Sofortmassnahmen: So soll die neue Luzerner 1er-Linie zuverlässiger werden
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Die längste Trolleybuslinie im Kanton Luzern: Der 1er-Bus fährt neu von Kriens bis zur Mall of Switzerland in Ebikon. (Bild: Noël Schuler/vbl)

Busse verlieren bei der Mall of Switzerland Zeit Sofortmassnahmen: So soll die neue Luzerner 1er-Linie zuverlässiger werden

2 min Lesezeit 3 Kommentare 21.01.2020, 12:39 Uhr

Die täglichen Verspätungen der verlängerten VBL-Linie 1 bis nach Ebikon Fildern haben seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember für viel Ärger bei den Passagieren gesorgt. Nun präsentiert der Verkehrversbund Luzern (VVL) Massnahmen, mit welchen er dem Problem begegnen will.

Mit dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2019 wurde die Linie 1 vom Luzerner Maihof- Quartier bis nach Ebikon, Fildern verlängert. In den ersten Betriebswochen gab es auf der Linie 1 eine Häufung von teils grossen Verspätungen (zentralplus berichtete).

«Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens während den Hauptverkehrszeiten konnte der publizierte Fahrplan bei vielen Verbindungen nicht mehr eingehalten werden», teilt der Luzerner Verkehrsverbund (VVL) am Dienstag mit.

Durch die Verspätungen verkehrten die Busse auf der Linie 1 in unregelmässigen Abständen, was zu überfüllten Fahrzeugen führte. Als Folge konnten in Ebikon die Anschlüsse von der Linie 1 auf die Linien 22 und 23 nicht sichergestellt werden.

Bei grossen Verspätungen müssen Passagiere früher raus

Der VVL habe den dringenden Handlungsbedarf erkannt. Zusammen mit den Verkehrsbetrieben Luzern wurden verschiedene Sofortmassnahmen erarbeitet. Ziel sei es, die Kapazität zu erhöhen, die Pünktlichkeit der Linie 1 zu verbessern und die Anschlüsse möglichst zu gewährleisten:

  • Anpassungen bei der Lichtsignalanlage Sedel, um Rückstau im Bereich Schlossberg/ Zürichstrasse zu vermeiden.
  • Optimierung der Lichtsignalanlage Fildern, da die Busse beim Wenden im Kreisel vor der Mall of Switzerland viel Zeit verlieren (in Prüfung).
  • Beim Kreisel Mall of Switzerland: Neue Halteverbotstafel sowie zusätzliche Bodenmarkierungen (in Umsetzung).
  • Überprüfung der Verlustzeiten der Linie 1 in beide Richtungen.

Verbessert werden soll auch die Koordination durch die Leitstelle. Diese soll bei grossen Verspätungen eingreifen. Fahrdienstmitarbeiter könnzen aufgefordert werden, bei der Haltestelle Ebikon Weichlen alle Passagiere aussteigen zu lassen. Die Busse wenden dann bereits beim alten M-Park. So können laut Auskunft der vbl «fünf bis zehn Minuten» gespart werden. Dies werde aber nur dann passieren, wenn «ein Folgekurs rund eine bis drei Minuten später die wartenden Leute mitnehmen kann»

Wegen der hohen Nachfrage werde zudem geprüft, ob die Verkehrsbetriebe morgens zusätzliche Fahrzeuge einsetzen können. Allerdings wäre dies frühestens nach den Fasnachtsferien, ab dem 2. März, der Fall. Denn während der Fasnacht sei die Belastung für die Transportunternehmen hoch. Die notwendigen Abklärungen sind im Gange.

Die ersten betrieblichen Sofortmassnahmen wurden vergangene Woche bereits umgesetzt.

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3 Kommentare
  1. Chauffeur, 21.01.2020, 14:22 Uhr

    Alle motzen, und niemand denkt dabei, dass wir, die Chauffeuren keinerlei Einfluss darauf hatten, wie der jetzige Plan aussieht. Für uns genau so mühsam, unseren Ablösepunkt Ebikon Bahnhof wahrzunehmen. Danke für euer Verständnis.

  2. Sandra Häfliger, 21.01.2020, 13:40 Uhr

    Es war eine ausgesprochen dumme Idee, 3 Linien die stadtauswärts operierten durch eine einzige zu ersetzen. Ebenso dumm, dass man vom Inwil/Buchrain bzw. dem hinteren Rontal nicht mehr direkt in die Stadt kommt. Und wohl das dümmste war, den Bus bei der Mall of Switzerland wenden zu lassen. Wenn man bei der Endstation ankommt muss man noch ewig warten, bis man endlich aussteigen kann. Insgesamt eine katastrophale Entwicklung für den ÖV in der Agglo.

    1. B Suter, 21.01.2020, 14:58 Uhr

      Wieso soll das dumm sein die Busse neu zu verknüpfen? In jeder grösseren Stadt funktioniert das so. Man erwartet immer dass der ÖV effizient ist aber wenn die ineffiziente Luxus Situation ersetzt wird mit einer rationaleren wird gemotzt. Klar hat das System Kinderkranheiten, das ist immer so.

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