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Sparen in Emmen: Wenn der Lehrer ausfällt, gibt’s schulfrei
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(Bild: zvg)

SP und Grüne Luzern reichen Vorstösse ein Sparen in Emmen: Wenn der Lehrer ausfällt, gibt’s schulfrei

2 min Lesezeit 26.01.2018, 11:15 Uhr

Kantonrat Urban Sager hat auf die kommende Session eine dringliche Anfrage an die Luzerner Regierung bezüglich Unterrichtsausfall wegen nicht besetzter Stellvertretungen eingereicht. 

Die Gemeinde Emmen ist seit 2017 nicht mehr in der Lage, für alle Ausfälle von Lehrpersonen in der Sekundarschule eine Stellvertretung zu finanzieren. Fallen Lehrpersonen bis zu einer Woche aus, so kommt es auf der Sekundarschule in Emmen entsprechend oftmals zu Unterrichtsausfall für die Schüler. Nicht gehaltene Lektionen oder durch andere Lehrpersonen neben der eigenen Unterrichtstätigkeit nur beaufsichtigte Lektionen stellen für die SP eine deutliche Qualitätseinbusse in der Bildung dar.

Die Partei schreibt in einer Mitteilung: «Die Gemeinde Emmen nimmt eine tiefere Qualität der Bildung in Kauf, um Ausgaben zu senken.» Auch im neuen Voranschlag, der im Dezember letzten Jahres vom Einwohnerrat zurückgewiesen wurde (zentralplus berichtete), setze sich der Bildungsabbau fort und benachteiligt die Emmer Schüler gegenüber Kollegen in anderen Gemeinden.

Gerade auch vor dem Hintergrund der am Montag im Kantonsrat diskutierten Bildungsinitiative der Luzerner Allianz für Lebensqualität seien die Zustände in Emmen von Bedeutung. Die Regierung behaupte in ihrer Botschaft zur Initiative nämlich, die Luzerner Bildungsqualität sei hoch und auch nicht in Gefahr, weshalb die Initiative überflüssig sei (zentralplus berichtete). Der in Emmen erfolgte Bildungsabbau aufgrund fehlender finanzieller Mittel spreche laut der SP aber eine andere Sprache und zeigedeutlich auf, dass die Bildungsqualität aufgrund einer Unterfinanzierung des Staates stark unter Druck ist. 

Im weiteren Verlauf des Tages haben auch die Grünen eine dringliche Anfrage zum Thema eingereicht. An der Kantonsratsdebatte vom kommenden Montag wird über die Dringlichkeit der Vorstösse beschlossen. Die Luzerner Regierung lehnt die Dringlichkeit in beiden Fällen ab.

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