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Mit vier Playoff-Siegen in Folge über Lugano
Der Schnell-Zug erreicht mit einem Schock den Halbfinal

  • Lesezeit: 3 min
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Zug-Stürmer Brian Flynn hat die Seinen mit dem Siegtreffer zum 5:4 gegen Lugano in der zweiten Verlängerung in den Halbfinal geschossen. (Bild: EVZ/Felix Klaus)

Es war schon seit fünf Minuten Sonntag, als Zug-Stürmer Brian Flynn mit seinem Siegtor zum 5:4 nach Verlängerung den HC Lugano in die Ferien schickte. Die vier aufeinanderfolgenden Viertelfinal-Siege sind für den EVZ eine süsse Revanche für das gleiche Verdikt gegen den gleichen Gegner vor drei Jahren.

Ein Energieanfall von Verteidiger-Haudegen Johann Morant sorgte dafür, dass es bloss das zweitlängste Spiel der Playoff-Geschichte in der National League wurde. 16 Sekunden fehlten zum Rekord (95:49), den die dritte Partie zwischen Bern und Servette (2:3) aufgestellt hatte. Aber das mochte den Zugern sowas von egal gewesen sein. 

Morant hatte sich in der 96. Minute hinter Luganos Tor durchgesetzt, bediente mustergültig den aufgerückten Captain Raphael Diaz, und dessen scharfen Pass vors Tor lenkte Brian Flynn zum vielumjubelten Siegtreffer ab. Die Zuger haben nun eine Woche spielfrei, weil die anderen drei Viertelfinalserien noch keinen Sieger hervorgebracht haben.

Gefährdet Stephan die Playoff-Mission?

Die Geschichte um das vierte Viertelfinalspiel und das erste, das in der Verlängerung entschieden werden musste, drehte sich neben Morant um drei weitere Protagonisten: Tobias Stephan, Garrett Roe und Dennis Everberg. Weil nur Tobias Stephan aus diesem Quartett keine bella figura machte, fand der EVZ einen Weg zum Sieg.

Trotz dem kürzesten Weg in die Halbfinals muss eine brisante Frage gestellt werden: Gefährdet Tobias Stephan die Zuger Playoff-Mission?

Ein ärgerliches 0:1

Die Frage ist nach seiner zweiten fahrigen Leistung in Folge zwingend. Der Goalie, der noch nie einen Titel geholt hat – den Cupfinal entschied der EVZ mit Ersatzgoalie Sandro Aeschlimann zu seinen Gunsten, hat dem Spiel von allem Anfang eine ungünstige Richtung gegeben. Da es Luganos letzte Chance auf ein Comeback in dieser Serie war, musste damit gerechnet werden, dass die Tessiner los legten wie die Feuerwehr.

Doch was passierte? Es war nicht mal ein laues Lüftchen, das durch die mit 7200 Zuschauern ausverkaufte Corner Card-Arena blies. So sehr hatte Zugs Abwehrverbund den Gegner im Griff. Doch in der fünften Minute passierte der Regie-Fehler: Stephan liess ein Schüsschen von Grégory Hofmann zum 0:1 passieren. Das war ärgerlich aus Zuger Sicht.

Der starke Abend von Garrett Roe

Und es sollte noch schlimmer kommen: Auch bei den folgenden drei Treffern Luganos bis zum Ende der regulären Spielzeit traf den EVZ-Goalie zumindest eine Teilschuld. Eigentlich müsste sich EVZ-Trainer Dan Tangnes ernsthaft überlegen, seiner erklärten Nummer 1 eine Pause zu gönnen und Aeschlimann eine Bewährungschance zu geben. Doch die Chance, dass er das tun wird, ist verschwindend klein. Noch ist der Leidensdruck nicht hoch genug, um einen Goaliewechsel vorzunehmen.

Zum Glück für Zug hatte Garrett Roe einen starken Abend erwischt. Dank dem Amerikaner konnten die Gäste die ersten beiden Gegentore wettmachen. Für das 1:1 in Überzahl war der Hockeyzwerg mit einem Direktschuss selber besorgt, für Dennis Everbergs herrlichen Ablenker zum 2:2 leistete der Mittelstürmer die Vorarbeit. Und als 58 Sekunden später der EV Zug gar nach einer herrlichen Kombination und dem ersten Playoff-Treffer in der Karriere von Sven Leuenberger erstmals in Führung ging, schien Lugano schon halb am Boden.

Aber eben: Da war noch Stephan. Aber seine Vorderleute wussten eine schnelle Antwort: Bloss 58 Sekunden nach dem 3:4 lenkte Yannick-Lennart Albrecht einen Schuss Sentelers entscheidend ab.

Der Schock: Everberg bleibt liegen

Als der EV Zug auch während der zweiten Verlängerung wegen eines abermaligen Wechselfehlers in Unterzahl antreten musste, passierte ein Zwischenfall, der für den EVZ verhängnisvolle Folgen haben könnte. Nachdem Dennis Everberg mit Luganos Taylor Chorney in die Bande krachte, blieb er liegen. Der schwedische Stürmer musste vom Eis geführt werden. Es könnte sich um eine Schulter- oder Armverletzung handeln. Ist sie schwerwiegend, muss der EVZ den Ausfall eines wichtigen Leistungsträgers verkraften. Und das könnte sich negativ auf die offensive Schlagkraft der Zuger auswirken.

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