Sörenberg ermöglicht Skifahren – mit strengem Sicherheitskonzept
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Das Skigebiet Sörenberg erhoft sich viele Gäste. (Bild: hch)

Ansturm aus dem Ausland ist nicht zu erwarten Sörenberg ermöglicht Skifahren – mit strengem Sicherheitskonzept

2 min Lesezeit 3 Kommentare 26.11.2020, 20:00 Uhr

In vielen europäischen Ländern werden die Skigebiete erst nach Weihnachten öffnen. Dank konsequentem Sicherheitskonzept können die Schweizer Bergbahnen trotzdem Gäste empfangen. Wir haben mit Theo Schnider, dem Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen Sörenberg, gesprochen.

In einer Regierungserklärung forderte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schliessung aller europäischen Skigebiete, wie die «Luzerner Zeitung» berichtete. Auch Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte und der französische Präsident Emmanuel Macron sprachen sich für eine Schliessung der Skigebiete aus. Einzig Österreich ist für eine Öffnung.

Wie die Situation in der Schweiz diesen Winter aussehen soll, hat der Bundesrat am Donnerstag bekannt gegeben. So sagte Alain Berset an der Medienkonferenz: «Skigebiete können offen haben. Mit strengen Schutzkonzepten. Das war immer das Ziel, das wir verfolgt haben.»

Das Skigebiet Sörenberg freut sich auf die Öffnung

«Wenn die Schutzkonzepte streng angewendet und überprüft werden, glaube ich nicht, dass eine Schliessung nötig ist», sagt Theo Schnider, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg. «Es liegt jedoch am Gastgeber – in diesem Falle an den Bergbahnen – das heisst, bei jeder einzelnen Mitarbeiterin das Schutzkonzept vorzuleben und durchzusetzen», fügte er an.

Laut Schnider hat das Skigebiet Sörenberg ein strenges Schutzkonzept. Eine straffe Parkplatzbewirtschaftung um Massenaufläufe zu verhindern, regelmässige Desinfektion der Bahnen und eine allgemeine Maskenpflicht bereits ab Parkplatz sollen eine Verbreitung des Virus verhindern. Doch das Skigebiet im Entlebuch hat auch einen Vorteil dank seiner Lage.

So sagt Schider: «Das Skigebiet Sörenberg hat insofern Glück, dass es viele verschiedene Transportmöglichkeiten gibt, um vom Tal in die Höhe zu kommen. Es gibt kein Nadelöhr, wie in anderen Skigebieten, wo eine einzige Gondel die Gäste auf den Berg bringen muss. Zusätzlich haben wir viele Skilifte mit einer Art Frischluftgarantie.»

Wenige ausländische Touristen

Obwohl einige der europäischen Länder ihre Skigebiete gar nicht erst öffnen werden, geht Schnider nicht von einem Ansturm von ausländischen Gästen aus. «Sörenberg hat hauptsächlich Gäste aus der Schweiz. Nur vereinzelt kommen Skifahrer aus dem Ausland hierher.»

Das scheint aber kein grosses Problem zu sein, wenn man einen Blick auf die Verkaufszahlen der Jahresabonnements wirft. «Man merkt, dass die Leute Lust haben, nach draussen zu gehen und Zeit in der Natur zu verbringen», sagt Schnider. Es sei jedoch noch zu früh, um einzuschätzen, wie der Vorverkauf läuft. Normalerweise werden in den letzten Tagen die meisten Tickets verkauft.

«Wir alle haben es eigentlich selber in der Hand, mit (etwas mehr) Disziplin, mit mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, zu einem erholsamen und unbeschwerten Wintersporterlebnis zu kommen», sagt Schnider.

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3 Kommentare
  1. John, 28.11.2020, 19:31 Uhr

    Erster Abschnitt: Merkel für Schliessung, Conte und Macron auch für Öffnung, einzig Kurz für Schliessung… Ein ziemliches Durcheinander.

  2. Ski Stock, 26.11.2020, 20:29 Uhr

    Sörenberg hat ein Skigebiet? Dort ist man ja mehr am „Stöcklen“ als am fahren…… Dafür sind die Kaffee’s in der Schwand erste Sahne.

    1. Telemärkler, 27.11.2020, 10:13 Uhr

      @Ski Stock: Wahrscheinlich bis jetzt das Brienzer Rothorn nur von unten betrachtet mit dem Kaffee in der Hand. Dabei ist dir ziemlich sicher sogar der „Hundschnobu“ zu gefährlich erschienen.

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