Sport
Austragung kostet vier Millionen

Stadt und Kanton wollen Frauen-EM nach Luzern holen

Wenn es nach Stadt und Kanton geht, soll 2025 an der Frauen-EM auch in Luzern der Ball rollen. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Die nächste Fussball-Europameisterschaft der Frauen findet 2025 statt. Wo, ist noch unbekannt. Nun bringt sich Luzern als Austragungsort offiziell in Position.

Es war beste Werbung für den Frauenfussball: Die Europameisterschaft in England diesen Sommer. Noch nie war das Interesse an einem Turnier im Frauenfussball so gross. Volle Stadien, Millionen zuhause vor dem TV – ein wahres Fussballfest.

Dieses Gefühl wollen Stadt und Kanton nach Luzern holen. Sie haben gemeinsam beschlossen, die Kandidatur des Schweizer Fussballverbands (SFV) für die Austragung der Frauen-EM 2025 zu unterstützen. Luzern soll dabei einer der acht Austragungsorte sein. Das lassen sich Kanton und Stadt je zwei Millionen Franken kosten. Darin sind alle Kosten enthalten, mit denen für die Austragung der Europameisterschaft in Luzern gerechnet wird.

In Luzern sollen voraussichtlich drei Spiele stattfinden. Für grössere Spiele ist die Swissporarena zu klein. Diese werden in Basel, Zürich oder Bern ausgetragen. Kanton und Stadt heben zwei Gründe hervor, die für eine Kandidatur Luzerns als Austragungsort sprechen.

Guido Graf hat direkten Bezug zum Frauenfussball

Erstens erscheint Luzern im internationalen Rampenlicht und kann sich als Host-City «als attraktiven und lebendigen Sport- und Freizeitort präsentieren», wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung heisst. «Die Fussball Europameisterschaft der Frauen ist in Europa die grösste Sportveranstaltung für Frauen. Sie bietet Luzern die Chance, sich national und international sympathisch und positiv zu positionieren», wird Stadtpräsident Beat Züsli in der Mitteilung zitiert.

Zweitens will Luzern mit einer Kandidatur den Frauenfussball weiter fördern. So wird Regierungsrat Guido Graf in der Mitteilung zitiert: «Die internationalen Spiele der UEFA Woman’s EURO 2025 in Luzern motivieren Mädchen und junge Frauen für den Fussball.» Graf selbst hat einen direkten Bezug zum Frauenfussball: Seine Tochter Rahel spielt derzeit beim SC Kriens. Zuvor spielte sie jahrelang für den FC Luzern und während einer kurzen Zeit in der deutschen Bundesliga. Zudem hat sie über 60 Länderspiele bestritten.

Der SFV muss seine Kandidatur für die Europameisterschaft bis am 12. Oktober einreichen. Die Uefa entscheidet dann im Januar 2023, wo das Turnier stattfinden wird. Frankreich hat sich bereits offiziell beworben. Auch Polen und die skandinavischen Länder prüfen eine Kandidatur.

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