an möglichen,zukünftigen Enteignungen persönlich tangiert oder wirtschaftlich diesen Besitzern hörig ?
    Der von Luzern her gern belächelte Kt.Aargau hatte keine Furcht,sich gegen Milliardär Hayek jun.in solch einem Verfahren am Hallwilersee durch zu setzen. BRAVO !

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