So viele Schweizer Touristen in Luzern wie noch nie
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Die Luzerner Hotellerie leidet unter der Pandemie – ein Lichtblick sind die einheimischen Touristen.

Rekordwerte in den Sommermonaten So viele Schweizer Touristen in Luzern wie noch nie

2 min Lesezeit 1 Kommentar 06.04.2021, 11:22 Uhr

Während bei den ausländischen Gästen die tiefsten Werte seit Messbeginn zu verzeichnen sind, besuchten Schweizerinnen die Region im vergangenen Sommer so oft, wie noch nie zuvor. Das Corona-Jahr stellt damit die Verhältnisse auf den Kopf – vor allem in der Stadt Luzern.

Im Jahr 2020 verbrachten die Gäste aus der Schweiz mehr als 725’000 Nächte im Kanton Luzern. Sie vereinten damit über zwei Drittel der Logiernächte in den Luzerner Hotels und Kurbetrieben auf sich. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 war der entsprechende Anteil der inländischen Gäste mit rund 33 Prozent wesentlich kleiner gewesen. Gegenüber dem Vorjahr blieb im Kanton Luzern die Übernachtungszahl der Schweizer Gäste beinahe auf dem gleichen Niveau (−1,0%).

Die Schweizer kamen vor allem im Sommer: Denn der insgesamt massive Rückgang der Logiernächte über alle Gäste gesehen verringerte sich leicht in den Monaten Juli (−41,0%), August (−38,5%), September (−41,8%) und Oktober (−43,8%). «Dafür verantwortlich waren die Gäste aus der Schweiz, die vermehrt in Luzerner Hotels übernachteten», heisst es in einer Mitteilung von Lustat Statistik Luzern.

Die Übernachtungszahlen erreichten in den vier genannten Monaten sogar Rekordwerte: Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat nahmen die Übernachtungen von Schweizer Gästen zwischen 60,7 Prozent im Juli und 38,5 Prozent im August zu. Der Höchstwert wurde im Juli mit über 110’400 Übernachtungen erreicht.

Verhältnisse in der Stadt Luzern auf den Kopf gestellt

Insgesamt wurden im Kanton Luzern 2020 noch eine Million Übernachtungen gezählt (-52,4 Prozent). Das ist der tiefste Wert seit dem Messbeginn 1992.

Das Fernbleiben der ausländischen Gäste war in der Stadt erwartungsgemäss am stärksten spürbar – Die Logiernächte gingen um 898’000 Übernachtungen um 60 Prozent zurück und machen damit den Hauptteil des Verlustes aus. In anderen Regionen wie Michelsamt-Surental oder dem Entlebuch war der Rückgang mit 5,7 respektive 10 Prozent vergleichsweise moderat.

Vor der Pandemie machten die ausländischen Gäste den wichtigsten Teil der Logiernächte in der Stadt Luzern aus, rund 1,34 Millionen oder rund 77 Prozent. Mit den erschwerten Reisebedingungen im Zuge von Corona kippte dieses Verhältnis: Im Jahr 2020 waren es über das ganze Jahr gesehen noch rund 39 Prozent internationale Gäste, wie aus einer Mitteilung von Lustat hervorgeht.

Die Gäste dürften gerne noch etwas länger bleiben

Tief war auch die Zahl der besetzten Zimmer: Die mittlere Zimmerauslastung lag im Kanton Luzern 2020 bei 30,8 Prozent (CH: 36,1%). Im Durchschnitt waren also im Kanton Luzern über zwei Drittel der Zimmer frei.

Leicht zu nahm 2020 die mittlere Aufenthaltsdauer in den Luzerner Hotels und Kurbetrieben gegenüber dem Vorjahr. Sie betrug 1,9 Nächte (2019: 1,7 Nächte). Dieser Wert war weiterhin tiefer als der gesamtschweizerische Durchschnitt von 2,2 Nächten.

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1 Kommentare
  1. Stadt Luzerner, 06.04.2021, 13:38 Uhr

    Die Richtung stimmt……. Luzern Tourismus sollte alles daran setzen, dass dieser Trend anhält. Sie müssen das Hauptaugenmerk auf die Schweiz und Europa legen. Luzern soll und wird sich verändern. Es gibt keinen Grund mehr, Cars voller Asiaten nach Luzern zu karren um ihnen im Schnellverfahren am Grendel eine überteuerte Uhr oder billigen Plastik-Souvenir-Quatsch zu verkaufen, welcher ebenfalls bereits den Weg von Asien nach Luzern zurückgelegt hat, bevor sie wieder verschwinden, um sich in Ebikon mit Food aus Ihrer Heimat massenabfertigen zu lassen. Die Luzernerinnen und Luzerner sollen sich den Grendel zurückholen!

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