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Branchenleader YB und Basel sind ausgeschieden

FCL überwindet nächste Cup-Hürde und trifft auf Biel

Bevor er verletzt ausschied, brachte Ibrahima Ndiaye den Titelverteidiger FCL mit dem 1:0 auf die Siegerstrasse: Ibrahima Ndiaye. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der FC Luzern steht nach einem 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Schaffhausen unter den letzten acht Teams im Schweizer Cup. Ibrahima Ndiaye sorgt mit seinem entscheidenden Treffer für den zweiten Sieg der Luzerner in Folge. Aber danach kam der Schock für den zur Zeit torgefährlichsten FCL-Angreifer

Tabellenführer Basel blieb in Carouge hängen, der vierfache Meister YB in Lugano: Die Branchenleader mussten in den Achtelfinals Federn lassen. Unter den letzten acht Teams stehen mit Lausanne, Lugano, St. Gallen und Luzern nur noch vier Vertreter der Super League. Luzern trifft in der nächsten Runde auf die zwei Ligen tiefer spielenden Bieler. Das am zweiten Februar-Wochenende 2022.

Beim dritten Sieg des Cup-Titelverteidigers in der aktuellen Cup-Kampagne folgte der Schock für den FC Luzern nach einer Stunde Spielzeit: 1:0-Torschütze Ibrahima Ndiaye und Bujar Lika stiessen bei einer Offensivaktion der Gäste mit den Köpfen zusammen. Den FCL-Flügel erwischte es an der Schläfe, zudem prallte er anschliessend beim Sturz kopfvoran auf den Kunstrasen.

Ndiaye blieb bewusstlos liegen und wurde anschliessend durch FCL-Vorkämpfer Pascal Schürpf ersetzt. Ob und wie lange der agile Offensivspieler ausfällt, werden wohl erst weitere Abklärungen zeigen müssen.

Danach hatte der neue Captain Christian Gentner die nächste Chance, den Vorsprung der Luzerner auf zwei Einheiten zu erhöhen. Aber sein Kopfball flog knapp am Tor vorbei.

Edeljoker Tasar demonstriert seinen Speed

Letztlich war es eine durchzogene Vorstellung der Luzerner vor 1'600 Zuschauern. Aber sie reichte für ein Weiterkommen, vor allem auch deshalb, weil die Schaffhauser mit ihren Offensivaktionen zu wenig effizient umgingen. Zu echten Torchancen kamen sie nur selten.

Da waren die Luzerner ihrem Konkurrenten einen Schritt voraus: In der 87. Minute machte der eingewechselte Varol Tasar den Deckel auf die Partie. Er nahm in der eigenen Platzhälfte einen Ball an und liess sich dank seinem Speed nicht mehr stoppen, bis er das Leder zum 2:0 in die Maschen des FC Schaffhausen schieben konnte.

Nach schlechtem Start in Führung gegangen

Der FC Luzern ist mit der gleichen Startformation wie beim ersten Saisonsieg gegen St. Gallen (2:0) in seinen Cup-Achtelfinal gegangen. Und er hatte wie am Sonntag Anlaufschwierigkeiten, um in der Partie anzukommen (zentralplus berichtete).

Der in der zweitklassigen Challenge League beheimatete FC Schaffhausen war zunächst die auffälligere und aktivere Mannschaft, weil er die Zweikämpfe aggressiver und darum zumeist erfolgreicher bestritt. In der 15. Minute mussten die Luzerner Wettkampfglück in Anspruch nehmen, als der früher beim FCL engagierte und zu leicht gewogene Francisco Rodriguez nach einem schnellen Gegenstoss des Gastgebers bloss den Pfosten traf.

Zum Glück für den FCL hatte der in Hochform befindliche Goalie Vaso Vasic die Finger im Spiel. Sonst wäre der frühe Rückstand wohl Tatsache geworden.

Schulz holt die Kohlen aus dem Feuer

Eine weitere Viertelstunde später initiierte Marvin Schulz das Highlight aus Luzerner Sicht. Die perfekte Flanke des FCL-Aussenverteidigers aus dem rechten Halbfeld nutzte Ibrahima Ndiaye per Kopf zum 1:0. Es war der bereits zweite Torerfolg des 23-jährigen Senegalen seit seinem Comeback gegen St. Gallen (zentralplus berichtete).

Schulz stand bereits bei der ersten Offensivaktion der Luzerner im Zentrum. Nach einem von den Schaffhausern ungenügend befreiten Eckball wurde sein Abschlussversuch abermals in Corner gelenkt.

Die Führung der Luzerner bedeutete für den FCS einen Wirkungstreffer. Der Gast fand endlich Zugriff aufs Spiel, erarbeitete sich aber bis zur Pause keine weitere Torchance, um den Vorsprung vergrössern zu können.

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