FC Luzern

Die «big points» gehen Luzerns Trainer noch ab
Mario Fricks nächster Anlauf auf einen grossen FCL-Sieg

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In der Super League will das Schlachtenglück in grossen Spielen nicht auf seine Seite fallen: Wird FCL-Trainer Mario Frick am Mittwoch in Sion belohnt? (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Die Super League und : Echte Freundschaft haben sie noch nicht geschlossen. Und das trotz bemerkenswerter Bilanz des 47-jährigen Liechtensteiners als Trainer von Vaduz und Luzern. Hadert Mario Frick damit, dass die Belohnung für seine Arbeit auf sich warten lässt?

Es scheint wie verhext. leistete in der Saison 2020/21 mit dem qualitativ limitierten Aufsteiger FC Vaduz starke Arbeit in der Rückrunde der Super League. Und wurde dennoch in der letzten Runde vom FC Sion abgefangen und auf den direkten Abstiegsplatz 10 verdrängt.

In der laufenden Spielzeit ist Mario Frick vom FC Luzern in der Winterpause und in höchster sportlicher Not als Hoffnungsträger mit der Mission Ligaerhalt betraut worden. Wieder läuft es ihm grad ganz gut (zentralplus berichtete). Mit 22 Punkten in 15 Spielen liegt der auf Platz 4 der Rückrunden-Tabelle, noch vor dem erfolglosen Titelverteidiger YB.

Dennoch haben die Luzerner keinen Grund, sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. Noch können Mario Frick wieder alle Felle davonschwimmen. Weil die «big points», also die Siege in entscheidenden Spielen, einfach nicht auf seine Seite fallen wollen.

Unerfreuliche FCL-Erfahrungen gegen GC und Lugano

Das Auswärtsspiel gegen GC vor ziemlich genau einem Monat, das der FCL im Kampf um den direkten Ligaerhalt hätte für sich entscheiden müssen, endete nach toller Aufholjagd wenigstens mit einem 2:2 (zentralplus berichtete). Hätte der FCL gesiegt, stünde er nun drei Meisterschaftsrunden vor Schluss auf Augenhöhe mit den Grasshoppers.

«Wahrscheinlich wird uns das nochmals schmerzen, wenn wir uns am Sonntag den Cupfinal zwischen St. Gallen und Lugano anschauen.»

FCL-Cheftrainer Mario Frick

Knapp zwei Wochen später der Luzerner Cup-Halbfinal in Lugano. Der Ausgang ist für den Titelverteidiger wieder nach ähnlichem Drehbuch geschrieben worden. Der FCL zeigt erneut Moral, aber stapft nach dem Penaltyschiessen als Verlierer vom Platz.

«Wahrscheinlich wird uns das nochmals schmerzen, wenn wir uns am Sonntag den Cupfinal zwischen St. Gallen und Lugano anschauen», sagt FCL-Trainer Mario Frick.

Warum ist FCL-Frick das Glück in grossen Spielen nicht hold?

Aber warum fehlt auch dem FCL unter der Leitung von Mario Frick bislang das Glück, in wegweisenden Spielen einen grossen Coup einzufahren? Der Cheftrainer der Luzerner mag nicht klagen und schon gar nicht hadern: «Das bringt nichts.»

Sein Vorgänger und Cupsieger-Trainer Fabio Celestini stellte sich immer auf den Standpunkt, dass es Glück und Pech im nicht gibt. Das Glück müsse man sich verdienen, pflegte der Romand zu sagen.

«Man kann nicht immer nur Pech haben. Sonst gibt man sich Ausreden hin.»

Damit kann sich Mario Frick grosso modo anfreunden. Auf Dauer einfach immer nur Glück haben könne man nicht. «Das ist vielmehr eine Charaktersache», glaubt er und ergänzt: «Man kann aber auch nicht immer nur Pech haben. Sonst gibt man sich Ausreden hin.»

Fricks nächster Anlauf auf einen grossen FCL-Sieg

Nun steht für ihn und seine Mannen das nächste grosse und wegweisende Spiel an. Am Mittwoch in Sion. Die Walliser waren der erste Gegner, den die Luzerner unter Fricks Führung bezwungen haben (1:0). Es war in seinem dritten Meisterschaftsspiel mit dem FCL am 13. Februar nach den beiden Niederlagen gegen Basel (0:3) und Lugano (1:2).

«Vor diesem Spiel hatten wir 14 Punkte Rückstand auf Sion. Am Mittwoch besitzen wir die Chance, diesen mit einem Sieg auf einen zu verkürzen», motiviert der FCL-Cheftrainer seine Spieler und alle FCL-Fans.

Falls es mit den «big points» für Frick und den FCL im Wallis abermals nicht klappen sollte, bleibt als letzter Rettungsanker ja noch die Barrage. Gegen den in der Endabrechnung Zweitplatzierten der Challenge League (Hin- und Rückspiel am 26. und 29. Mai).

Und schliesslich kennt kaum ein Super-League-Trainer das Unterhaus des Schweizer Klubfussballs so gut wie Mario Frick. Er hat sich in der letzten Winterpause mit einem bis 2023 gültigen Vertrag vom damaligen Challenge-League-Leader Vaduz nach Luzern lotsen lassen.

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1 Kommentare
  1. Ursel, 10.05.2022, 08:57 Uhr

    Langsam glaube ich wirklich sie wollen den FCL eine Liga tiefer schreiben! Der geneigte Leser weiss was Sie für ein Celestini-Fan waren und in einer Nostalgie-Blase leben. Super-Mario passt perfekt zum FCL. Mit seiner hemdsärmeligen Art, den erfrischend ehrlichen Aussagen und seinen Jubelstürmen an der Linie! Der FCL liebt den Frick, das beweisen nicht zuletzt die regelmässigen 5-stelligen Zuschauer-Zahlen, etwas das unter Fabio (abgesehen von der Corona-Zeit) selten der Fall war.

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