FCL-Trainer Sandro Chieffo, der Nachfolger des am Montag entlassenen Fabio Celestini, leitet an diesem Donnerstag das erste Mannschaftstraining (links Yvan Alounga).
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FCL-Trainer Sandro Chieffo, der Nachfolger des am Montag entlassenen Fabio Celestini, leitet an diesem Donnerstag das erste Mannschaftstraining (links Yvan Alounga). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Erstes Training unter Fabio Celestinis Nachfolger So tickt der neue FCL-Trainer Sandro Chieffo

4 min Lesezeit 4 Kommentare 25.11.2021, 15:32 Uhr

Der Anruf am späten Sonntagabend raubte ihm den Schlaf. Aber er habe keine Hundertstelsekunde überlegen müssen, um Remo Meyer zuzusagen, sagt der neue FCL-Trainer Sandro Chieffo. Schliesslich hat der 42-jährige Zürcher die Ambition, auch im nächsten Jahr noch der Übungsleiter des Cupsiegers zu sein.

Sein Nachname animiert zu einem Kalauer, frei nach dem Motto «Jetzt ist Sandro der neue Chieffo beim FCL». Chieffo steht dabei selbstredend für Chef.

Auf die Frage von zentralplus, ob ihm dieses Wortspiel als Schlagzeile entspräche, entgegnet der bisherige U21-Trainer der Luzerner schmunzelnd: «Nein, Chef tönt für mich nach von oben herab.» Aber natürlich sei er der Verantwortliche dafür, dass die positiven Resultate zum FC Luzern zurückkehrten.

Sandro Chieffo würde sich selber als «Leiter» bezeichnen. «Ich will den Spielern das Gefühl vermitteln, dass ich nicht über ihnen stehe, sondern einer von ihnen bin.» Er habe seinem Trainerstab gesagt, dass es jetzt darum gehe, die Spieler wichtig zu machen. «Bei den jüngeren Spielern sehe ich mich in der Rolle eines Daddy’s, bei den älteren als Freund.»

Aber er weiss auch: «Zwischendurch muss ich auch den Leader markieren. Es ist alles eine Frage der richtigen Balance.»

FCL-Sportchef rief um elf Uhr nachts an

Vorerst ist er für die nächsten vier Spiele am Sonntag gegen Basel (16.30 Uhr, Swissporarena), jeweils auswärts gegen Zürich und GC sowie zum Abschluss im Heimspiel gegen Servette als FCL-Trainer vorgesehen. Die Anfrage für das Einspringen kam in den Stunden nach dem 1:3 der Luzerner am Sonntag in Lugano.

«Im nächsten Jahr FCL-Trainer zu bleiben ist meine Ambition, in der Super League zu trainieren mein Traum.»

FCL-Trainer Sandro Chieffo

Sandro Chieffo erzählt nach seiner ersten Übungseinheit mit den Luzernern, dass er bei einem weiteren Modul zur Erlangung der Uefa-Pro-Lizenz in Magglingen weilte. «Ich befand mich schon im Halbschlaf, als um elf Uhr plötzlich das Handy klingelte. Als ich Remo Meyers Nummer sah, wusste ich sofort, um was es gehen könnte.»

Selbstredend um die Nachfolge von Fabio Celestini, dessen Entlassung am Montag offizialisiert wurde (zentralplus berichtete). Als ihm FCL-Sportchef Remo Meyer erklärt hatte, was Sache ist, habe er keine Hundertstelsekunde gebraucht, um zuzusagen, so Sandro Chieffo. «Ich will der Mannschaft und dem Verein helfen und fühle ich mich bereit für diese Aufgabe.»

Chieffo liebt den Trainerjob

Mit aktuell fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer nach 14 von 36 Spielen in der Super League hat Sandro Chieffo den Tabellenletzten übernommen. Und er ist gekommen, um auch im nächsten Jahr zu bleiben und die Mission zu einem guten Ende zu bringen. «Das ist meine Ambition, in der Super League zu trainieren mein Traum. Wir wollen in den nächsten vier Spielen 12 Punkte holen.»

«Es gibt Spieler, die im Vertrauen angeschlagen sind.»

Aber er habe, so beteuert er, auch nicht das geringste Problem damit, im nächsten Frühjahr wieder zur U21 des FCL zurückzukehren. «Ich liebe den Trainerjob. Und den würde ich mit der genau gleichen Leidenschaft im Nachwuchsbereich leben.»

Spass und Leidenschaft – das sind zwei Stichworte, die fürs Luzerner Super-League-Team evident sind. «Ich kann den Spielern nur etwas mitgeben und sie fordern und fördern, wenn sie sich gut fühlen», glaubt Sandro Chieffo.

Seine Erwartung an die FCL-Spieler

Er ist davon überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität hat, um in jedem Spiel zu siegen und sich in der Liga zu behaupten. Sandro Chieffo hat am Mittwoch erlebt, dass «es Spieler gibt, die auf einen Einsatz brennen. Aber auch solche, die im Vertrauen angeschlagen sind.»

Zwei weitere Trainings am Freitag und Samstag vor seiner ersten Bewährungsprobe gegen Basel sind seiner Meinung ausreichend, um «die Blockade zu lösen».

Aber die Zeit reicht nicht aus, um seine eigene Handschrift als Trainer erkennbar zu machen. Deshalb wird er an der Grundstruktur im Luzerner Spiel vorerst nichts verändern. Aber er hat eine klare Erwartung ans Team: «Ich möchte von den Spielern die Mentalität sehen, dass sie eine positive Einstellung und positive Energie auf den Platz bringen. Das stellt für mich die Basis einer Zusammenarbeit dar.»

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4 Kommentare
  1. Goeggeler, 26.11.2021, 20:55 Uhr

    Wenn Herr Chieffo in diesem Jahr noch 12 Punkte holt mit dem FCL, dann werden wir an Weihnachten in der Swissporarena mindestens 2 Meter Schnee haben und Sandro Chieffo erhält ein 5 Meter hohes Denkmal auf dem Pilatus.

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  2. Mac Tanner, 26.11.2021, 10:53 Uhr

    Eine sehr weise Entscheidung vom besten Sportchef aller Zeiten, bitte weiter so Herr Meyer 🙂
    Und nochmal vielen Dank für den Cupsieg!

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  3. Hannes Estermann, 26.11.2021, 08:51 Uhr

    Vier Siege bis Jahresende ?
    Dichterfürst J.W. von Goethe schrieb einst…
    Die Botschaft hör`ich wohl,allein mir fehlt der Glaube.
    Mir geht es genau so!
    Lasse mich gern eines Besseren belehren und wünsche viel Erfolg.

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  4. Paul, 25.11.2021, 15:50 Uhr

    Toi toi toi! Und gutes gelingen! Würde mich freuen!

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