Sonderschule Mariazell testet neuen Elektro-Schulbus im Alltag
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Der Elektrobus Maxus beim Ersteinsatz vor der Sonderschule Mariazell, Sursee. (Bild: zvg/Auto AG)

Zweimonatiger Testbetrieb Sonderschule Mariazell testet neuen Elektro-Schulbus im Alltag

3 min Lesezeit 16.03.2021, 11:53 Uhr

Ob sich eine neue Technologie im täglichen Betrieb bewährt, zeigt sich erst im realen Praxistest. Nutzfahrzeuge und Busse mit Elektroantrieb gibt es schon länger auf dem Markt. Erst jetzt setzen sich jedoch massentaugliche Serienfahrzeuge durch. Die Sonderschule Mariazell in Sursee startete gestern mit einer umfassenden Pilotphase: Der Elektrobus Maxus mit acht Plätzen wird von der Auto AG Bus betrieben.

Ab sofort läuft ein zweimonatiger Testbetrieb mit einem Maxus Elektrobus für den Schülertransport der Sonderschule Mariazell in Sursee und Beromünster. Für die Kinder, die jeden Tag aus allen Ecken des Kantons zur Schule gefahren werden, spiele es keine grosse Rolle, ob der Kleinbus mit Elektro- oder Dieselmotor fährt. Für die Schulleitung jedoch schon, wie Armin Müller, Geschäftsführer der Stiftung Schule und Wohnen Mariazell, in einer Mitteilung der «Auto AG» zitiert wird: «Die Auto AG Bus als Betreiberin der Schülertransporte initiiert mit dem Test einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Wir wollen kein Elektrofahrzeug für die Etikette, sondern nachhaltige Lösungen in allen Bereichen des Schulbetriebs.»

Über den neuen Elektro-Schulbus

Maxus gehört zum SAIC-Konzern, Chinas grösstem Automobilhersteller, und gelte als Wegbereiter mit 0 Prozent Emission im Bereich der Nutzfahrzeuge. Erstmals in der Schweiz wird das Fahrzeug nun für den täglichen Einsatz als Schul- bzw. Kleinbus einem Praxistest unterzogen. Der Maxus Kleinbus ist ein elektrisches Nutzfahrzeug mit einer Reichweite von knapp 200 Kilometer und einer Nutzlast von fast 950 Kilogramm.

Man sei bestrebt, wo immer möglich alternative und nachhaltige Energie einzusetzen und zu fördern. Armin Müller: «Bei unserem Neubau in Sursee haben wir in die gesamte Dachfläche eine Photovoltaik-Anlage integriert. Die Erneuerung der Heizung an unserem zweiten Standort in Beromünster in diesem Sommer werden wir ebenfalls mit einer neuen PV-Anlage kombinieren, inklusive zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge.» Auch im täglichen Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern würden Umweltfragen thematisiert, so etwa mittels Naturpädagogik oder beim sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln.

Auto AG Bus setzt auf alternative Antriebe

Seit nunmehr 18 Monaten werden die Schülertransporte für die Sonderschule Mariazell in Sursee und Beromünster mit 14 Kleinbussen durchgeführt. Martin Senn, Geschäftsführer der Auto AG Bus sagt: «Der Testbetrieb erlaubt uns, das Elektroauto im anspruchsvollen Alltag zu prüfen.» Sicherheit und Pünktlichkeit würden dabei im Vordergrund stehen.

Ladestationen müssten für den täglichen Betrieb mit grosser Reichweite tadellos funktionieren und Chauffeure für besondere Vorkommnisse geschult werden. «Nach ein bis zwei Monaten werden wir genau analysieren, wie schnell die Kleinbusflotte auf Elektro umgestellt werden kann.»

Armin Müller (Geschäftsführer der Stiftung Schule und Wohnen Mariazell) und Martin Senn, Geschäftsführer der Auto AG Bus. (Bild: zvg)

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