So siehts im neuen Zuger Hertizentrum aus
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Luftiger und deutlich wenig muffig kommt das umgebaute Hertizentrum daher. (Bild: wia)

Chicorée und Nagelstudio statt Coop So siehts im neuen Zuger Hertizentrum aus

3 min Lesezeit 12.10.2020, 14:34 Uhr

Weg mit dem muffigen 80er-Touch, her mit dem luftigen Einkaufsgefühl. Während rund eines Jahres wurde das kultige Einkaufszentrum Herti umgebaut. Wie ein Augenschein zeigt: Nicht nur die Atmosphäre, sondern auch das Angebot hat sich verändert.

«Nein, wir haben leider noch nicht geöffnet», sagt ein Angestellter des Hertizentrums und weist einen älteren Herrn in Richtung Ausgang. Es ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte Neugierige sein, der an diesem Montag den Weg ins neu umgebaute Quartier-Einkaufszentrum findet. Noch sind die Läden geschlossen, noch sind die prominent platzierten Obstgestelle in der neuen Migros-Filiale leer.

«Zwar wird das Zentrum am Donnerstag eröffnet, doch ist noch viel zu tun», sagt Antonia Reinhard, die Medienverantwortliche der Migros Luzern, der das Einkaufszentrum seit sechs Jahren gehört. Ein Tag nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest wurde der Umbau gestartet. Kostenpunkt: 30 Millionen Franken. Die Neueröffnung des Einkaufszentrums findet vom 15. bis am 17. Oktober statt.

Der Umbau bringt auch einige Veränderungen im Angebot mit sich. 17 Geschäfte wird es künftig geben, darunter sieben neue. So etwa halten der Billig-Kleiderladen Chicorée sowie das Modegeschäft Street One Einzug ins Zentrum. Auch neue Dienstleister wie ein Zahnarztzentrum sowie eine Physiotherapie-Praxis sind neu im Herti zu finden, dazu ein grosses Nagelstudio. Zudem gibt es – auf Weihnachten hin ideal – einen kleinen Franz-Carl-Weber-Laden in Form eines Pop-Up-Store. Dies sicher für die kommenden Monate, allenfalls auch länger, wie die Verantwortlichen sagen.

Guido Rast, Geschäftsleiter der Migros Luzern, erklärt die Neuerungen:

Dass der Coop im Hertizentrum keinen Platz mehr hat, ist nicht sehr überraschend (zentralplus berichtete). Nicht nur, weil es sich um den direkten Konkurrenten der Liegenschaftsbesitzerin handelt. «Wir mussten uns entscheiden: Wäre der Coop geblieben, hätte jeder Detailhändler eine kleine Ladenfläche bewirtschaftet, es wäre jedoch nichts Richtiges entstanden», erklärt Walter Baumann, der Verantwortliche für Bau-, Immobilien- und Centermanagement.

Die Migros: Von 320 auf 1’500 Quadratmeter vergrössert

Etwas «Richtiges» hat man stattdessen mit der neuen Migros-Filiale geschaffen: 1’500 Quadratmeter Fläche weist das neue Geschäft auf. Das dürfte die Quartierbewohner freuen, war die Migros im Herti mit ihren 320 Quadratmetern zuvor bloss ein besserer Tante-Emma-Laden. Weinfreunde müssen auch ohne Coop nicht verzagen. Gleich nebenan steht – wie gehabt – ein Denner.

In der neuen Migros-Filiale gibt es neun Self-Checkout-Stationen, dafür wird an der Theke bedient, wer Fleisch, Fisch und Käse im Offenangebot sucht. Ein Rundgang zeigt: Jede Abteilung hat man unterschiedlich bemalt, auch der Boden ist je nach Abteilung anders. Grosse Schilder an den Wänden dienen der Orientierung. Wer nicht auf die Eröffnung warten mag: Hier gehts im Schnelldurchlauf durch die brandneue Filiale:

Kultrestaurant erscheint in neuem Glanz

Auch das kultige Schnellrestaurant Sandi wurde einer Generalüberholung unterzogen. Weniger rustikal, doch auch nicht besonders chic kommt es daher und dürfte somit ein ähnliches Klientel anziehen wie bisher.

Das neue Sandi im Hertizentrum.

Auf dem Dach des Zentrums entsteht übrigens ein neuer Park mit Spielplatz. Ein Park bestand schon früher, doch ist an diesem gemäss den Verantwortlichen seit dem Bau des Hertizentrums 1983 kaum mehr etwas gemacht worden.

Hier auf dem Dach des Zentrums entstehen eine Gartenanlage und ein Spielplatz.

Wie sieht es mit den Mietkosten aus? Zahlen bestehende Mieter nun mehr? Die Antwort auf die Frage fällt den Verantwortlichen schwer. Dies nicht zuletzt, da sich einige Mietflächen in ihrer Grösse verändert haben. Doch grundsätzlich, so erklärt Walter Baumann, sollen die Mietkosten ungefähr gleich hoch bleiben.

Zu guter Letzt ein Blick zurück. Erinnert ihr euch noch? So sah das Hertizentrum vor dem Umbau aus:

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