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So leuchtend kämpfen Luzerner und Zuger Betriebe für die Eventbranche
  • Kultur
Das KKL mal ganz in Rot, anlässlich der Night of Light. (Bild: vro)

Night of Light So leuchtend kämpfen Luzerner und Zuger Betriebe für die Eventbranche

4 min Lesezeit 22.06.2020, 23:55 Uhr

Die Coronakrise hat der Veranstaltungsbranche besonders zugesetzt. Um auf die Situation aufmerksam zu machen, wurden schweizweit Kulturhäuser oder andere Bauwerke in rotes Licht gehüllt. In Luzern beteiligten sich beispielsweise die Schüür, der Südpol, das Neubad oder das KKL an der Aktion, in Zug die Galvanik und die Chollerhalle.

In der Eventbranche kommt der Stein nach dem Lockdown nur zögerlich ins Rollen. Lange gab es überhaupt keine Möglichkeit, Konzerte, Theateraufführungen oder andere Kulturveranstaltungen durchzuführen. Die Folgen sind verheerend, gerade für Kleinunternehmer. Deshalb soll die Solidaritätsaktion «Night of Light» vom Montagabend auf die teils existenzbedrohende Situation aufmerksam machen (zentralplus berichtete).

Beteiligt haben sich diverse Betriebe in der ganzen Schweiz, in Luzern etwa die Schüür, der Südpol, das KKL, das Hotel Schweizerhof und das Luzerner Theater. In Zug wurden unter anderem die Galvanik, die Chollerhalle und das Postgebäude beleuchtet.

In Luzern sorgten die auffallenden Beleuchtungen für magische Stimmung, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. Zahlreiche Menschen blieben beim KKL, dem Schweizerhof, vor dem Theater oder an der Reuss stehen, um die rot leuchtenden Gebäude zu fotografieren. Alles zu sehen, war in den zwei Stunden kaum möglich. Rund ums Seebecken und in der ganzen Stadt verteilt leuchtete es rot.

Einige Eindrücke aus Luzern:

Dass die Situation längerfristig problematisch ist, weiss etwa Marianne Sidler vom Lorzensaal Cham: «Der Konsument und das Publikum sind aktuell auch sehr skeptisch und verunsichert und es werden keine Tickets mehr für später im Jahr stattfindende Events gekauft – denn wir wissen noch nicht wie die Umsetzung nach dem 1. September aussehen wird.»

Bleibe dieser Umstand so, könnten spätere Anlässe nicht mehr durchgeführt werden. «Das Loch wird für alle immer grösser und grösser. »

Graziano Grieder, Geschäftsführer der Chollerhalle Zug, steht vor einem ähnlichen Problem: «Wir wären unserem Publikum sehr dankbar und verbunden, wenn es sich auf unserer Homepage das aktuelle Programm ansehen und uns mit einem Ticketkauf eines Konzertes unterstützen würde. Wir würden uns auch sehr über eine Mitgliedschaft oder Gönnerschaft freuen.» Damit wäre nicht nur der Chollerhalle, sondern der ganzen Branche geholfen, da hinter einem Event viele Beteiligte stehen.

Einige Eindrücke aus Zug:

Videokünstler Martin Riesen, der das Zuger Gratis-Open-Air Rock The Docks leitet, sieht in der Beleuchtung eine ganz andere Assoziation: «Das Rot steht für die Farbe meines Kontostandes.»

Schweizweit haben sich mehr als 1300 Locations, Veranstaltende, Event-Agenturen, Messegesellschaften,, Dekorationsfirmen, Kulturschaffende, Produktionsfirmen und Einzelfirmen an der Solidaritätsaktion beteiligt. In allen Landesteilen sind gesamthaft 1100 Objekte in rotem Licht erstrahlt.

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