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Kriens will gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen. (Bild: bic)

Während Corona ein Zeichen setzen Stadt Kriens unterzeichnet Sozialcharta

2 min Lesezeit 2 Kommentare 11.04.2021, 16:45 Uhr

Kriens will gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen. Der Stadtrat beschloss, die Schweizerische Charta Sozialhilfe zu unterzeichnen. Mit diesem symbolischen Schritt will sich Kriens zu den Werten einer solidarischen Gesellschaft bezeichnen.

Das Sozialhilfe-System der Schweiz sei bewährt, findet die Stadt Kriens. Es erhalte in der aktuellen wirtschaftlichen Situation unter dem Druck der Corona-Schutzmassnahmen eine neue Aktualität. Ganze Berufsbranchen sind zum Stillstand gezwungen. Die Auswirkungen davon werden diese Unternehmen, aber auch deren Mitarbeitenden in den kommenden Monaten und Jahren zu spüren bekommen.

Auch die Stadt Kriens spüre diesen Druck, wie sie in einem Newsletter mitteilten. «Anfragen und Gesuche für Unterstützung sind merklich angestiegen», heisst es darin. Menschen verlieren ihre Arbeit und geraten unter wirtschaftlichen Druck.

Sozialcharta unterzeichnet

Zusammen mit rund 50 anderen Städten der Schweiz hat deshalb auch die Stadt Kriens die Schweizerische Sozialcharta unterzeichnet. Die Charta ist ein Gemeinschaftswerk der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK, des Schweizerischen Städteverbandes, des Schweizerischen Roten Kreuzes, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft SGG und weiterer Fachorganisationen und wurde im Jahr 2019 lanciert.

«Mit der Unterzeichnung der Charta gibt Kriens ein Bekenntnis ab, sich für eine solide und faire Sozialhilfe einzusetzen, die Betroffenen ein Leben in Würde ermöglicht und ihnen die Chance gibt, wieder in die finanzielle Selbständigkeit zurückzufinden», heisst es im Newsletter weiter.

Die Unterstützung werde nicht nur materiell verstanden. Denn die Charta Sozialhilfe geht davon aus, dass Sozialhilfe eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt, die Ausgrenzung und Verarmung auch in den Ansätzen verhindert und so Sicherheit, ein friedliches Zusammenleben und die gesellschaftliche Stabilität insgesamt fördert. Das Notnetz der Sozialhilfe bildet dabei ein wichtiger Pfeiler der liberalen Arbeitsgesetzgebung in der Schweiz.

Vor zwei Jahren gab es eine Interpellation dazu

Bereits heute orientiert sich die Stadt Kriens an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Deren Richtlinien bilden die Grundlage für die Charta Sozialhilfe, die der Stadtrat jetzt formell unterschrieben hat. Die Charta definiert verschiedene Werte, an denen sich auch die Stadt Kriens messen lassen will. Das sind unter anderem Werte wie Menschenwürde, Bedarfsdeckung und Individualisierung.

In einer einwohnerrätlichen Interpellation von Michael Portmann (SP) im Jahr 2019 fragte der Interpellant, ob der Stadtrat bereit sei, die Charta Sozialhilfe zu unterzeichnen. Der damalige Stadtrat antwortete, dass er einen Beitritt prüfen werde. Nun hat der Stadtrat die Unterzeichnung der Charta beschlossen.

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2 Kommentare
  1. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 12.04.2021, 08:59 Uhr

    Kriens schafft weitere Pull-Faktoren für Bevölkerungsschichten, die null Franken in den leeren Staatssäckel spülen, diesen dafür aber umso mehr hinsichtlich Sozialtransfers bis zum St. Nimmerleinstag belasten werden. Woher soll in Kriens mittel- bis langfristig das Steuersubstrat für diese Art Sozial- und Gesellschaftspolitik herkommen (liebe Grüne und SP)?. Solch Politik, wohl aus fehlgeleiteter Menschenliebe, halte ich gerade für die defizitäre Blaupause «so-sollte-man-es-besser-nicht-angehen» Kriens als absolut desaströs.

  2. Peter Bitterli, 11.04.2021, 16:56 Uhr

    Blödeste Symbolpolitik. Auf Anregung einer der zwei Beamtenparteien, klar.
    Der „Stadtrat“ von Kriens hat sich gefälligst mittels Konsultation von unbestrittenen Statistiken und Informationen jenseits der „Medien“ und der interessegesteuerten Repräsentanten von Gesundheitswesen und drittmittelabhängiger Gefälligkeits-„Wissenschaft“ über den tatsächlichen Stand der „Pandemie“ ins Bild zu setzen und sich in der Folge bei übergeordneten Stellen im Interesse seiner Einwohner für Aufhebung der „Massnahmen“ einzusetzen, um die katastrophalen Folgen des Irrsinns wenigstens noch auf den letzten Metern abzudämpfen.

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