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Spiess-Hegglin siegt vor Gericht gegen «Weltwoche»-Autor
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Jolanda Spiess-Hegglin muss sich noch eine Weile gedulden, bis ein Urteil vorliegen wird. (Bild: sib )

Philipp Gut unterliegt vor dem Zürcher Obergericht Spiess-Hegglin siegt vor Gericht gegen «Weltwoche»-Autor

2 min Lesezeit 1 Kommentar 18.06.2019, 18:18 Uhr

Das Zürcher Obergericht stützt den Entscheid des Bezirksgerichts: Dieses hatte «Weltwoche-Autor Philipp Gut der üblen Nachrede schuldig gesprochen. Dies im Zusammenhang mit seinem Artikel über den Fall Spiess-Hegglin-Hürlimann an der Zuger Landammannfeier.

Auslöser für den Prozess gegen den stellvertretenden Chefredaktor der «Weltwoche» Philipp Gut war ein Artikel vom September 2015. Darin widmete sich Gut der Ereignisse an der Landammanfeier 2014 mit den beteiligten Personen Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann.

Gut schrieb im Artikel, Spiess-Hegglin habe sich die Schändung ausgedacht, um ihren «Fehltritt» vor ihrem Ehemann zu verheimlichen. Er sprach davon,wie «die linke Frau den rechten Mann planmässig falsch beschuldigt» habe.

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Vor dem Obergericht beteurte Gut nach Angaben der «Luzerner Zeitung» die Richtigkeit seines Artikel und dass dieser faktentreu sei. An den Kernaussagen halte er fest. Und wer die Öffentlichkeit dermassen suche wie Spiess-Hegglin, müsse sich gefallen lassen, dass kritisch berichtet wird, so Gut.

Gut bekommt bedingte Geldstrafe aufgebrummt

Das Zürcher Obergericht sah dies jedoch anders und stützt das Urteil des Bezirksgerichts vom Mai 2017. Es verurteilte Gut am Dienstag wegen übler Nachrede zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 130 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Der Artikel muss jedoch nicht aus dem Online-Archiv der «Weltwoche» und der Mediendatenbank SMD gelöscht werden, wie dies das Bezirksgericht beantragt hatte. Auch muss das Medium das Urteil nicht abdrucken.

Dafür muss Gut Spiess-Hegglin eine Genugtuung von 2’500 Franken und eine Entschädigung für die Anwaltskosten zahlen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Philipp Gut könnte es ans Bundesgericht weiterziehen.

 

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1 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 18.06.2019, 18:51 Uhr

    Das Jolanda Spiess-Hegglin Märchenbuch ist um ein weiteres Kapitel illustriert worden. Nun gut, solange sie prozessiert bleibt sie gewissermassen im öffentlichen Gedächtnis. Offensichtlich wäre nichts schlimmer, als von der Bühne des öffentlichen und medialen Interesses verduften zu müssen. Meiner Meinung nach geht es Frau Spiess-Hegglin in erster Linie um Bedürfnisbefriedigung ihrer narzisstischen Grundzüge und erst im Nachgang um juristische Klärung!