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SP Luzern kritisiert Entwicklung im Asylbereich

1 min Lesezeit 18.12.2015, 10:36 Uhr

Die Caritas und der Kanton Luzern konnten sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Seit 30 Jahren war die Caritas für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig. Das sich dies nun ändert, ärgert die Sozialdemokraten.

Mit grösstem Unverständnis nimmt die SP gemäss einer Mitteilung zur Kenntnis, dass der Kanton Luzern nicht gewillt ist, kostendeckende Leistungen für die Betreuung und die Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen bei der Caritas Luzern einzukaufen. Nach 30 Jahren Zusammenarbeit musste die Caritas Luzern aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Verhandlungen mit dem Kanton Luzern abbrechen (zentral+ berichtete).

«Einmal mehr muss der Kanton Luzern in einem sensiblen Bereich sparen – dies mit ungewissem Resultat», kommentiert Kantonsrätin Marlene Odermatt die neueste Entwicklung im Asylbereich. Ein weiteres Mammutprojekt müsse übernommen und bereits auf 1. Januar 2017 umgesetzt werden. Fraglich sei, ob dies durch den Kanton selber oder durch einen externen Anbieter geschehen soll. Die Caritas spricht von rund 40 betroffenen Mitarbeitenden.

Die SP ist höchst beunruhigt über diese Entwicklung. Denn bereits die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden will der Kanton Luzern ab 1. Januar 2016 selber regeln. Dies kostete rund 70 Mitarbeitenden der Caritas Luzern die Anstellung. Bei weitem nicht alle wurden vom Kanton Luzern für die Umsetzung übernommen. Noch bevor sich die neue kantonale Organisation richtig etablieren kann, muss wegen leerer Staatskassen ein weiteres Projekt neu aufgegleist werden.

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