Machtkampf im FC Luzern

Bernhard Alpstaeg scheitert vor Kantonsgericht

Bernhard Alpstaeg kämpft an mehreren Fronten gegen den FCL-Verwaltungsrat. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Bernhard Alpstaeg verlangte im Frühling 2023, dass im FCL ein Sachwalter eingesetzt werde. Nach dem Bezirksgericht Luzern verwehrt ihm nun auch das Kantonsgericht diesen Wunsch.

Ein Sachwalter solle sich um die Geschäfte des FCL kümmern, beantragte Bernhard Alpstaeg im Frühling 2023 vor Bezirksgericht – weil der Verwaltungsrat dazu nicht fähig sei (zentralplus berichtete). Ebendieser Verwaltungsrat hatte Alpstaeg wenige Monate zuvor die Aktienmehrheit entrissen (zentralplus berichtete).

Doch das Bezirksgericht wies den Antrag Alpstaegs im Herbst 2023 ab (zentralplus berichtete). Damit gab sie auch Franca Contratto, Professorin für Wirtschaftsrecht an der Universität Luzern, recht. Die Professorin suggerierte, auf Alpstaegs Forderung nach einem Sachwalter angesprochen, dass diese wohl nur minime Chancen habe (zentralplus berichtete).

Trifft Alpstaeg vor Bundesgericht auf FCL-Verwaltungsrat?

Nach dem Bezirksgericht weist nun auch das Luzerner Kantonsgericht Alpstaegs Antrag ab, schreibt die «Luzerner Zeitung». Ob der FCL-Aktionär den Entscheid vor Bundesgericht anfechten wird, ist noch nicht bekannt, sagt sein Pressesprecher Sacha Wigdorovits.

Zuletzt verzichtete Alpstaeg in einem anderen Fall auf den Gang vor Bundesgericht. Er wolle sich auf das wichtigere Zivilverfahren gegen den FCL-Verwaltungsrat konzentrieren, erklärte Wigdorovits Alpstaegs Entscheid (zentralplus berichtete).

Immerhin ein Verfahren für sich entschieden

Bernhard Alpstaegs Ausgangslage im Kampf um die Macht im FCL hat sich in den letzten Wochen und Monaten nicht wirklich verbessert. Vielmehr musste er immer wieder Rückschläge hinnehmen, blitzte bei der Staatsanwaltschaft und den Gerichten ständig ab.

Bis Anfang Woche bekannt wurde, dass die Stadt Luzern ihm die Swissporarena doch nicht wegnehmen wird. Zur grossen Irritation der Verantwortlichen im FC Luzern verkündete die Stadt den Abbruch des Heimfallverfahrens (zentralplus berichtete).

Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Denn der FCL will übers noch nicht abgeschlossene Strafverfahren gegen Bernhard Alpstaeg beweisen, dass dieser nicht nur die Aktienmehrheit am FC Luzern sondern auch am Stadion auf unlautere Weise erlangt hat (zentralplus berichtete).

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch mit Sacha Wigdorovits
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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