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So heftig sind die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern
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Nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den verschiedenen Branchen sind deutliche Lohnunterschiede ersichtlich (Bild: ber)

Zuger Löhne mit grossen Differenzen So heftig sind die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern

2 min Lesezeit 27.05.2020, 14:32 Uhr

Bei gleicher Bildung und gleicher beruflichen Stellung haben Frauen einen spürbar tieferen monatlichen Bruttolohn als ihre männlichen Kollegen. Der Lohnunterschied wird mit zunehmender beruflicher Stellung grösser und beträgt bei höheren Kadern rund 2’700 Franken. Das sind 26 Prozent.

Der überdurchschnittliche Medianlohn im Kanton Zug wird an beiden Enden des Spektrums deutlich: Personen mit einem vergleichsweisen tiefen Einkommen von weniger als 4000 Franken machen in Zug sechs Prozent aus. Schweizweit fallen 8,7 Prozent der Bevölkerung in diese Kategorie.

Das gegensätzliche Bild zeigt sich bei den Löhnen von über 20‘000 Franken – dieser Anteil liegt im Kanton Zug bei 4,4 Prozent und somit fast drei Prozentpunkte höher als in der gesamten Schweiz, schreibt die Zuger Fachstelle für Statistik.

Markante Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Bei gleicher Bildung und gleicher beruflichen Stellung haben Frauen einen spürbar tieferen monatlichen Bruttolohn als ihre männlichen Kollegen. Der Lohnunterschied wird mit zunehmender beruflicher Stellung grösser und beträgt bei höheren Kadern rund 2’700 Franken. Das sind 26 Prozent.

2014 betrug dieser Unterschied noch 33 Prozent. Bei Arbeitnehmenden ohne Kaderfunktion verdienen Männer aktuell im Durchschnitt rund 400 Franken beziehungsweise sechs Prozent mehr. Dieser Unterschied ist gegenüber 2014 nahezu unverändert.

Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018

Die Lohnstrukturerhebung wird alle zwei Jahre mittels Direkterhebung bei den Unternehmen durchgeführt. Im Jahr 2018 wurden schweizweit über 36‘000 Unternehmen befragt. Durch den Einbezug von rund zwei Millionen Arbeitnehmenden bietet die LSE einen repräsentativen Überblick über die Lohnsituation der in der Industrie und im Dienstleistungssektor.

Bildung zahlt sich aus

Die aktuellen Zahlen zeigen auf: Die Bildung hat einen deutlichen Zusammenhang mit dem Einkommen. Besonders ausgeprägt gilt dies für ein Hochschulstudium. Im Mittel verdienen Personen mit einem Abschluss an einer universitären Hochschule fast doppelt so viel wie Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre (Medianlohn: 12’061 Franken gegenüber 6262 Franken). Arbeitnehmende ohne formale Ausbildung verdienen im Kanton Zug durchschnittlich 5026 Franken.

Hoher Boni in Finanz- und Versicherungsbranche

Nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den verschiedenen Branchen sind deutliche Lohnunterschiede ersichtlich. Wenig überraschend schwingt dabei die Finanz- und Versicherungsbranche mit Durchschnittslöhnen von über 10‘000 Franken oben aus.

Auffällig ist dabei der grosse Anteil von Boni und Sonderzahlungen an dieser Lohnsumme von 22 Prozent. Am unteren Ende der Skala liegen die Löhne im Gastgewerbe mit gut 4500 Franken. In dieser Branche werden so gut wie keine Boni ausbezahlt (0,7 Prozent des Gesamtlohns).

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