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Spange Nord: Experten prüfen Verzicht auf umstrittenes Bauprojekt
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Der heutige Kreisel Schlossberg soll mit der Spange Nord einem Grosskreisel weichen, der um eine Überbauung führt. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Kanton Luzern engagiert externe Planer Spange Nord: Experten prüfen Verzicht auf umstrittenes Bauprojekt

2 min Lesezeit 26.09.2018, 13:28 Uhr

Die Spange Nord wird um ein Kapitel reicher. Nun bestellt der Kanton externe Experten, die das umstrittene Projekt ein Jahr lang auf Herz und Nieren untersuchen. Auch ein gänzlicher Verzicht auf die Spange Nord und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Gesamtsystem Bypass werden untersucht.

Der Luzerner Kantonsrat hat Anfang Mai 2018 einen Kredit über 6,5 Millionen Franken für die weitere Planung des Spange-Nord-Projekts gesprochen. Zugleich hat er weitere Abklärungen gefordert. So sollen im Rahmen des Bauprojekts verschiedene Varianten der Linienführung, eine Untertunnelung im Abschnitt Knoten Sedelstrasse – Schlossberg oder der Verzicht auf die Fluhmühle-Brücke erneut geprüft werden. Das Bauprojekt soll auch die Auswirkungen eines kompletten Verzichts auf die Spange Nord untersuchen. Nach wie vor gelte es, eine gute städtebauliche Lösung anzustreben.

Externe Überprüfung

Bis im Herbst 2019 findet nun eine externe Überprüfung des Projektes Spange Nord statt, wie der Kanton Luzern in einer Mitteilung schreibt. Dabei werden ergebnisoffen folgende Aspekte geprüft:

  • Variantenspektrum Korridor, Linienführung: Ist die aktuelle Linienführung die beste Variante?
  • Elemente: Braucht es die Fluhmühle-Brücke als Zubringer zum Anschluss Lochhof? Wie verhält es sich mit einer weiterführenden Untertunnelung im Abschnitt Schlossberg bis Knoten Sedel?
  • Spange Nord: Braucht es die Spange Nord überhaupt als Schlüsselelement des Gesamtsystems Bypass?

Um eine unabhängige Bearbeitung sicherzustellen, werden für die Projektkoordination und die Projektbearbeitung Planungsbüros beauftragt, welche bisher nicht am Projekt Spange Nord beteiligt waren. Mit den Abklärungen soll eine spezifische Übersicht über Zweck, Varianten und Nutzen der Spange für die Stadt, Agglomeration und den Kanton Luzern geschaffen werden. Die Arbeiten werden in einem Synthesebericht zusammengestellt. Für die Planungsarbeiten wird mit einer Dauer von rund neun bis zwölf Monaten gerechnet.

Die Anwohner rund um den Schlossberg wehren sich gegen die Spange Nord.

Die Anwohner rund um den Schlossberg wehren sich gegen die Spange Nord.

(Bild: les)

Information der Interessensgruppen

Die Überprüfung des Projekts wird mit einer verstärkten Projektkommunikation begleitet. So wird der Projektfortschritt jeweils der zuständigen Verkehrs- und Baukommission des Kantonsrates unterbreitet. Zur Förderung der direkten Information wird eine «Info-Gruppe Spange Nord» – bestehend aus Vertretern der Stadt Luzern, den Agglomerationsgemeinden, Quartiervereinen, Verbänden sowie der kantonalen Verwaltung und weiteren Interessensvertretern – gebildet und regelmässig über den Fortschritt der Überprüfung informiert.

Abhängig vom Fortschritt der Überprüfung soll im ersten Quartal 2019 eine erste Projektinformation stattfinden.

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