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So sollen die Reisecars vom Inseli verschwinden
  • Regionales Leben
Die Tage des Carparkplatzes auf dem Inseli sollen gezählt sein. (Bild: jwy)

Übergangslösung in Kriens angestrebt So sollen die Reisecars vom Inseli verschwinden

2 min Lesezeit 4 Kommentare 25.05.2020, 10:14 Uhr

Die Stadt Luzern prüft die Möglichkeit alle 27 Carparkplätze auf dem Inseli aufzuheben. Eine Lösung dafür sieht man in Kriens. Dort sieht man das Potenzial für bis zu 40 Parkplätze für Reisecars. Ob das Vorhaben gelingt ist noch offen – es ist nicht der erste Versuch in Kriens. 

Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: 2017 nahm die Luzerner Stimmbevölkerung eine  Juso-Initiative an, welche ein carfreies Inseli forderte. Dies soll nun umgesetzt werden.

Konkret richtet die Stadt ihr Augenmerk auf das Rösslimatt-Areal an der Arsenalstrasse. Es befindet sich direkt an der Autobahn A2 und auf Krienser Boden. Entsprechend prüfe man das Vorhaben mit der Stadt Kriens, wie es in einer Mitteilung heisst.

Hier sollen die Cars hin: Das Areal Rösslimatt in Kriens (Bild: Google Street View)

10 jährige Zwischennutzung

Ziel ist es, das Areal Rösslimatt während rund 10 Jahren als Carparkplatz zu nutzen. Solange bis in der Stadt «eine mehrheitsfähige Lösung gefunden ist und die entsprechenden Infrastrukturen realisiert sind», schreibt der Stadtrat.

Die Tatsache, dass auf dem vorgesehenen Areal deutlich mehr Cars parkieren könnten, sei ein wichtiges Argument für den Stadtrat. Dies, weil während der touristischen Hauptsaison von April bis Oktober bereits heute ein Parkierungsengpass für Reisecars besteht – auch wenn dies heuer wohl nicht der Fall sein wird.

Mit der Grundstückeigentümerin habe man sich in einem ersten Schritt über die Nutzungskonditionen einigen können, teilt die Stadt weiter mit.  In den nächsten Monaten soll ein Vorprojekt zur detaillierten Beurteilung des Standortes ausgearbeitet werden.

Krienser wehrten sich gegen früheres Vorhaben

Tatsache ist aber auch, dass das Rösslimatt-Areal nicht die erste Wahl der Stadt war. Letztes Jahr begann man mit der Planung für einen Carparkplatz im Hinterschlund in Kriens. Im Krienser Einwohnerrat wurde in der Folge eine dringliche Motion überwiesen, die den Krienser Stadtrat aufforderte eine mittel- und langfristige Nutzung des Grundstücks als Carparkplatz zu verhindern (zentralplus berichtete).

In Absprache mit der Stadt Kriens prüft die Stadt Luzern nun, ob das Grundstück Rösslimatt  als Alternativstandort in Frage kommt. Heisst: In trockenen Tüchern ist die  Verbannung der Cars vom Inseli noch nicht.

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4 Kommentare
  1. Elias Schmid, 26.05.2020, 12:53 Uhr

    Ich denke, ich weiss zu wenig über das, aber warum stellt man die Busse nicht in die Allmend? Es hat direkt einen Zug, der die Touristen umweltfreundlich und schnell ins Zentrum bringt und man kann hoffentlich den Schwanenplatz auch noch carfrei machen. Die Autobahn ist ganz nahe und ich denke mal die Busfahrer wären auch nicht traurig, wenn sie nicht mehr durch die Innenstadt fahren müssen.

  2. Philipp, 25.05.2020, 11:54 Uhr

    Schlussendlich sind es Touristen die Luzern besuchen.
    Warum die Busse nach Kriens sollen ist mir daher schleierhaft.
    Touristen die nach Kriens kommen gehen höchstens auf den Pilatus.
    Und für die hat es bei der Talstation genügend Platz.
    Luzern soll mal schön selber schauen wo Sie Platz für Ihre Touristen haben.
    Das Gebiet Gebiet Rösslimatt / Kuonimatt ist bereits genügend mit Verkehr belastet seit dort ein Wohnblock nach dem anderen hochgezogen wurde.

  3. paul, 25.05.2020, 11:12 Uhr

    nägel mit köpfen …. genau! und wenn kriens nicht will ist der carparkplatz im inseli noch weitere 10 jahre in nutzung. schön wurde abgestimmt.
    falls es mit kriens gelingt —> grossen respekt liebe luzerner und krienser!

  4. Silvan Studer, 25.05.2020, 10:49 Uhr

    Zuerst müssten die Touristen überhaupt wieder kommen.
    Da die allermeisten Car-Touris sich wohl nicht das idyllische Kriens, sondern eher Luzern anschauen wollen, gibt das nur Mehrverkehr und damit mehr Umweltbelastung.
    Ich sehe keinen Vorteil darin, die Cars weit weg von den Auf- und Abladeplätzen der Touris zu parken.

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