So geht’s in den Kantonen Zug und Luzern mit dem Impfen voran
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Bald sollen täglich bis zu 5000 Menschen im Kanton Luzern gegen das Coronavirus geimpft werden. (Symbolbild: Unsplash/Mat Napo)

Neue Zahlen des BAG So geht’s in den Kantonen Zug und Luzern mit dem Impfen voran

3 min Lesezeit 7 Kommentare 11.04.2021, 12:25 Uhr

Neue Zahlen des Bundesamts für Gesundheit zeigen, wie es mit dem Impfen in der Schweiz vorangeht. In Zug wurden knapp 22 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht, im Kanton Luzern knapp 19 Impfdosen pro 100 Einwohner.

«Jeden Monat, den wir schneller impfen können, können wir Menschenleben retten», meinte Bundespräsident Guy Parmelin.

Ganz so schnell geht es mit dem Impfen jedoch nicht voran. Das belegen die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Freitag.

Wie stehts in Luzern und Zug? Laut einer Statistik steht Luzern schweizweit auf dem viertletzten Platz (zentralplus berichtete).

Uri steht auf Platz 1

Das BAG hat am Freitag neue Zahlen zur Impfstatistik veröffentlicht. Im Kanton Luzern sind demnach 18,78 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht worden. Erhalten hat der Kanton 27,04 Impfdosen pro 100 Einwohner. In absoluten Zahlen heisst das: Der Kanton Luzern hat 111’725 Impfdosen erhalten, 77’590 Impfdosen wurden verabreicht (Stand 9. April).

In Zug geht es mit dem Impfen mehr voran. 21,83 Impfdosen wurden hier pro 100 Einwohner verabreicht, erhalten hat der Kanton 26,01 Impfdosen pro 100 Einwohner. Der Kanton Zug hat insgesamt 33’200 Impfdosen erhalten und 27’864 Impfdosen verabreicht (Stand 9. April).

Zum Vergleich: Uri hat schon mehr als 24 Dosen pro 100 Einwohner verabreicht.

Laut dem BAG berücksichtigt die Angabe «ausgelieferte Impfdosen», beziehungsweise erhaltene Impfdosen interne Verschiebungen von Impfdosen zwischen einzelnen Kantonen nicht. Deshalb entspreche diese Anzahl nicht in jedem Fall der effektiv für einen Kanton zur Verfügung stehenden Menge an Impfdosen.

Die ausgelieferten Impfdosen sind nach der ursprünglich von den Herstellern angegebenen Anzahl Dosen pro Injektionsfläschchen (Vial) berechnet: Pfizer 5 Dosen, Moderna 10 Dosen pro Vial. Es gelinge jedoch regelmässig, eine sechste respektive elfte Dosis zu entnehmen, heisst es beim BAG weiter. Das könne dazu führen, dass Kantone mehr Impfdosen verabreichen, als sie gemäss offiziellen Zahlen erhalten haben.

Kanton Luzern legt jede 2. Impfdose in die Reserve

Der Kanton Luzern meinte kürzlich, dass man mit dem Impfen auf Kurs sei. Zum einen sei der knappe Impfstoff verantwortlich dafür, dass man beim Impfen gebremst werde. Weiter sagte David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport gegenüber zentralplus: «Wir halten uns ausserdem an die Vorgabe des Bundes, dass jeweils 50 Prozent der Impflieferung für die zweite Impfung in Reserve gelegt wird. Das unterscheidet Luzern von anderen Kantonen.»

Luzern erwartet im April 70’000 Impfdosen

In Luzern soll es nun mit dem Impfen weiter vorangehen. Nicht nur steigt die Anzahl der Impfwilligen stetig. Im April erwartet der Kanton Luzern Lieferungen von rund 70’000 Impfdosen von Pfizer und Moderna (zentralplus berichtete).

Seit vergangenem Dienstag kann man sich nun auch für eine Corona-Impfung im Impfzentrum Willisau anmelden. Dieses soll Ende April in Betrieb gehen. Ab dann sollen Corona-Impfungen auch in ausgewählten Arztpraxen möglich sein (zentralplus berichtete).

Der Kanton Luzern aktualisiert auf seiner Website wöchentlich seine Statistik zum Fortschritt der Impfungen im Kanton und publiziert diese jeweils montags.

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7 Kommentare
  1. Roli Greter, 13.04.2021, 11:59 Uhr

    Aufgrund der Zunahme der Kommentare von verunsicherten und ängstlichen Menschen kann davon ausgegangen werden dass allein schon der Gedanke an eine Impfung zu einer Erkrankung führen kann…

  2. P., 12.04.2021, 10:35 Uhr

    In Luzern erhält man nirgends Auskunft, an wen die Restimpfungen gehen. Warum gibt es keine Möglichkeit, sich dort zu melden, wenn es dringende Gründe gibt. Z. B. bevorstehende OP? Nicht auf der Liste der Atteste!

  3. Oski Gunz, 11.04.2021, 14:47 Uhr

    Luzern auf den Schlussplätzen. Wie könnte es bei unserer Verwaltung auch anders sein.

    1. P., 12.04.2021, 10:29 Uhr

      Genau!

  4. Daniel Steiner, 11.04.2021, 13:56 Uhr

    Warum nicht, wie andere Kantone alles was da ist verimpfen? Jede Person die eine Dosis erhalten hat ist zu 89% geschützt. Die besten Beispiele dafür sind Grossbritannien und Israel, die zeigen wie erfolgreich geimpft wird. Aber Luzern hält sich strikt an die Vorgaben des BAG, diese lauten aber auch dass bis Ende Juni alle geimpft sind… Vielleicht weniger den Kantonen aushelfen die einfach drauf los impfen. Die Impfung hätte nie in die Hände der Kantone gegeben werden dürfen. Es kann doch nicht sein dass diesen Sommer Leute aus anderen Kantonen Freiheiten geniessen während andere aufgrund des Wohnortes auf eine Impfung warten müssen.

    1. Stefan Ernst, 11.04.2021, 17:01 Uhr

      Ich glaube kaum, dass man dem BAG noch mehr Verantwortung anvertrauen sollte.

    2. Daniel Steiner, 11.04.2021, 18:40 Uhr

      @Stefan Ernst. Wir haben auch noch eine Armee und Zivilschutz

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Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.