So stehen die Chancen, dass der US-Präsident zu uns ans WEF kommt
  • Wirtschaft
US-Präsident Donald Trump besuchte das diesjährige WEF in Davos. (Bild: World Economic Forum/Pascal Bitz)

Weniger Teilnehmer So stehen die Chancen, dass der US-Präsident zu uns ans WEF kommt

2 min Lesezeit 08.10.2020, 18:44 Uhr

In Davos hat man im August noch damit gerechnet, dass das WEF in Graubünden stattfindet. Schon damals war klar, dass es eine verkleinerte Version geben wird. Der Kommandant der Bündner Kantonspolizei verriet, wie sie aussehen sollte.

Nun kommt es also in die Zentralschweiz, das WEF. In Davos hatte es eine lange Tradition. Doch als Corona kam, zeichnete sich ab, dass das kommende World Economic Forum wohl nicht mehr wie gewohnt durchgeführt werden kann. Und nun zieht es ganz um. Auf den Bürgenstock (zentralplus berichtete).

Noch sind viele Fragen offen. Wer kommt? Hat Luzern überhaupt Platz für alle? Wie kann die Sicherheit gewährleistet werden? Die beteiligten Behörden machen dazu derzeit kaum Angaben. Einer, der sich mit dem WEF auskennt, hat aber bereits im August einige Details verraten. Damals ging man noch davon aus, dass das internationale Treffen in Davos stattfinden dürfte.

Wer wird eingeladen?

Die Planung war schon in vollem Gang, wie Walter Schlegel, Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, der «Südostschweiz» sagte. Die WEF-Leitung gehe von 1’000 bis 1’500 Teilnehmern aus – vor Corona waren es jeweils um die 3’000. «Bei den eingeladenen Staatschefs soll eine Konzentration auf die Schengen-Staaten erfolgen», so Schlegel. Die Chancen, dass demnach auch der US-Präsident in Luzern vorbeischauen wird, sind folglich klein.

Dennoch werden in der Zentralschweiz zahlreiche Polizisten und Armeeangehörige für die Sicherheit der Bevölkerung und der Gäste sorgen müssen. Wie viele Beteiligte es jeweils in Davos sind, sagte Schlegel der Zeitung aus taktischen Gründen nicht. 2019 verursachte das WEF jedenfalls Sicherheitskosten in der Höhe von rund 8,5 Millionen Franken – damals war US-Präsident Donald Trump zu Besuch.

Am meisten bezahlt der Bund

Die Kosten trug die Gemeinde nicht allein. Für die Jahre 2019 bis 2021 wurde für die Sicherheitskosten am WEF ein Kostendach von 9 Millionen Franken festgesetzt, schreibt die Zeitung. Davon entfallen 3,375 Millionen an den Bund, der Kanton Graubünden trägt 2,25 Millionen. Die Gemeinde steuert 1,125 Millionen Franken bei und das WEF selbst 2,25 Millionen.

Dass die Kosten analog zur begrenzten Besucherzahl sinken, ist unwahrscheinlich. Gerade die Situation mit Covid-19 könnte vergleichsweise mehr Personal erfordern. Schlegel: «Es wird sicher weniger Kosten geben, aber in welcher Höhe diese zu erwarten sind, dazu können wir heute wirklich nichts sagen», sagte er im August.

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