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So wird der EVZ Meister
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EVZ-Fans am Match gegen Davos – letztes Jahr. Am Samstagabend treffen die beiden Teams wieder aufeinander. (Bild: Martin Meienberger )

Wir haben bei Headcoach und Captain nachgefragt So wird der EVZ Meister

3 min Lesezeit 20.02.2016, 18:00 Uhr

Dem EV Zug bleiben noch vier Partien, um die Details in seinem Spiel abzustimmen und rechtzeitig für die Playoffs in Topform zu kommen. Nur – wie macht man das? Und was sind die Erwartungen für die Playoffs? Headcoach und Captain sagen uns, weshalb sie einige Spiele «dumm verloren» haben und weshalb es der EVZ trotzdem zum Meistertitel schaffen wird.

Nach der Nationalmannschaftspause geht es Schlag auf Schlag weiter mit der Qualifikation. Bereits am Dienstag spielte der EVZ wieder, wobei er gegen den Tabellenvorletzten in Langnau eine unnötige Niederlage kassierte. Am Samstagabend geht es los gegen den HC Davos. Innert acht Tagen bestreiten die Zuger die letzten fünf Spiele der Qualifikation, ehe es bereits in zwei Wochen mit den Playoffs losgeht. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um in Topform zu kommen.

Eine Eigenart im europäischen Eishockey ist die Nationalmannschaftspause Anfang Februar, kurz bevor die letzten Qualifikationsrunden ausgetragen werden. Dieser Unterbruch kann den Lauf einer Mannschaft bremsen, aber auch als willkommene Möglichkeit dienen, um einen letzten Feinschliff am eigenen Spiel vorzunehmen. Wie ging der EVZ mit dieser spielfreien Zeit um und woran hat das Team in dieser Zeit gearbeitet?

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Ab in den Playoff-Modus

Wir treffen Harold Kreis und Fabian Schnyder am Donnerstagabend – also am Tag vor dem Spiel gegen Biel – in der Bossard-Arena zum Interview. Captain Fabian Schnyder sieht die Pause positiv: «Man kann die Batterien neu laden und kleinere Blessuren ausheilen lassen. Die Intensität in den Trainings wird höher, damit wir in den Playoff-Modus kommen.» Abgesehen von der Steigerung der Intensität würden sich die Trainings jedoch nicht sonderlich von jenen in einer früheren Phase der Qualifikation unterscheiden.

«Wir analysieren das letzte Spiel und versuchen bestimmte Dinge zu verbessern, wie defensiv besser zu sein oder mehr Druck auszuüben. Insgesamt geht es darum, dass wir unsere Spielweise festigen», meint Headcoach Harold Kreis. Die Spielzüge würden immer wieder geübt, damit die Fehlerquote reduziert würde und die Mannschaft das eigene Spiel über 60 Minuten auf einem konstant hohen Niveau durchziehen könne.

Suche nach der Topform

Die Intensität in den Trainings zu steigern ist das eine, etwas anderes ist die Umsetzung im Spiel. Noch schwieriger ist es, den Höhepunkt der Leistungskurve exakt zum Start der Playoffs zu erreichen. Schnyder sagt denn auch: «Man kann den Schalter nicht plötzlich umdrehen, sondern muss sich langsam herantasten.»

«Die Topspieler müssen top sein, der Goalie ist entscheidend.»

Harold Kreis, Headcoach EVZ

Wichtig sei deswegen, dass die Leistungen bereits in der Qualifikation stimmen. Sowohl Captain als auch Headcoach sind insgesamt zufrieden mit der Qualifikation, ärgern sich aber über einige Spiele, die sie «dumm verloren» hätten. Damit die Mannschaft zum Playoff-Start stark sei, müssten sich die Leistungen unmittelbar davor auf einem hohen Niveau befinden.

Kreis hebt deshalb mehrmals die Bedeutung der letzten Qualifikationsrunden hervor. Gemäss dem Deutschkanadier wüssten die Spieler zu diesem Zeitpunkt der Saison, wie sie zu spielen hätten, «gearbeitet wird vor allem an der korrekten und konstant erfolgreichen Ausführung der tagtäglich geübten Spielzüge».

«Der Goalie ist entscheidend», sagt Headcoach Harold Kreis. Samuel Walser (Davos, rechts) schiesst auf das Tor von Torhüter Tobias Stephan (EVZ). (Archivbild)

«Der Goalie ist entscheidend», sagt Headcoach Harold Kreis. Samuel Walser (Davos, rechts) schiesst auf das Tor von Torhüter Tobias Stephan (EVZ). (Archivbild)

(Bild: Martin Meienberger)

Spiel für Spiel gewinnen

Bei aller Diskussion über die Vorbereitung auf die Playoffs interessieren uns natürlich die persönlichen Erwartungen der beiden Protagonisten. Dabei lehnen sich sowohl Schnyder als auch Kreis nicht allzu weit aus dem Fenster, sondern wollen «ein Spiel nach dem anderen gewinnen und nicht das grosse Bild anschauen». Kreis hat mit Lugano 2006 und den ZSC Lions 2008 bereits zweimal den Meistertitel als Cheftrainer gewonnnen und weiss deshalb, was es braucht, um Meister zu werden.

«Für mich ist es eine Kumulation von Erfahrungen und Persönlichkeiten, deine Topspieler müssen top sein, der Goalie ist entscheidend», sagt Kreis. «Es sind so viele Faktoren, die den Unterschied ausmachen. Wir fokussieren uns jetzt auf die restlichen Spiele, dann sind wir sicher bereit für die Playoffs.»

Captain Schnyder und Headcoach Kreis sind also überzeugt, dass dieses Team einiges erreichen kann, wenn es konsequent sein eigenes Spiel durchzieht. Gleichwohl wissen die beiden um die Unabwägbarkeiten des Meisterrennens und versuchen sich nur auf das zu konzentrieren, was sie momentan selber beeinflussen können. Deshalb meint Kreis abschliessend: «Wir denken jetzt nicht an die Playoffs, sondern an das Spiel gegen Biel morgen Abend.»

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