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Sparprogramm erfasst «LZ Medien» – Mitarbeiter in Sorge
  • Wirtschaft
Angst geht um: Der Medienkonzern CH Media will in seinen Redaktionen 200 Stellen abbauen. (Bild: les )

«Zentralschweiz am Sonntag» steht auf der Kippe Sparprogramm erfasst «LZ Medien» – Mitarbeiter in Sorge

3 min Lesezeit 15.11.2018, 18:10 Uhr

Der neu geschaffene Medienkonzern «CH Media», zu dem auch die «Luzerner Zeitung» gehört, baut 200 Stellen ab. Die Stimmung bei den LZ-Angestellten ist entsprechend bedrückt. Inwiefern sie vom Sparprogramm betroffen sind, lässt sich derzeit nicht beantworten. Dies lässt Raum für Spekulationen.

Das nächste Beben in der Schweizer Medienbranche ist Tatsache: «CH Media» will 200 Stellen abbauen. Vor zwei Monaten wurde das Joint Venture zwischen den NZZ-Regionalmedien und den AZ Medien lanciert. Der Medienkonzern spricht von einem «Integrationsprogramm», in dessen Rahmen über die kommenden 24 Monate unternehmensweit die Kosten um 10 Prozent und damit um circa 45 Millionen Franken gesenkt werden. 

Auch die Angestellten der «Luzerner Zeitung» im Maihof wurden diesen Donnerstag informiert. Um 10 Uhr seien sie ins Sitzungszimmer gebeten worden, hat zentralplus aus verlässlicher Quelle erfahren. Die Stimmung war bedrückt – viele Angestellte seien niedergeschmettert. 

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Wird die «Zentralschweiz am Sonntag» eingestellt?

Chefredaktor Jérôme Martinu habe jedoch versichert, alles dafür zu tun, dass im Raum Luzern so wenige Angestellte wie möglich betroffen sind. Nichtsdestotrotz sei die Rede davon gewesen, dass eine Angebotsreduktion möglich sei.

Im Maihof wird nun spekuliert, dass es wohl als Erstes die «Zentralschweiz am Sonntag» treffen könnte. Diese Angst kommt nicht von ungefähr. «Eine Einstellung ist denkbar, aber nicht beschlossen», sagte Pascal Hollenstein bereits zum Zeitpunkt, als die Gründung des Joint Ventures bekannt gegeben wurde. Hollenstein war früher Super-Chefredaktor der «Luzerner Zeitung» und des «St. Galler Tagblatt» und amtet heute als publizistischer Leiter von CH Media. 

Sparprogramm noch sehr undurchsichtig

Axel Wüstmann, CEO von CH Media, kann in einem Interview mit «Persönlich» die Frage nach der Einstellung von Titeln nicht beantworten. «Grundsätzlich wollen wir unsere über 80 Marken in den Regionen stärken und pflegen. Und wir wollen ein wirtschaftlich gesundes Portfolio. Entsprechend überprüfen wir dieses regelmässig, wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben.»

Er nimmt im informationsarmen Interview auch keine Stellung, ob es beim «Integrationsprogramm» regionale Unterschiede gibt. «Es geht darum, CH Media für die Zukunft aufzustellen, und nicht um regionale Unterschiede. Eins ist klar: Die regionale Verwurzelung, insbesondere unserer Redaktionen und die Kundennähe wollen wir natürlich erhalten.» Keine Informationen gibt’s dazu, ob eher die Produktion oder die Redaktion vom Sparprogramm betroffen ist. 

Bedauern über Arbeitsplatzverluste

Auf Twitter wird der angekündigte Stellenabbau von vielen Seiten kommentiert. Journalist Dennis Bühler, der bis Juni 2018 unter anderem für die Aargauer Zeitung aus dem Bundeshaus berichtete und heute für die «Republik» schreibt, twittert:


 

Hansi Voigt, ehemals «20 Minuten online» und «Watson», heute Betreiber der Plattform «WePublish» und Verwaltungsrat von zentralplus, setzt Hoffnung in die anstehende Revision des Mediengesetzes:


 

 

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