Spaziergänger gefährden geschützte Bäume im Luzerner Wettsteinpark
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Auf einem Schild bittet die Stadtgärtnerei Luzern die Spaziergänger, die Bäume in Ruhe zu lassen. (Bild: jal)

Sie reissen Äste ab Spaziergänger gefährden geschützte Bäume im Luzerner Wettsteinpark

2 min Lesezeit 1 Kommentar 26.07.2020, 14:34 Uhr

Die Stadtgärtnerei Luzern sorgt sich um die jahrhundertealten Bäume im Wettsteinpark. Immer wieder werden Äste und Stöcke abgebrochen.

Der Wettsteinpark auf dem Bramberg ist eine grüne Lunge Luzerns, mit mächtigen, 140-jährigen Mammutbäumen. Gerade an Hitzetagen sorgen sie eine angenehme Abkühlung (zentralplus berichtete). Doch die Spaziergänger danken es ihnen nicht.

Die Luzerner Stadtgärtnerei hat in den letzten Tagen Warnschilder aufgestellt. «Immer wieder werden Äste und Stöcke von Bäumen abgebrochen», ist darauf zu lesen. Und weiter: «Das schadet ihnen. Die Bäume können sogar absterben. Bitte Rücksicht nehmen – die Natur dankt.»

«Im Wettsteinpark haben wir leider festgestellt, dass in letzter Zeit vielfach junge Bäume ‹unter die Räder› kommen», heisst es auf Anfrage seitens der Stadtgärtnerei. Die grossen, etablierten Bäume betreffe dies nicht. «Aber bei jungen Exemplaren wurden oft in grober Weise Äste, Kronenteile oder ganze Stämmlinge abgerissen.»

Es komme immer mal wieder vor dass irgendwo ein einzelner Baum stark beschädigt werde – oder sogar mehrere Bäume findet die auf dem «Heimweg» von irgendjemandem liegen. Das sei aber glücklicherweise die Ausnahme.

Bäume sind teils über 100 Jahre alt

Bekannt ist der Wettsteinpark für die imposanten Mammutbäume, die dort stehen. Sie sind mehrheitlich zwischen 100 und 120 Jahre alt. Bereits 2018 mussten im Bereich des unteren Zuganges des Parks diverse Bäume ersetzt werden, weil sie nicht mehr bruchsicher waren. Es wurde befürchtet, dass sie auf die Bahnlinie fallen könnten, die sich in der Nähe befindet (zentralplus berichtete).

Dass sich die Stadtgärtnerei um die Bäume auf dem 12’700 Quadratmeter grossen Areal sorgt, ist nicht überraschend. Schliesslich war sie über 100 Jahren dort beheimatet.

2009 wurde der Park neu gestaltet und vergrössert. Die Stadt verlegte die Gärtnerei ins Gebiet Ried am Rotsee. Im Park entstanden stattdessen zwei Häuser entstehen.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 26.07.2020, 15:53 Uhr

    Die Menschheit ist am verblöden! Deshalb müssen überall irgendwelche Schilder die Menschen darauf hinweisen, dass gewisse Dinge nicht gehen. So zum Beispiel bei der Hofkirche in den Gräberhallen, wo irgenwelche Bescheurten ihre Fahrräder parkierten. Unglaublich.

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