Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
So trotzen die Bäume der Klima-Erwärmung
  • Aktuell
Zum Schutz vor Wildschäden werden Hüllen um ausgewählte Baumarten angebracht – wie hier im Luzerner Bireggwald. (Bild: zvg)

Kanton Luzern präsentiert Massnahmen So trotzen die Bäume der Klima-Erwärmung

2 min Lesezeit 14.08.2019, 12:39 Uhr

Der Wald spürt die Veränderungen des Klimas bereits heute. Um die Folgen abzufedern, setzt der Kanton Luzern zusammen mit dem Bund auf widerstandsfähige Bäume. Auch eine App soll Förstern helfen.

Damit der Wald auch in Zukunft seine Funktionen erfüllen könne, müsse sich dieser an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen, teilt der Kanton Luzern mit. Gezielte Massnahmen können die Bäume dabei unterstützen.

Unterstütze Zentralplus

An der Forstmesse in Luzern (15.–18. August) präsentieren Bund und Kantone eine neue App für Forstfachleute und Wald-Interessierte. Diese zeigt standortgerechte Baumarten auf, die anpassungsfähig sind und auch in einem veränderten Klima gedeihen.

Besonders während der Sommertrockenheit 2018 – die längste Periode ohne Niederschläge seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen 1864 – liess die Waldböden stark austrockneten und die Bäume leiden

Bäume fallen Käfer zum Opfer

Im Kanton Luzern zeigen sich die Folgeschäden deutlich: In tieferen Lagen fielen 2018 zahlreiche geschwächte Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer. Die Trockenheit begünstige weiterhin die rasante Vermehrung der Borkenkäferpopulation. Selbst einzelne der tief wurzelnden Weisstannen seien abgestorben, heisst es.

Heute keimende Bäume dürften bereits im mittleren Alter in einem stark veränderten Klima wachsen. Darum sei es für Forstfachleute und Waldeigentümer wesentlich, zukunftsfähige Baumarten zu kennen. Helfen soll dabei die neue Baumarten-App, die als Prototyp vorgestellt wird.

Bireggwald Luzern: Um Föhren und andere trockenheitsresistente Baumarten wie Eichen zu fördern, werden Buchen aktiv zurückgedrängt. (Bild: zvg)

Mehr reine Laubwälder

Mit der App könne man sich ein Bild machen, welche Baumarten bei der Pflege junger Wälder schon heute gefördert werden sollten. Fachleute erhalten Tipps, welche Baumarten in den Jungwäldern begünstigt oder neu gepflanzt werden sollten.

Fachleute rechnen damit, dass sich die Vegetationshöhenstufen gegen Ende des 21. Jahrhunderts, je nach Klimaentwicklung, um 500 bis 700 Höhenmeter gegen oben verschieben werden. «Praktisch bedeutet dies, dass sich grosse Flächen von heute natürlichen Nadel- oder Mischwäldern zu reinen Laubwäldern entwickeln werden», teilt die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit.

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare